Liberala samlingspartiet

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Liberala samlingspartiet (schwedisch; Die liberale Sammlungspartei) war eine im Schwedischen Reichstag vertretene liberale Partei.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Partei wurde am 16. Januar 1900 durch die Fusion der Folkpartiet mit den zwei liberalen Gruppierungen im Reichstag Friesenska diskussionsklubben und Bondeska diskussionsklubben gegründet. Der neuen Partei schlossen sich ein Teil der konservativen Lantmannapartiet sowie Parteilose an. Zu den Kernzielen der Partei gehörte die Einführung des Allgemeinen Wahlrechts.[1]

Liberala samlingspartiet hatte bei ihrer Gründung 84 Abgeordnete in der Zweiten Kammer des Reichstags. Bei der Wahl zum Schwedischen Reichstag 1905 konnte die Partei mit 106 Mandaten ihr bestes Ergebnis erreichen und stellte im Anschluss an die Wahl mit Karl Staaff den Ministerpräsidenten (1905–06). Die Partei stellte zwei weitere Male den Regierungschef, von 1911–14 (ebenfalls Karl Staaff) sowie 1917–20 mit Nils Edén.

1924, im Zuge der Diskussion über ein Alkoholverbot, fiel die Partei in zwei Lager (Frisinnade folkpartiet und Liberala riksdagspartiet) und löste sich auf.

Parteivorsitzende[Bearbeiten]

Periode Parteivorsitzender
1900–1905 Sixten von Friesen
1907–1915 Karl Staaff
1915–1918 Daniel Persson
1918–1924 Nils Edén

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Artikel in der Nationalencyklopedi (schwedisch)