Liechtensteiner Vaterland

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Liechtensteiner Vaterland
Liechtensteiner Vaterland
Beschreibung Liechtensteinische Tageszeitung
Verlag Vaduzer Medienhaus AG
Erstausgabe 1. Januar 1936
Erscheinungsweise Montag bis Samstag (Grossauflage: Dienstag)
Verkaufte Auflage 10.000 (20.000) Exemplare
Chefredakteur Günther Fritz
Herausgeber Vaduzer Medienhaus AG
Geschäftsführer Daniel Quaderer
Weblink Website des Liechtensteiner Vaterland

Das Liechtensteiner Vaterland ist die jüngere und grössere der beiden Tageszeitungen in Liechtenstein. Sie ist das offizielle Parteiblatt der Vaterländischen Union, wurde im Laufe der Zeit jedoch immer unabhängiger. Dieser Trend ist auch bei der grössten Konkurrenzzeitung in Liechtenstein, dem Liechtensteiner Volksblatt zu erkennen.

Das Vaterland, wie die Zeitung im Volksmund kurz genannt wird, beschäftigt derzeit etwa 50 Mitarbeiter und hat seinen Sitz in der liechtensteinischen Hauptstadt Vaduz.

Die Zeitungen in Liechtenstein sind in der Bevölkerung für ihre Leserbriefe bekannt. Viele Leser bekunden ihren Unmut, ihre Ängste oder Freude und informieren so ihre Mitbürger über verschiedenste Themen. Bei einer Abstimmung im Jahre 2003 zur Verfassungsinitiative wurden durch die hohe emotionale Bindung der Bevölkerung sogar mehrere Seiten mit Leserbriefen veröffentlicht, da die Frage einerseits die Bevölkerung gespalten hatte und andererseits das Vaterland alle würdigen Leserbriefe abdruckt.

Das Vaterland wird in deutscher Sprache aufgelegt und beschäftigt sich mit tagesaktuellen Themen überwiegend aus der Region Liechtenstein, Schweiz und Österreich. Die Normalauflage beträgt etwa 10'000 Exemplare (Reichweite: 19'000), die Grossauflage 18'500 Exemplare (Reichweite: 24'000).[1] Das Liechtensteiner Vaterland ist somit auf die Einwohnerzahl bezogen, die reichweitenstärkste Zeitung der Welt, noch vor der österreichischen Kronen Zeitung.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Anfang der 30er Jahre gab es in Liechtenstein zwei Parteien, die katholisch-konservative Bürgerpartei und die liberal und christlich-sozial gesinnte Volkspartei. Beide Parteien gaben je eine Zeitung heraus, die jedoch keine tägliche Ausgabe hatten. Im Jahre 1933 trat eine neue politische Gruppe auf, die sich als Bewegung Liechtensteiner Heimatdienst ausgab. Diese Gruppe veröffentlichte eine Wochenzeitung als ihr Zeitungsorgan.

Im Dezember 1935 bildete sich die Vaterländische Union als Zusammenschluss vom Liechtensteiner Heimatdienst und der Volkspartei. Als Folge dieser Vereinigung wurden die beiden Zeitungen dieser Gruppen, der Liechtensteiner Heimatdienst und die Liechtensteiner Nachrichten, eingestellt und am 1. Januar 1936 die Herausgabe der Zeitung Liechtensteiner Vaterland begonnen[3].

Die Leitung der neuen Zeitung übernahm Otto Schädler, die Schriftleitung Alois Vogt. Zuerst erschien die Ausgabe am Mittwoch und Sonnabend in einer Auflage von 1500 Stück. Die Zeitung wurde im ganzen Fürstentum Liechtenstein vertrieben, aber auch in angrenzenden Teilen von Österreich und der Schweiz.

Aufbau[Bearbeiten]

Das Liechtensteiner Vaterland wird nach Bedarf und z.B. wie folgt gegliedert:

  • Titelseite mit aktuellem Tagesthema
  • Die Zweite
  • Inlandsnachrichten
  • Auslandsnachrichten
  • Fernsehen
  • Boulevard
  • Sport
  • Wirtschaft
  • Kultur
  • Die Letzte (Horoskop, Wetter, Sonstiges)

Finanzierung[Bearbeiten]

Das Liechtensteiner Vaterland finanziert sich durch Abonnements und den Verkauf von Inseraten.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Liechtensteiner Vaterland:Preise / Leistungen 2007
  2. Joachim Riedl: kommt nach Dichand? Auf www.zeit.de, 23. Juni 2010
  3. Vgl. Notiz Abonnements-Einladung auf Seite 1 der Erstausgabe(PDF, 234 kB)