Lucky Starr

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Lucky Starr ist der Held der gleichnamigen sechsbändigen Science-Fiction-Romanserie von Isaac Asimov aus den 50er-Jahren des 20. Jahrhunderts. Die Serie ist bekannt für die Idee der Kraftfeldklingen, welche vielleicht die Lichtschwerter in Star Wars inspiriert haben.

Lucky Starr[Bearbeiten]

David „Lucky“ Starr ist ein Mitglied des Wissenschaftsrates und handelt meist im Geheimen. Der Wissenschaftsrat ist eine Organisation, die die Erde beschützt und Sonderrechte gegenüber anderen Instanzen (z.B. Militär) hat, aber keine politische Macht anstrebt. Starr ist ein Waisenkind, dessen Eltern bei einem Überfall von Raumpiraten auf dem Weg zur Venus getötet wurden. Er selbst kam nur davon, weil seine Mutter ihn in einer Rettungskapsel von Bord schaffte. Starr wurde von Freunden der Familie, die selbst Mitglied im Wissenschaftsrat sind, aufgezogen. Was dazu führte, dass er auch ebendiese Laufbahn, nach seinem Studium der Biophysik, anstrebte und das jüngste Ratsmitglied wurde.

Bei seinem ersten Einsatz auf dem Mars trifft er mysteriöse Wesen, die im Inneren des Mars als Wesen reiner Energie leben. Niemand von den menschlichen Bewohnern des Mars ahnte, dass der Mars bereits einmal bewohnt war. Von ihnen erhält er eine Maske, mit deren Hilfe er einen Schutzschild um sich herum aufbauen kann und nicht zu erkennen ist - in dieser Verkleidung nennt er sich „Space Ranger“. Im Laufe der Romane wird dieser Schutzschild (und das Alter Ego) jedoch kaum eingesetzt, ebenso treten die Marswesen nicht mehr auf. Im gleichen Einsatz trifft er auch seinen zukünftigen, kleinwüchsigen Begleiter John „Bigman“ Jones, der wegen seiner Größe einen Minderwertigkeitskomplex hat und zu heftigen Wutausbrüchen neigt, wenn ihn jemand darauf anspricht.

Schauplätze[Bearbeiten]

Die Romane der Lucky-Starr-Serie spielen im Sonnensystem jeweils auf den verschiedenen Planeten (Mars, Venus …), es sieht so aus, als ob Isaac Asimov für jeden Planeten einen eigenen Roman schreiben wollte; dies wurde jedoch nicht verwirklicht. Hierbei bildet die Lucky Starr Reihe eine Ausnahme zu den anderen Werken Asimovs. Normalerweise spielen seine Romane entweder auf der Erde oder auf fiktionalen Planeten außerhalb des Sonnensystems, jedoch nie auf anderen Planeten des Sonnensystems.

Asimov geht bei jedem Schauplatz auf die Umgebungsbedingungen des Planeten ein, so wie dies zur damaligen Zeit Wissensstand war. So beschreibt er auf der Venus riesige Ozeane und semi-intelligentes Leben darin. Jedoch verzichtet er auf übertriebene Darstellungen und bemüht sich um gemäßigte Beschreibungen. So ist es zwar auf dem Merkur, aufgrund der Nähe zur Sonne, extrem heiß, jedoch findet Lucky keine Seen flüssigen Metalls vor.

Vergleich mit Captain Future[Bearbeiten]

Es sind teilweise erstaunliche Parallelen zu Captain Future ersichtlich - der Aufbau der Romane ist sehr ähnlich (Cliffhanger am Ende der Kapitel, Spannungsbögen wie bei Kriminalromanen mit Auflösung am Ende, usw.) David Starr und Curtis Newton sind beide Waisen, haben beide väterliche Freunde und benutzen teilweise ein Pseudonym (Captain Future/Weltraumranger), wobei die wahre Identität (Curtis Newton) bei Captain Future nicht geheim ist.

In beiden Romanserien sind die Planeten besiedelt, wobei Isaac Asimov wissenschaftlich realistischer ist als Edmond Hamilton. Captain Future ist eine US-Pulp-Serie von Edmond Hamilton, die von 1940 bis 1944 erschien.

Literatur[Bearbeiten]