Ludwigsbrücke
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Die Ludwigsbrücke ist eine Bogenbrücke über die Isar in München.
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[Bearbeiten] Lage
Die Ludwigsbrücke verbindet die Münchner Innenstadt mit Haidhausen und der Au. Vom Isartor kommend, führt die Zweibrückenstraße auf den ersten Teil der Brücke zu, der den linken Isararm zur Museumsinsel mit dem Deutschen Museum überquert. Das zweite Brückenbauwerk führt von dort über den rechten Isararm weiter zur Rosenheimer Straße, wo nach wenigen Metern am Gasteig die Innere Wiener Straße abzweigt.
[Bearbeiten] Geschichte
Die Ludwigsbrücke steht an stadtgeschichtlich bedeutender Stelle: Hier stand die Isarbrücke, mit der Heinrich der Löwe 1158 den Salzhandel von der Isarbrücke bei Oberföhring zu seinem Hoheitsgebiet umleitete.
Der aktuelle Bau ist eine 1934/35 durchgeführte Erneuerung und Überarbeitung eines Brückenbaus aus dem Jahre 1891. Dabei wurde das äußere Erscheinungsbild der Brücke der Architektur der NS-Erweiterungen des Deutschen Museums angepasst. Im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt wurde die Ludwigsbrücke um 1948 wieder hergestellt.
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
- Drei steinerne Pylonen mit Figuren von Hermann Hahn, Feuerschalen und Gedenkinschrifttafeln. Nach Zerstörung des vierten Pylon um 1944, komplett an der Westseite (Syrius Eberle, 1890-1892).
- Vater-Rhein-Brunnen (nördlicher Teil der Museumsinsel) (Adolf von Hildebrand, 1897/1903), Ursprünglich für den Broglie-Platz in Straßburg geschaffen, nach 1919 von der Landeshauptstadt München gekauft, seit 1932 an heutiger Stelle.
- Neuerstellung der Muse mit Nike, Steinskulptur mit Bronze Nike, von Elmar Dietz 1977-79
[Bearbeiten] Technische Daten
Die Ludwigsbrücke ist eine Bogenbrücke aus Beton mit einer Spannweite von 43 m und einer Gesamtlänge von 77 m. Der dreigelenkige Bogen wurde in der Melan-Bauweise errichtet, bei der die Gitterträger für die Aufhängung der Schalung als Bewehrung im Beton verblieben.
[Bearbeiten] Verkehr
Die Ludwigsbrücke ist eine der wichtigsten Isarquerungen Münchens. Die vierspurige Brücke mit zweigleisiger Trambahn-Trasse zwischen den Fahrbahnen leitet den Verkehr vor allem aus den Stadtteilen Au, Haidhausen, Ramersdorf und Bogenhausen über die Isar zum Isartorplatz / Altstadtring.
Im öffentlichen Nahverkehr überquert die Trambahnlinie 18 die Isar Richtung S-Bahnhof Isartor.
[Bearbeiten] Literatur
- Klaus Gallas: München. Von der welfischen Gründung Heinrichs des Löwen bis zur Gegenwart: Kunst, Kultur, Geschichte. DuMont, Köln 1979, ISBN 3-7701-1094-3 (DuMont-Dokumente: DuMont-Kunst-Reiseführer).
- Landeshauptstadt München (Hrsg.): Münchner Isarbrücken. Franz Schiermeier, München 2007, ISBN 978-3-9811425-1-8.
- Christine Rädlinger; Baureferat der Landeshauptstadt München (Hrsg.): Geschichte der Münchner Brücken. Franz Schiermeier Verlag, München 2008, ISBN 978-3-9811425-2-5 (Brücken bauen von der Stadtgründung bis heute).
[Bearbeiten] Weblinks
48.13194444444411.585555555556Koordinaten: 48° 7′ 55″ N, 11° 35′ 8″ O

