Luena

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Für die gleichnamige Gemeinde in Kantabrien, Spanien, siehe Luena (Kantabrien)
Luena
Luena (Angola)
Luena
Luena
Koordinaten 11° 47′ S, 19° 53′ O-11.78333333333319.883333333333Koordinaten: 11° 47′ S, 19° 53′ O
Basisdaten
Staat Angola

Provinz

Moxico
Höhe 1350 m
Einwohner 85.000 (2010)
Die Verwaltungsfachschule Instituto Médio de Administração e Gestão in Luena
Die Verwaltungsfachschule Instituto Médio de Administração e Gestão in Luena

Luena (auch Lwena, bis 1975 Vila Luso bzw. Luso) ist eine Stadt im Osten Angolas. Sie ist Hauptstadt der Provinz Moxico und Sitz des Bistums Luena.

Platz vor dem Gouverneurspalast in Luena

Geschichte[Bearbeiten]

Zur Zeit der portugiesischen Kolonialherrschaft hieß der Ort Vila Luso oder kurz Luso, in Anlehnung an den portugiesischen Ort Luso. Nach der Erlangung der Unabhängigkeit Angolas 1975 wurde die Stadt umbenannt, nach dem nahen Fluss Luena. Nach diesem wird auch das Volk der Luvale in Angola Luena genannt.

Am 4. April 2002 unterzeichneten die angolanische Regierung und die Rebellen der UNITA hier das Luena Memorandum of Understanding, durch das der seit 1975 andauernde Bürgerkrieg in Angola beendet wurde. Kurz zuvor war der Rebellenführer Jonas Savimbi unweit von Luena ermordet worden.[1]

Einwohnerzahl[Bearbeiten]

Schätzungen über die Einwohnerzahl Luenas variieren zwischen 60.000 und 200.000 Menschen, Bevölkerungsstatistik.de gibt für 2010 gar 85.000[2] an. Eine unbekannte Zahl von Binnenvertriebenen (30.000 bis 60.000) floh vor dem Bürgerkrieg in Angola nach Luena.

Die Kirche Igreja Sacalumbo Nossa Senhora das Vitórias do Luena

Sehenswürdigkeiten und Kultur[Bearbeiten]

Luena verfügt über wenige Sehenswürdigkeiten, darunter die Hauptkirche Igreja Nossa Senhora das Vitórias (dt.: Kirche Unserer Lieben Frau der Siege). Im September finden in den ländlichen Ortschaften der Umgebungen zahlreiche Feste statt, anlässlich der Beschneidungen der heranwachsenden männlichen Jugendlichen.

In der schachbrettartig angelegten Stadt wurde zum Gedenken an das hier ausgehandelte Ende des Bürgerkriegs ein Denkmal errichtet. Der zuvor nahe Luena ermordete Rebellenführer Jonas Savimbi ist auf dem zentralen Friedhof (cemitério central) der Stadt begraben.[3]

Außerhalb der Stadt liegt das geschützte Waldgebiet Reserva Florestal do Luena. Der Nationalpark Parque Nacional da Cameia besteht überwiegend aus Feuchtgebieten und wurde 1935 als geschütztes Jagdrevier ausgewiesen, bevor er seit 1957 zum geschützten Nationalpark wurde. Der Park ist im Osten durch den Sambesi, im Süden durch den Luena, und im Westen und Norden durch die Benguelabahn begrenzt. Die wichtigsten Säugetiere des Parks sind das Gnu, die Leierantilope (Tsebesse), der Letschwe (Lechwe), der Riedbock (Chango), das Wüstenwarzenschwein (Javali), der Löwe (Leão) und andere Raubkatzen.[4]

Der Flughafen des damaligen Luso, 1975

Verkehr[Bearbeiten]

Luena liegt an der Benguelabahn zwischen Huambo und Luau nahe der Grenze zum Kongo.

Die wichtigste Straßenverbindung ist die Überlandstraße nach Kuito im Westen und nach Luau im Osten. Sie gehört zu den noch nicht neugebauten Verbindungsstraßen im Land und ist in ausgesprochen schlechtem Zustand (Stand 2012). Daher sind von Kuito nur wenige Transportmöglichkeiten vorhanden, die sich auf Motorradtaxis (Motos), schwere Geländewagen und die Kamaz-LKWs beschränken, und verhältnismäßig teuer sind.

Der Flughafen von Luena verfügt u.a. über tägliche Verbindungen in die Hauptstadt Luanda. [5]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Luena (Angola) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. The end of the war: the Luena Memorandum of Understanding
  2. Seite nicht mehr abrufbar, Suche im Webarchiv:[1] [2] Vorlage:Toter Link/www.bevoelkerungsstatistik.debevölkerungsstatistik.de (2007)
  3. Joost De Raeymaeker: À Descoberta De Angola. 1.Auflage, Verlag LeYa, Alfragide 2012, S.232ff und S.17 (ISBN 978-989-741-009-3)
  4. Webseite der Naturparks Angolas (port.), abgerufen am 12. Dezember 2013
  5. Joost De Raeymaeker: À Descoberta De Angola. 1.Auflage, Verlag LeYa, Alfragide 2012, S.233f (ISBN 978-989-741-009-3)