Lymphatischer Rachenring

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Der lymphatische Rachenring oder Waldeyersche Rachenring ist eine Gruppe aus lymphoepithelialem Gewebe, der bei Säugetieren am Übergang von Mundhöhle und Nase zum Rachen und den tieferen Luftwegen lokalisiert ist. Der Begriff „Ring“ ist nur im übertragenen Sinn zu verstehen, da es sich eigentlich um einzelne Gewebsinseln, die Mandeln, handelt. Der lymphatische Rachenring dient in erster Linie als Abwehrbarriere der oberen Atemwege gegenüber einer möglichen Invasion von Bakterien, Viren und Pilzen aus der Mund- und Nasenhöhle.

Der Waldeyersche Rachenring besteht aus:

Die Benennung dieses Rachenrings erfolgte nach dem deutschen Anatomen Heinrich Wilhelm Waldeyer (1836–1921), der ihn zuerst beschrieb.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Uwe Gille: Herz-Kreislauf- und Abwehrsystem, Angiologia. In: Franz-Viktor Salomon u. a. (Hrsg.): Anatomie für die Tiermedizin. 2. Auflage. Enke, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8304-1075-1, S. 404–463.
Dieser Text basiert ganz oder teilweise auf dem Flexikon, einem Wiki der Firma DocCheck und ist unter GNU-FDL lizenziert.