Malaien

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Die Malaien (Orang Melayu) sind eine Ethnie in Südostasien. Sie gehören zu den austronesischen Volksgruppen und sprechen die Malaiische Sprache, von der das moderne Malaysisch und Indonesisch abstammen. Heute werden etwa 22 Millionen Menschen zu den Malaien gezählt, welche hauptsächlich auf der Malaiischen Halbinsel, im Osten von Sumatra und an den Küsten Borneos leben. Die Bevölkerungsmehrheit stellen die Malaien in Malaysia (50,4 %) und im Sultanat Brunei (66 %). Die überwiegende Mehrheit der Malaien (> 99,9 %) sind sunnitische Moslems.

In der Vergangenheit wurde der Begriff „Malaien“, geprägt durch die Rassentheorie des deutschen Wissenschaftlers Johann Friedrich Blumenbach aus dem 18. Jahrhundert, für nahezu sämtliche südostasiatischen Völker gebraucht, und als eine von fünf menschlichen Rassen auf der Welt benannt, welche eine Übergangsrasse zwischen der „äthiopischen“ und der „mongolischen“ Rasse darstellen würde. Diese Deutung des Begriffs „Malaien“ wird heute nicht mehr benutzt.

[Bearbeiten] Definition in der Verfassung Malaysias

Artikel 160, Satz 2, der Verfassung Malaysias definiert alle muslimischen und die malaiische Sprache sprechenden, sowie die malaiischen Traditionen befolgenden Staatsbürger, die vor dem 31. August 1957 in Malaysia oder Singapur geboren wurden oder an diesem Datum dort sesshaft waren (Singapur gehörte bis 1965 zu Malaysia), sowie deren Nachkommen, als Malaien.

Dieser ethnoreligiösen Identität zufolge kann es keine nichtmuslimischen Malaien geben, nichtislamische oder vom Islam abgefallene Malaien gelten offiziell nicht als Malaien, sondern als nichtmalaiische Staatsbürger Malaysias.

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