Mandola

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Mandola

Die Mandola (Tenor-, bzw. Oktav-Mandoline) ist ein seit dem 18. Jahrhundert gebautes zur Familie der Mandolinen gehöriges Zupfinstrument. Sie hat einen etwas größeren Korpus und eine längere Mensur als die Mandoline und ist eine Quinte (Saitenlänge ca. 40 bis 50 cm), bzw. Oktave (Saitenlänge ca. 50 bis 57 cm) tiefer gestimmt.

Die vier Chöre zu je zwei Saiten werden in der Regel in Quinten gestimmt. Bei der Oktav-Mandola GG-dd-aa-e'e' (also genau eine Oktave tiefer als die Mandoline). Anders als bei der Mandoline variiert die Stimmung der Mandola sehr stark nach der Musikrichtung. Während im Bluegrass und im "klassischen" Zupforchester die Oktav- oder Tenorstimmung (cc-gg-d'd'-a'a') vorherrscht, wird im keltischen Folk häufig dd-aa-e'e'-a'a' und in der skandinavischen Volksmusik AA-dd-aa-e'e' verwendet. Die beiden tiefen Saitenchöre werden dabei von manchen Spielern mit Oktavsaiten bestückt.

Die Saiten der Mandola werden je nach Spielweise entweder mit einem Plektrum angeschlagen, oder mit den Fingernägeln gezupft. Im Folk wechselt die Mandola je nach Stück zwischen Akkordbegeleitung und Melodiespiel.

Die heutige Bauform der Mandola entspricht der der portugiesischen Mandoline, mit einem flachen Boden, bzw. einer flachen Decke. Seltener werden Mandolas in Neapolitanischer Bauform, mit einem bauchigen schalenförmigen Korpus und einer geknickten Decke hergestellt.

Die Mandola gehört zur festen Besetzung eines Zupforchesters.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mandola – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien