Marie Sophie Hélène Beatrice de Bourbon

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Sophie Hélène Béatrice 1786,
gemalt von Élisabeth Vigée-Lebrun

Marie Sophie Hélène Béatrice de Bourbon, Fille de France (* 9. Juli 1786 in Versailles; † 18. Juni 1787 in Versailles) war Prinzessin von Frankreich und Navarra.

Leben[Bearbeiten]

Prinzessin Sophie Hélène Béatrice von Frankreich wurde als viertes Kind und zweite Tochter von König Ludwig XVI. von Frankreich und seiner Gemahlin Marie Antoinette von Österreich geboren. Der Säugling wurde von Mercy als "außergewöhnlich groß und stark" beschrieben. Marc de Bombelles, französischer Diplomat und eifriger Tagebuchschreiber, schrieb über sie, dass „man sich das endlos lange Leiden der Königin vorstellen kann, als sie ein solch prächtiges Wesen gebar“.

Erst in der späteren Entwicklung des Säuglings traten Missbildungen im Körperbau auf. Sophie war der Vorname der Tante des Königs. Die Namensgeberin könnte allerdings auch Sophie von Fersen, eine Schwester von Axel von Fersen gewesen sein. Die Prinzessin starb im Alter von 11 Monaten an einer Form von Lungentuberkulose. Kurz nach ihrem Tod schrieb Madame Élisabeth, die Schwester des Königs, an Madame de Bombelles: „Wenn du gesehen hättest, wie schön sie war, als sie starb! Es ist unglaublich. Am Vorabend war sie noch weiß, von einer Farbe der Rose, abgemagert und bis zuletzt reizend.“

Es gibt nur zwei Porträtskizzen von Prinzessin Sophie Hélène Béatrice. Sie wurden von Élisabeth Vigée-Lebrun im Rahmen der Erstellung des Gruppenporträt von Marie Antoinette und ihren Kindern angefertigt.

Porträt von Marie Antoinette mit ihren Kindern[Bearbeiten]

Porträt von Marie-Antoinette und ihren Kindern 1787,
gemalt von Élisabeth Vigée-Lebrun

Das Bild wurde von Marie Antoinettes Lieblingskünstlerin Marie Louise Élisabeth Vigée-Lebrun im Jahr 1787, dem Todesjahr von Sophie gemalt. Es ist ein mit Öl auf Leinwand gemaltes Bild im Format 104 cm x 82 cm und wird im Schloss Versailles bei Paris aufbewahrt. Dargestellt ist die Königin Marie Antoinette in mütterlich sitzender Pose, aufwendig gekleidet, mit toupiertem und gepudertem Haar und einem auffallend großen schwarz-weiß-roten Hut, der mit Straußenfedern und einem Spitzentuch dekoriert ist. Die Füße hat sie auf ein prächtiges grün-goldenes Brokatkissen gestützt. Gekleidet ist sie in ein tief ausgeschnittenes rotes Kleid, das mit schwarzem Pelz gesäumt ist. An ihre rechte Schulter schmiegt sich die Prinzessin Marie-Thérèse-Charlotte, Gräfin vom Marnes und spätere Herzogin von Angoulême. In ihren Armen hält sie den späteren Dauphin Louis-Charles, Herzog der Normandie. Während der jüngste Knabe sich zwar an der Mutter festhält, jedoch auch neugierig in die Welt schaut, sind Mutter und älteste Tochter in sich gekehrt und voller Melancholie. Am Kinderbett steht der Dauphin Louis-Joseph-Xavier-François, Herzog der Bretagne. Er zieht einen dunkelgrünen schweren seidenen Vorgang, der die Wiege offenbar verhüllt hat, zurück und schaut den Betrachter an. Er zeigt mit seiner linken Hand auf die leere Wiege. Diese leere Wiege verweist auf seine als Säugling verstorbene Schwester, Prinzessin Marie-Sophie-Hélène-Beatrice.