Marzhausen

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde Marzhausen in Rheinland-Pfalz, zum gleichnamigen Ortsteil von Neu-Eichenberg in Hessen siehe Marzhausen (Neu-Eichenberg).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Marzhausen
Marzhausen
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Marzhausen hervorgehoben
50.6911111111117.7558333333333300Koordinaten: 50° 41′ N, 7° 45′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Westerwaldkreis
Verbandsgemeinde: Hachenburg
Höhe: 300 m ü. NHN
Fläche: 3,03 km²
Einwohner: 237 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 78 Einwohner je km²
Postleitzahl: 57627
Vorwahl: 02688
Kfz-Kennzeichen: WW
Gemeindeschlüssel: 07 1 43 261
Adresse der Verbandsverwaltung: Gartenstraße 11
57627 Hachenburg
Webpräsenz: www.hachenburg-vg.de
Ortsbürgermeister: Gregor Brings
Lage der Ortsgemeinde Marzhausen im Westerwaldkreis
Karte

Marzhausen ist eine Ortsgemeinde im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Hachenburg an.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Die 300 m hoch gelegene Gemeinde liegt zwischen Hachenburg und Altenkirchen am Rande der Kroppacher Schweiz und ist landwirtschaftlich geprägt. Nachbarorte sind im Norden Heuzert, im Nordosten Astert,im Südosten Müschenbach und Hattert, im Südwesten Mudenbach und im Westen Kroppach.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung als Mertzhausen geht auf das Jahr 1346 zurück, wahrscheinlich abgeleitet vom Namen Martin oder Meinhard. 1579 hatte der Ort neun und 1793 23 Häuser. Westlich bzw. nordwestlich des Ortes lagen früher Dachschiefergruben, „Schieferkaul“ genannt. Die nordwestlich gelegene Grube wurde schon 1685 erwähnt. Schon vorher deckte, Jakon, Leyendecker von Marzhausen, die Kirche zu Hachenburg neu; zum Bau eines Wachturmes 1749 in Hachenburg und für den Neubau der Katharinenkirche 1775 wurden Leyensteine aus Marzhausen geholt. Der Schieferabbau wurde noch in den Jahren von 1840 bis 1893 betrieben. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden alle Spuren beseitigt.

An der heutigen Köln-Frankfurter Straße lag ein alter Hof (Wüstung), von dem heute nur noch der Flurname „Ahle Hoff“ zeugt.[2]

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Marzhausen, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3][1]

Jahr Einwohner
1815 132
1835 138
1871 152
1905 170
1939 190
1950 213
Jahr Einwohner
1961 242
1970 225
1987 215
1997 239
2005 260
2013 237

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Marzhausen besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[4]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Kommunale Einrichtungen[Bearbeiten]

Die Gemeinde verfügt über ein Gemeindehaus, sowie eine Freizeitanlage mit Grillhütte und ein Wanderwegenetz.

Verkehr[Bearbeiten]

Marzhausen wird über die Bundesstraße 414 an das überörtliche Verkehrsnetz angeschlossen. Zu den Autobahnanschlüssen der A 3 (Mogendorf und Dierdorf) gelangt man über die B 8/B 413.

Literatur[Bearbeiten]

  • Dieter Trautmann/Markus Müller: 650 Jahre Marzhausen im Westerwald. Ausgewählte Kapitel aus der Geschichte einer Gemeinde in der Kroppacher Schweiz, Marzhausen 1996.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Marzhausen – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Walter Kwasnik und Dieter Trautmann: Landschaftsmuseum Westerwald Hachenburg: Westerwälder Beiträge 1 – Naturkundliche und kulturhistorische Denkmäler im Westerwald: Kroppacher Schweiz und Hachenburg. Hachenburg, 1981. S. 70 f.
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen