Mees-Nagelbänder

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Mees-Nagelbänder als Folge einer in dreiwöchentlichem Abstand verabreichten Chemotherapie bei Brustkrebs

Als Mees-Nagelbänder (auch: Mees-Nagelstreifen) werden mattgraue Querstreifungen an Finger- und Zehennägeln bezeichnet, die durch eine Intoxikation mit Arsen oder Thallium oder als Folge einer Chemotherapie mit Zytostatika zustande kommen und vor allem in der Rechtsmedizin einen wichtigen Befund darstellen.

Das nach dem niederländischen Arzt R. A. Mees benannte Phänomen[1] war zuvor auch von anderen Autoren beschrieben worden.[2][3] Die mit dem Wachstum der Nägel vorrückenden Streifen werden nach einer überlebten Intoxikation sichtbar.[4]

Bei der Interpretation des Befundes ist stets die weitere Symptomatik zu beachten, da Mees-Nagelbänder für sich keinen beweisenden Charakter für eine Intoxikation besitzen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Zimmer: Prüfungsvorbereitung Rechtsmedizin, S. 51ff. 2. Auflage; Thieme, Stuttgart; 2009. ISBN 978-3-13-141172-3

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Mees: Een verschijnsel bij polyneuritis arsenicosa. Nederl Tijdschr Geneesk 1919;1(5) 391-396
  2. Reynolds: An account of the epidemic outbreak of arsenical poisoning occurring in beer-drinkers in the North of England and Midland Counties in 1900. Lancet 1901;1:166-70
  3. Aldrich: Leuconychia striata arsenicalis transversus, with report of three cases. Am J Med Sci 1904;127:702-709.
  4. Wigand: Die Natur des Meesschen Nagelbandes bei Arsenikpolyneuritis. International Journal of Legal Medicine 1933;20:207-210

Weblink[Bearbeiten]

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