Michael Neumann

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Michael Neumann

Michael Neumann (* 18. März 1970 in Dortmund) ist ein deutscher Politiker (SPD). Er ist seit März 2011 Hamburger Senator für Inneres und Sport. Zuvor war er seit 1997 Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft und dort seit 2004 Vorsitzender der SPD-Fraktion.

Inhaltsverzeichnis

Persönliche Laufbahn [Bearbeiten]

Michael Neumann verpflichtete sich als Zeitsoldat in der Offizierslaufbahn der Bundeswehr. Durch sein Politik-Studium an der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr Hamburg kam der gebürtige Dortmunder 1992 nach Hamburg. Das Studium schloss er 1995 als Diplom-Politikwissenschaftler ab. Von 1996 bis 2010 war er Berufssoldat. Seit 2009 ist er als Regierungsrat wissenschaftlicher Mitarbeiter, seit 2010 Oberregierungsrat und Lehrbeauftragter an der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg. Neumann ist römisch-katholisch. Er ist mit der Bundestagsabgeordneten und stellvertretenden Bundesvorsitzenden der SPD Aydan Özoğuz verheiratet.[1]

Politische Laufbahn [Bearbeiten]

1989 ist Neumann in die SPD in Dortmund im Stadtteil Brechten eingetreten. Durch sein Studium hat er sich 1992 nach Hamburg in den Distrikt Hamburg-Horn umgemeldet. Im Jahre 1993 wurde er in den Ortsausschuss Billstedt gewählt. 1996 wurde er zum Vorsitzenden der SPD in Horn gewählt.

Mit der Bürgerschaftswahl 1997 zog er für die SPD in die Hamburgische Bürgerschaft ein. Er wurde Mitglied im Innen- und Haushaltsausschuss und arbeitete in der Enquete-Kommission „Jugendkriminalität“ mit.

2001 zog er erneut in die Hamburgische Bürgerschaft ein. Er wurde innenpolitischer Sprecher und stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD-Bürgerschaftsfraktion. Im Jahr 2002 wurde er stellvertretender Kreisvorsitzender der SPD Hamburg-Mitte.

Während dieser Wahlperiode machte sich Neumann als Kritiker des damaligen Innensenators Ronald Schill einen Namen, insbesondere durch seine Kleinen Anfragen hinsichtlich der umstrittenen Nebentätigkeiten des damaligen Innenstaatsrats Walter Wellinghausen.

Im Bürgerschaftswahlkampf 2004 gehörte er dem Kompetenzteam des SPD-Spitzenkandidaten Thomas Mirow für den Bereich Innenpolitik an. Ab der für die SPD verlorenen Bürgerschaftswahl 2004 war Michael Neumann Fraktionsvorsitzender der SPD-Bürgerschaftsfraktion.

Nach den Streitigkeiten um den ehemaligen SPD-Landesvorsitzenden Mathias Petersen wurde Neumann auch als möglicher Spitzenkandidat für die Bürgerschaftswahl 2008 gehandelt. Er erklärte jedoch, dass er für eine solche Kandidatur nicht zur Verfügung stehe. Statt seiner wurde Michael Naumann Bürgermeisterkandidat. In dessen Schattensenat war er als Innensenator vorgesehen. 2008 wurde er erneut zum Vorsitzenden seiner Fraktion gewählt.

Als Fraktionsvorsitzender formulierte er wesentlich das Leitbild der „Menschlichen Metropole“ für die Hanse-SPD. Im Juni 2007 stellte er entsprechend – gemeinsam mit der GAL-Fraktionsvorsitzenden Christa Goetsch und dem ehemaligen CDU-Finanzsenator Wolfgang Peiner – sein Buch Hamburg – Mut zur Vision in Hamburg vor. 2009 gab er das Buch „Wegmarken der Freiheit – 1919 – 1949 – 1989“ mit Beiträgen von Helmut Schmidt, Hans-Jochen Vogel, Henning Voscherau, Richard Schröder und anderen heraus. Im Sommer 2010 folgte die Aufsatzsammlung „Wer braucht den Nordstaat?“, u.a. mit "Antwort"-Autoren wie Jens Böhrnsen, David McAllister, Anke Spoorendonk oder Thomas Straubhaar.

Nach der für die SPD erfolgreichen Bürgerschaftswahl vom 20. Februar 2011 wurde Neumann als Fraktionsvorsitzender im Amt einstimmig bestätigt. Am 23. März 2011 wurde er von Olaf Scholz zum Senator für Inneres und Sport im Senat Scholz ernannt und von der Bürgerschaft bestätigt. Sein Bürgerschaftsmandat ruht während der Mitgliedschaft im Senat.

Ehrungen und Auszeichnungen [Bearbeiten]

Literatur [Bearbeiten]

  • WELT. Notizen. Eine Hamburgische Wochenkolumne.“, Michael Neumann, Hamburg 2005/2009
  • Hamburg - Mut zur Vision, Michael Neumann (Hrsg.), Hamburg/Berlin 2007/2010;
  • Wegmarken der Freiheit - 1919-1949-1989, Michael Neumann (Hrsg.), Hamburg 2009
  • Peter Schulz. Präsident. Bürgermeister. Sozialdemokrat., Michael Neumann (Hrsg.), Hamburg 2010
  • Wer braucht den Nordstaat? - Diskussionsbeiträge, Michael Neumann (Hrsg.), Hamburg 2010
  • Gewalt & Extremismus in Städten, Michael Neumann (Hrsg.), Hamburg 2010
  • Ins Stammbuch geschrieben, Michael Neumann (Hrsg.), Hamburg 2011

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. „Michael Neumann - vor ihm hat sogar von Beust Respekt“, Hamburger Abendblatt vom 30. Dez. 2002
  2. Malteser magazin Juni 2009, Seite 21
  3. Malteser magazin April 2012, Seite 121

Weblinks [Bearbeiten]