Millennium Demokratische Partei

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit der südkoreanischen Partei Saecheonnyeon Minju-dang. Für die osttimoresische Partei siehe Partido Milénio Democrático.

Die Millennium Demokratische Partei, MDP (Koreanisch: 새천년민주당, Saecheonnyeon Minju-dang) war eine liberale Partei in Südkorea. Sie wurde 1995 unter dem Namen Nationalkongress für Neue Politik gegründet, nahm 2000 den Namen MDP an und löste sich 2008 auf, als die Demokratische Partei entstand.

Prägende Figur der Partei war Kim Dae-jung, der von 1998 bis 2003 Staatspräsident war, und 2000 mit dem Friedensnobelpreis geehrt wurde. Die MDP vertrat die Sonnenscheinpolitik gegenüber Nordkorea, die von Kim geprägt wurde und auf eine friedliche Wiedervereinigung von Nord- und Südkorea durch Öffnung und Annäherung abzielt.

Die Millennium Demokratische Partei stellte 2002 Roh Moo-hyun als Präsidentschaftskandidat auf. Dieser gewann auch die Wahl, trat jedoch nach Amtsantritt 2003 aus. Dies führte zu einer Spaltung der MDP und der Gründung der Uri-Partei.

Bei der Präsidentschaftswahl 2007 kam es zu einer herben Niederlage der inzwischen in Demokratische Partei umbenannten Partei und des liberalen Lagers insgesamt. Anschließend fusionierten die bis dahin konkurrierenden liberalen Parteien zur Vereinigten Demokratischen Partei.