Movement for Democratic Change

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Flagge des MDC

Die Movement for Democratic Change (MDC, deutsch Bewegung für Demokratische Veränderung oder Bewegung für demokratischen Wandel) ist eine Partei in Simbabwe.

Politische Positionen[Bearbeiten]

Sie wurde 1999 gegründet und hat ihre Wurzeln in der Gewerkschaftsbewegung des Landes. Aber auch andere zahlreiche Gruppen der Zivilgesellschaft, wie zum Beispiel die Combined Harare Residents Association, gehören zu den Mitgliedern und Unterstützern der Partei.

Die MDC wird unter anderem von der Mehrheit der weißen Landbesitzer Simbabwes unterstützt, gegen die Mugabes Regierungspartei ZANU-PF im Zusammenhang mit einer beabsichtigten großen Landreform eine Einschüchterungskampagne gestartet hatte. Sowohl diese Farmer als auch die MDC wurden von den Jugendgruppen der ZANU-PF verfolgt.

Bei einer Polizeiaktion Ende Mai 2007 wurden 200 Oppositionelle verhaftet, von denen viele an einem Treffen zu den Themen Aids und Wahlen in Simbabwe teilnehmen wollten.[1]

Wahlen[Bearbeiten]

Bei der Parlamentswahl im Jahr 2000 gewann die MDC 57 der 120 Sitze. Erstmals seit langem war es damit einer Oppositionspartei in Simbabwe gelungen, mehr als nur eine Handvoll Mandate zu erringen.

Die MDC erlangte weltweit erstmals größere Aufmerksamkeit, als ihr Vorsitzender Morgan Tsvangirai bei den Präsidentschaftswahlen 2002 gegen den langjährigen Amtsinhaber und ehemaligen Freiheitskämpfer Robert Mugabe antrat und verlor. Mugabe wurde allerdings vorgeworfen, er habe die Wahlen manipuliert, um seine Wiederwahlchancen zu erhöhen. Außerdem wurde Morgan Tsvangirai des Verrats angeklagt. Ihm wurde vorgeworfen, ein Attentat auf Mugabe geplant zu haben.

Im Zuge der Parlamentswahlen im März 2008 konnte die MDC insgesamt 100 der 210 Sitze gewinnen. Auf die ZANU-PF entfielen lediglich 98 Sitze. Im August 2008 wurde zudem der MDC-Kandidat Lovemore Moyo mit 110 zu 98 Stimmen zum Parlamentssprecher gewählt.[2]

Seit 2009 regiert die MDC gemeinsam mit der ZANU-PF. Dabei stellt die MDC mit Morgan Tsvangirai den Ministerpräsidenten, während Robert Mugabe weiterhin Präsident von Simbabwe ist. Es wurde ein gemeinsamer Verfassungsentwurf erarbeitet, der am 16. März 2013 per Wahl von der Bevölkerung angenommen wurde.[3]

Bei den Wahlen von 2013 gewann Mugabe erneut die Mehrheit. Die MDC erkannte das Ergebnis nicht an und forderte innerhalb von 60 Tagen Neuwahlen.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID6819736_TYP_THE_NAV_REF3,00.html (Die ursprüngliche Seite ist nicht mehr abrufbar.)[1] [2] Vorlage:Toter Link/www.tagesschau.de → Erläuterung
  2. Mugabe verliert ein Stück Macht
  3. Tagesschau
  4. http://www.wsj.de/article/SB10001424127887323477604579002771305312600.html