Murīd

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Murīd (arabisch ‏مريد‎ „der Wollende“, Mehrzahl: Murīdūnمريدون‎) hat unterschiedliche Bedeutungen im Sufismus und bei den Jesiden:

  • Im Sufismus bezeichnet Murīd einen Schüler (Novizen oder Adepten) einer mystischen Bruderschaft (Tarīqa). Zur Initiation angeleitet wird er von einem Scheich, Murschid oder Pīr, der ihn als seinen Schüler anerkennen muss. Der Name der Sufi der Muridiyya-Bruderschaft im Senegal ist von dem Begriff abgeleitet.
  • In der Geschichte Portugals und Spaniens werden als Muridun die Anhänger des Sufi Ibn Qasi († 1151) bezeichnet, der sich im Kampf gegen die Berberdynastie der Almoraviden mit der Dynastie der Almohaden verbündete.
  • Bei den Jesiden, einer religiösen Minderheit bei den Kurden, bezeichnet Murīd die Laienkaste im Gegensatz zu den beiden Kasten der Pīre und der Scheiche.