Museo Naval de Madrid

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Museo Naval de Madrid 01.jpg

Museo Naval de Madrid ist ein Schifffahrtsmuseum in der spanischen Hauptstadt Madrid.

Lage[Bearbeiten]

1930 wurde das Museum im ehemaligen Hauptquartier der spanischen Armada eingerichtet. Es liegt in unmittelbarer Nähe zu den Museen Prado und Reina Sofia in der Zone des Triángulo del Arte.

Beschreibung[Bearbeiten]

Die 1792 gegründete Sammlung aus den Beständen der spanischen Kriegsmarine wechselte im 19. Jahrhundert jedoch mehrmals ihren Standort, bis sie 1930 in dem jetzigen Gebäude untergebracht wurde. Das Gebäude wurde im späten 18. Jahrhundert durch einen Marine-Staatssekretär des spanischen Königs Karl III. entworfen. Das Museum untersteht dem spanischen Verteidigungs-Ministerium und wird von der Armada Española (spanische Kriegsmarine) geleitet.

In seinem Inneren werden zahlreiche Schifffahrtskarten aus der Zeit der Katholischen Könige und späteren Epochen gezeigt, die über die spanischen Entdeckungsreisen und die kolonialisierten Länder Südamerikas berichten. Neben Holzmodellen aus vergangenen Jahrhunderten und zahlreichen Porträts spanischer Seefahrer sind auch Entwürfe zu ersten U-Booten und Torpedos bis zum 20. Jahrhundert ausgestellt. Das berühmteste Exponat im Museo Naval ist eine Weltkarte aus dem Jahr 1500, auf der zum ersten Mal die Küste Amerikas abgebildet wurde. Angefertigt wurde sie von dem Kartografen Juan de la Cosa, einem Begleiter Christoph Kolumbus.[1]

Gliederung der Ausstellung[Bearbeiten]

  • Plastische und dekorative Gegenstände
  • Waffen
  • Münzkabinett
  • Schiffbau
  • Ethnographie
  • Uniformen und Auszeichnungen
  • Bibliothek

Sonstiges[Bearbeiten]

1944 wurde ein gleichnamiger Film Museo Naval an diesem Ort gedreht. Regisseur und Drehbuchautor des Kurzfilm war Luis Suárez de Lezo.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Catálogo descriptivo de los objetos que contiene el Museo Naval, Verzeichnis der Ausstellungsstücke 1853
  2. Luis Suárez de Lezo in der Internet Movie Database (englisch)Vorlage:IMDb Name/Wartung/Wikidatakennung nicht gesetztVorlage:IMDb Name/Wartung/Verschiedene Kenner in Wikipedia und WikidataVorlage:IMDb Name/Wartung/Lemma ungleich Wikidata-Bezeichnung

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Naval Museum of Madrid – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten]

  • Álvarez Alonso, Camino y Peñalba Hernández, Catálogo de medallas históricas del Museo Naval de Madrid. Madrid: Museo Naval, 2002, (Hrsg.) Fundación Alvargonzález.
  • Piezas arqueológicas de la nao San Diego en el Museo Naval de Madrid, 1999, (Hrsg.) Madrid: Museo Naval.
  • Catálogo descriptivo de los objetos que contiene el Museo Naval, con biografías abreviadas de Jefes y Oficiales de la Armada, 1808, (Hrsg.) Madrid: Imprenta del Ministerio de Marina.
  • Catálogo descriptivo de los objetos que contiene el Museo Naval, 1853, (Hrsg.) Madrid: Imprenta del Vapor.
  • Catálogo descriptivo de los objetos que contiene el Museo Naval, 1879, (Hrsg.) Madrid: Imprenta de Miguel Ginesta.
  • Catálogo guía del Museo Naval de Madrid, 1834, (Hrsg.) Burgos: Imprenta Aldecoa.
  • Cerezo Martinez, Ricardo, La forma de la tierra. Medición del meridiano, 250 aniversario, 1987, (Hrsg.) Madrid: Museo Naval.

40.41752-3.692802Koordinaten: 40° 25′ 3″ N, 3° 41′ 34″ W