Mut zur Wahrheit

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Filmdaten
Deutscher Titel Mut zur Wahrheit
Originaltitel Courage Under Fire
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1996
Länge 112 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Edward Zwick
Drehbuch Patrick Sheane Duncan
Produktion John Davis
J. M. Singer
David T. Friendly
Musik James Horner
Kamera Roger Deakins
Schnitt Steven Rosenblum
Besetzung

Mut zur Wahrheit ist ein US-amerikanischer Spielfilm von Edward Zwick aus dem Jahre 1996, in dem ein Offizier der US-Armee Ereignisse aus dem zweiten Golfkrieg aufklären muss und selbst dabei verarbeitet.

Handlung[Bearbeiten]

Lt. Colonel Nat Serling befehligt im Golfkrieg ein Panzerbataillon und zerstört im Gefecht durch Eigenbeschuss den Panzer seines Kameraden und Freundes Boylar. Dieses Ereignis verfolgt Serling jedoch auch in der Zeit nach dem Krieg, er hat mit Alpträumen zu kämpfen und droht dem Alkohol zu verfallen. Der Vorfall wird vom Militär vertuscht, Serling bekommt einen Büro-Job.

Serling wird mit der Aufgabe betraut, einen Bericht über einen Einsatz von Captain Karen Walden zu schreiben. Während des Kriegs ist Walden, Kommandantin eines MedEvac-Hubschraubers, bei einem Rettungseinsatz gefallen. Ihr soll posthum die Medal of Honor, die höchste Auszeichnung des US-Militärs, für ihre mutige Vorgehensweise verliehen werden. Bei seinen Recherchen fallen ihm mehrere Ungereimtheiten in den Aussagen der Beteiligten auf. Während der Ermittlungen desertiert einer der Soldaten, ein anderer begeht Selbstmord. Damit konfrontiert, gesteht schließlich der Sanitäter der Hubschrauberbesatzung, dass die Besatzung gegen Walden meuterte und sie verletzte, bevor Walden bei der Rettung der Besatzung und gleichzeitigem Angriff der Iraker von ihren Kameraden zurückgelassen wurde. Ob sie infolgedessen durch das Feuer der Iraker oder den anschließenden Napalm-Angriff durch eigene Thunderbolts getötet wurde, bleibt ungeklärt. Nach der Übergabe des Berichts besucht Serling die Eltern seines Freundes Boylar, entschuldigt sich und erzählt ihnen, dass ihr Sohn nicht – wie bei der Grabrede dargestellt – durch fremdes, sondern durch eigenes Feuer starb. Am Ende des Films ist die Verleihung der Medal of Honor an die Tochter von Cpt. Walden durch den Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika im Rosengarten des Weißen Hauses zu sehen. Lt. Colonel Serling fehlt bei der Verleihung, da er zur gleichen Zeit einen Silver Star von seiner Ordenspange auf den Grabstein von Captain Walden legt.

Kritiken[Bearbeiten]

„Der routiniert inszenierte Film verspielt seinen thematisch interessanten Ansatz, der an Akira KurosawasRashomon – Das Lustwäldchen‘ erinnert, und bietet nur eine eindimensionale Geschichte über Mut, Moral und Pflicht.“

film-dienst 01/1997

„Ebenso ambitioniert wie kraftlos: ein Golfkriegs-Drama, das niemandem weh tun mag.“

Cinema 01/1997

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Der Film gewann u. a. einen Blockbuster Entertainment Award für Lou Diamond Phillips.

Weblinks[Bearbeiten]