Nageleisen
Ein Nageleisen bezeichnet seit Jahrhunderten in der Schmiedetechnik ein Grundwerkzeug zur Herstellung von handgeschmiedeten Nägeln.[1] [2]Seit dem Mittelalter von der Zunft der Nagelschmiede eingesetzt wird es bis heute[3] von Kunstschmieden zur Restaurierung, Schienennägeln oder Geschenkartikeln verwendet.
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Weitere Bedeutung zu Nageleisen bzw. Kuhfuß [Bearbeiten]
Eine neuere Bezeichnung für ein anderes Werkzeug wird ebenfalls Nageleisen oder meist auch Kuhfuß bzw. Geißfuß (österr. Dialekt Goashaxn) genannt, und ist ein Spezialwerkzeug zum Herausziehen von eingeschlagenen Metallnägeln. Der Name Kuhfuß leitet sich von der Klauenform bei Paarhufern ab.
Gestaltung eines Nageleisen bzw. Kuhfuß [Bearbeiten]
Nageleisen gibt es, entsprechend den Nagelgrößen, in verschiedenen Größen von 10 bis 100 cm Länge. Der vordere Teil (die Klaue) ist bogenförmig bis zu 90 Grad abgewinkelt und am Ende zu einer Klinge abgeflacht, die eine tiefe Einkerbung hat. Ebenso gibt es eine Variante mit Klaue an beiden Enden des Nageleisens.
Varianten [Bearbeiten]
Als Variante des Nageleisens können die Klischeeheber bezeichnet werden, die im Buchdruck Verwendung finden. Mit der kleinsten Ausprägung des Werkzeugs werden Musikinstrumente und Bücher restauriert. Hier findet sich jedoch der Name Nageleisen kaum noch.
Es gibt auch kombinierte Werkzeuge, die an einem Ende einem Kuhfuß und am anderen Ende einer Brechstange gleichen.
Verwendung [Bearbeiten]
In der Anwendung wird das Nageleisen so am Nagel positioniert, dass der Nagelstift in der Einkerbung und der Nagelkopf auf der Klinge liegt. Das Herausziehen des Nagels erfolgt dann über die Anwendung der Hebelkraft. Zusätzlich sind Nageleisen den Stemmeisen und Brechstangen sehr ähnlich und können entsprechend alternativ verwendet werden.
Vorteile [Bearbeiten]
Alternativ werden regelmäßig auch Zangen für diese Arbeit eingesetzt. Der Vorteil des Nageleisens besteht darin, dass der Nagel formschlüssig gehalten wird, während Zangen den Nagel kraftschlüssig halten müssen. Dies hat zur Folge, dass der Nagelkopf leichter abreißen kann. Zudem sind Zangen mit langem Hebelarm im Gegensatz zu Nageleisen sehr unhandlich. Nageleisen sind entsprechend ohne besondere Nachteile für einen optimalen Hebelarm gestaltet.
Siehe auch [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Hermann Hundeshagen: Der Schmied am Amboß. Ein praktisches Lehrbuch für alle Schmiede. Abb. Nageleisen siehe S. 55, ISBN 3-88746-430-3 abgerufen am 8. Mai 2013
- ↑ Academic dictionaries and encyclopedias Das Nageleisen abgerufen am 8. Mai 2013
- ↑ Website von Angele (Maschinenbauer- u. Schmiedeausrüster) Nageleisen abgerufen am 8. Mai 2013