Neutronenzahl

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Die Neutronenzahl N gibt die Anzahl der Neutronen in einem Atomkern an.

Sie ergibt sich aus der Differenz von Massenzahl A und Ordnungszahl Z

N = AZ

und wird im Gegensatz zur Massenzahl dem chemischen Symbol gewöhnlich nicht beigefügt.

Die Neutronenzahl kann bei einem Element variieren. Diese Variationen werden dann als Isotope bezeichnet. Das einfachste Beispiel ist das Element Nr. 1, Wasserstoff (meistens kein Neutron), und dessen Isotope Deuterium (ein Neutron) und Tritium (zwei Neutronen).

Aufgrund unterschiedlicher Neutronenzahlen können chemische und physikalische Eigenschaften eines Stoffes verschieden ausfallen. Dies ist allerdings nur bei Elementen mit geringer Ordnungszahl der Fall, da hier die Massenveränderung relativ zu anderen Isotopen höher ausfällt als bei schwereren Elementen (siehe Isotopeneffekt). So etwa ist C-12 (sechs Neutronen), also gewöhnlicher Kohlenstoff, welcher der Hauptbestandteil organischer Moleküle ist und mit 98,9 % das häufigste aller natürlichen C-Isotope ist, ein stabiles Atom. Durch hinzufügen von zwei Neutronen entsteht C-14, welches in einer Halbwertszeit von 5730 Jahren radioaktiv zerfällt (dies wird bei der Radiokarbonmethode zur Datierung von totem organischem Gewebe verwendet).

Die Neutronenzahl eines Atoms hat also Einfluss darauf, ob ein Atom radioaktiv ist oder nicht.