Nidawellir

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Nidawellir, auch Nidavellir (altnordisch Niðavellir ‚die dunklen Felder‘) ist ein Ort in der nordischen Mythologie. Dort steht nach der Weissagung der Seherin der von dem Geschlecht Sindris erbaute goldene Saal, der sich im Norden befindet.[1]

Quellen[Bearbeiten]

"Stóð fyr norðan
á Niðavöllum
salr ór gulli
Sindra ættar;
en annarr stóð
á Ókólni,
bjórsalr jötuns,
en sá Brímir heitir."

"Nördlich stand an den Nidabergen
Ein Saal aus Gold für Sindris Geschlecht.
Ein andrer stand auf Okolnir
Des Riesen Biersaal, Brimir genannt."


Völuspá

Karl Simrock übersetzt hier Niðavöllum mit Nidabergen, wohl in Anlehnung an die Niðafjöllum (Nidafelsen) in der letzten Völuspá-Strophe. Dies wird vom Originaltext allerdings nicht gestützt.

"Þar kemr inn dimmi
dreki fljúgandi,
naðr fránn neðan
frá Niðafjöllum;
berr sér í fjöðrum
— flýgr völl yfir —
Niðhöggr nái.
Nú man hon sökkvask."


"Nun kommt der dunkle Drache geflogen,
Die Natter hernieder aus Nidafelsen.
Das Feld überfliegend trägt er auf den Flügeln
Nidhöggurs Leichen — und nieder senkt er sich."


Völuspá

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikisource: Edda/Ältere Edda/Völuspâ – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Lieder-Edda: Völuspá 41