Orbital Maneuvering System
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Das Orbital Maneuvering System (OMS) bildet den Antrieb und mit dem Reaction Control System die Lageregelung der Space Shuttles, nachdem die Haupttriebwerke abgeschaltet wurden und die US-Raumfähre ihre Umlaufbahn erreicht hat.
Das OMS besteht aus zwei Raketentriebwerken, die in zwei voneinander unabhängigen Gehäusen am Heck untergebracht sind. Die Steuerdüsen sind in ihrem Aufbau recht einfach und nutzen hypergolen Treibstoff, der aus zwei Komponenten besteht, die bereits bei Berührung zünden. Dadurch ist ein Zündsystem überflüssig, was die Zuverlässigkeit des Systems erhöht und Gewicht reduziert.
Die OMS-Triebwerke werden zum Erreichen des Orbits benötigt. Außerdem sind sie für Änderungen der Bahnhöhe und zur Durchführung von Rendezvousmanövern zuständig. Das OMS wird auch am Ende einer Mission für das zum Verlassen der Umlaufbahn nötige Abbremsen des Orbiters genutzt (Deorbit Burn).
Die OMS-Triebwerke verbrennen Monomethylhydrazin und Distickstofftetroxid und liefern einen Schub von 27 Kilonewton und einen spezifischen Impuls von 313 Sekunden. Sie sind für 100 Missionen wiederbenutzbar und können eintausendmal gezündet werden. Die Gesamtbrenndauer beträgt 15 Stunden. Das Shuttle führt Treibstoff für eine Geschwindigkeitsänderung von ungefähr 300 m/s mit. Das OMS-Triebwerk ist beweglich gelagert und kann in der Hochachse um +/- 7 Grad und in der Ebene der Querachse um +/- 8 Grad geschwenkt werden. Dadurch ist es möglich, den Schubvektor zum Schwerpunkt des Orbiters auszurichten. Ansonsten würden es zu einer unerwünschten Drehung des Orbiters kommen.
Notwendige Bestandteile: Feststoffraketen · Haupttriebwerke · Außentank · Orbital Maneuvering System · Reaction Control System · Hitzeschutz
Optionale Bestandteile: RMS · Laser Camera System · MFR · LMCC · OBSS · Spacelab · Spacehab

