Osiander

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Osiander ist ein alter deutscher Familienname.

Herkunft und Bedeutung[Bearbeiten]

Der Familienname Osiander stammt aus dem süddeutschen Raum und ist vorwiegend in Franken, bzw. Württemberg anzutreffen. Schriftlich belegt ist der Name seit 1440.

Die verbreitete Auffassung, der Name sei ein „Humanistenname“ und stelle eine Gräzisierung von „Hosemann“ dar, ist irrig.[1]

Vor allem eine Vielzahl an Theologen hat das Geschlecht Osiander hervorgebracht, so stellte beispielsweise in der Württembergischen Kirche die Familie Osiander im Jahre 1720 über 30 Dekane. Am berühmtesten ist der deutsche Reformator und Stammvater der Familie Osiander Andreas Osiander. Im 17. und 18. Jahrhundert zählten auch Kanzler der Universität Tübingen, sowie im 18. und 19. Jh. bedeutende Buchhändler dazu.

Varianten[Bearbeiten]

  • Ossiander
  • Osyander

Bekannte Namensträger[Bearbeiten]

Personen:

Firmen:

Literatur[Bearbeiten]

  • Elias Lehmann: Stammtafel der Familie Osiander. Ein genealogischer Versuch. Herrmann, Königsberg 1890 (Digitalisat)
  • Wolfgang Killinger: Eine Osiander-Genealogie - Die frühen Osiander. In Blätter für fränkische Familienkunde, Band 30, 2007, S. 81ff.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. G. Lenkner: Name und Herkunft Andreas Osianders. In: Württembergisch Franken Band 46, Jahrgang 1962, S. 55–62