Peer Schmidt

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Dieser Artikel behandelt den Schauspieler Peer Schmidt. Für den Historiker siehe Peer Schmidt (Historiker).

Peer Eugen Georg Schmidt (* 11. März 1926 in Erfurt; † 8. Mai 2010 in Berlin) war ein deutscher Schauspieler und Synchronsprecher.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Schmidts Vater war Kunstmaler. Aufgewachsen in seiner Heimatstadt Erfurt und später in Berlin, nahm Peer Schmidt dort Schauspielunterricht, den er jedoch wegen der Einberufung zum Kriegsdienst während des Zweiten Weltkriegs abbrechen musste. Nach 1945 spielte er an verschiedenen Bühnen in Deutschland, unter anderem in Düsseldorf bei Gustaf Gründgens, aber auch in Zürich, Frankfurt am Main und München.

Zum Film fand er erst 1953, in dem Streifen Liebeskrieg nach Noten neben Johannes Heesters. Es waren eher Nebenrollen, die ihn einem größeren Publikum bekannt machten. Sein Rollenfach waren gutmütige, aufrechte, ein wenig naive, teilweise verträumte und tollpatschige Männer und Abenteurer. So war er in dem Film Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull nach Thomas Mann der Lebemann Marquis de Venosta, dessen Identität Krull annimmt. Einen weiteren nennenswerten Auftritt hatte er 1969 in der internationalen Produktion Monte Carlo Rallye neben Gert Fröbe und Tony Curtis.

Ab den 1960er Jahren war er auch intensiv beim Synchron tätig. Seine unverwechselbare Stimme lieh er neben Gérard Philipe (u.a. in Die Kartause von Parma) auch Marlon Brando (Endstation Sehnsucht), Rod Taylor (Die Zeitmaschine) und zwischen 1959 und 1975 hauptsächlich Jean-Paul Belmondo (u.a. in Außer Atem). Parallel dazu spielte er bisweilen auch in Fernsehproduktionen. So übernahm er in Der kleine Doktor (1974) nach Erzählungen von Georges Simenon und in Cafe Wernicke (1978) jeweils Hauptrollen. Als seine schauspielerische Heimat sah Schmidt jedoch zeitlebens das Theater an. Seine Hausbühnen waren die Berliner Boulevardbühnen Theater und Komödie am Kurfürstendamm.

Von 1966 bis zu seinem Tod war er mit der Schauspielerin Helga Schlack verheiratet. Schmidt lebte mit seiner Frau, mit der er ein Kind hatte, abwechselnd in Berlin und auf der Nordseeinsel Amrum. Er starb nach längerer Krankheit in einer Berliner Klinik.[1]

[Bearbeiten] Filmografie (Auswahl)

  • 1953: Liebeskrieg nach Noten
  • 1953: Arlette erobert Paris
  • 1953: Muß man sich gleich scheiden lassen?
  • 1953: Ich und Du
  • 1953: Alles für Papa
  • 1954: Glückliche Reise
  • 1954: Ein Haus voll Liebe
  • 1954: Der treue Husar
  • 1954: Der Zigeunerbaron
  • 1955: Der Himmel ist nie ausverkauft
  • 1955: Wunschkonzert
  • 1955: Ein Herz bleibt allein
  • 1955: Der doppelte Ehemann
  • 1955: Alibi
  • 1956: Die Rosel vom Schwarzwald
  • 1956: Die wilde Auguste
  • 1956: Uns gefällt die Welt
  • 1956: Kitty und die große Welt
  • 1956: Santa Lucia
  • 1957: Das Herz von St. Pauli
  • 1957: Der Stern von Afrika
  • 1957: Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull
  • 1957: Lemkes sel. Witwe
  • 1957: Die Winzerin von Langenlois (Und so was will erwachsen sein)
  • 1957: Wie schön, daß es dich gibt
  • 1957: Junger Mann, der alles kann
  • 1957: Familie Schimek
  • 1957: Wenn Frauen schwindeln
  • 1958: Whisky, Wodka, Wienerin
  • 1959: Bezaubernde Arabella
  • 1959: Bumerang

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. lr-online.de Mai 2010

[Bearbeiten] Weblinks