Peerd

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Auf diesem Bild sind Spring-, Nock- und Fußpeerd zu sehen
Der Segler steht mit einem Bein auf dem Nockpeerd, mit dem anderen auf dem Fußpeerd

Ein Peerd ist ein Tau, das unter den Rahen befestigt ist und die Arbeiten an der Rah ermöglicht.

Man unterscheidet in Springpeerd, ein vertikal gespanntes kurzes Tau, das an der Rah befestigt ist und das Fußpeerd hält. Dadurch bleibt der Abstand Fußpeerd – Rah über die ganze Rahlänge mehr oder weniger konstant. Das an der Nock verlaufende kurze zusätzliche Fußpeerd wird Nockpeerd genannt. Bei schwerem Wetter konnten zusätzlich auch Rückenpeerde gespannt werden.

Das Peerd, auch Hengst genannt, ist erst im Laufe des 17. Jahrhunderts aufgekommen. Es wurde 1642 in englischen Beschreibungen erstmals erwähnt.[1] Allerdings nicht gleich an allen Rahen gleichzeitig. Wie genau die Entwicklung verlief, ist bisher unbekannt und widersprüchlich.

Weiterhin gibt es das Handpeerd, das an der Rah befestigt ist und eine kurze Schlaufe darstellt, durch die der Seemann beim Arbeiten an Rah und Segel den Arm durchstecken kann.

Einzelnachweis[Bearbeiten]

  1. Anderson, Rigging of ships, S. 152–155

Literatur[Bearbeiten]

  • Roger Charles Anderson: The rigging of ships in the days of the spritsail topmast, 1600-1720. Salem 1927
  • Horst Menzel: Fußpferde an Schiffen des 17. und 18. Jahrhunderts., in: Das Logbuch 2(1991), S. 47–54