Pickardt-Syndrom

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Klassifikation nach ICD-10
E23 Unterfunktion und andere Störungen der Hypophyse
Aufgeführte Zustände, unabhängig davon, ob die Störung in der Hypophyse oder im Hypothalamus liegt.
E23.0 Hypopituitarismus
- Isolierter Mangel an Thyreotropin
ICD-10 online (WHO-Version 2013)

Das Pickardt-Syndrom (auch Pickardt-Fahlbusch-Syndrom) ist eine tertiäre Hypothyreose, das heißt eine Unterfunktion der Schilddrüse, die durch eine Unterbrechung des Portalgefäßsystems zwischen Hypothalamus und Hypophyse bedingt ist.

Weitere endokrine Funktionsstörungen, die mit einem Pickardt-Syndrom vergesellschaftet sein können, sind supraselläre Ausfälle wie ein sekundärer Hypogonadismus und eine funktionelle Hyperprolaktinämie.

Eine angeborene Variante des Pickardt-Fahlbusch-Syndroms wird als Pituitary stalk interruption syndrome (PSIS) bezeichnet. Sie ist mit Mutationen der Gene HESX1 und LHX4 assoziiert, macht aber weniger als 5 % der Fälle aus.

Literatur[Bearbeiten]

  • Pickardt, C. R.; Erhardt, F.; Fahlbusch, R. und Scriba, P. C. (1973): Portal Vessels Occlusion. A Cause for Pituitary Insufficiency in Patiens with Pituitary Tumors. European Journal of Clinical Investigation. 3: 262
  • Reynaud R, Albarel F, Saveanu A, Kaffel N, Castinetti F, Lecomte P, Brauner R, Simonin G, Gaudart J, Carmona E, Enjalbert A, Barlier A, Brue T. Pituitary Stalk Interruption Syndrome in 83 patients: novel HESX1 mutation and severe hormonal prognosis in malformative forms. Eur J Endocrinol. 2011 Jan 26. PMID 21270112.
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