Pietro Domenico Paradisi

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Pietro Domenico Paradisi (auch bekannt unter dem Namen Pier Domenico Paradies) (* 1707 in Neapel; † 25. August 1791 in Venedig) war ein italienischer Komponist und Lehrer.

Leben[Bearbeiten]

Er war vermutlich Schüler von Nicola Antonio Porpora und schrieb seine ersten Kompositionen für das Theater. 1746 zog er nach London, wo er als Lehrer für Cembalo und Gesang wirkte. 1770 kehrte er nach Italien zurück.

Seine Oper Alessandro in Persia wurde im italienischen Lucca uraufgeführt. Publikum und Kritiker waren nicht überzeugt von diesem Werk. Bei der Oper Fetonte, welche in London uraufgeführt wurde, waren Publikum und Kritiker ebenfalls einer Meinung. Der Musikhistoriker Charles Burney beschrieb Paradisis Musik als schwerfällig und plump. Trotzdem erhielt der Komponist Aufträge für Arien in verschiedenen Produktionen. Als Lehrer für Komposition und Cembalo hatte er deutlich mehr Erfolg und seine anspruchsvollen Sonaten für Cembalo verliehen ihm in ganz Europa einen guten Ruf.

Kompositionen[Bearbeiten]

Seine Bedeutung verdankt er seinen Kompositionen für Cembalo.

Sein Stil war beeinflusst von Alessandro und Domenico Scarlatti. Bekannt sind vor allem seine 12 Sonaten für Cembalo (London 1754). Daraus wird heute noch oft die Sonate VI, besser bekannt als Toccata für Harfe gespielt, zum Beispiel als Erkennungsmelodie im italienischen Fernsehen RAI.

Er ist Autor zahlreicher Stücke für Orgel, Cembalo, Arien und Kantaten.

Opern[Bearbeiten]

  • Alessandro in Persia, 1738 London
  • Il Decreto del Fato, 1740 Venedig
  • Le Muse in gra, 1740 Venedig
  • Fetonte, 1747 London
  • La forza d’amore, 1751 London
  • Antioco

Weblinks[Bearbeiten]