Pinealiszyste

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Pinealiszyste als Zufallsbefund bei der Obduktion.
Klassifikation nach ICD-10
D33 Gutartige Neubildung des Gehirns und anderer Teile des Zentralnervensystems
D33.7 Sonstige näher bezeichnete Teile des Zentralnervensystems
ICD-10 online (WHO-Version 2013)

Als gliale Pinealiszyste oder Pinealiszyste wird eine gutartige Veränderung im Bereich der Zirbeldrüse (Glandula pinealis) bezeichnet.

Pinealiszysten sind sehr häufig;[1] in der ganz überwiegenden Zahl handelt es sich um einen klinisch asymptomatischen Zufallsbefund, dem kein Krankheitswert zukommt.[2] Große Pinealiszysten können eine Abflusstörung des Nervenwassers mit Entwicklung eines Hydrocephalus verursachen;[3] nur in Einzelfällen ist ein Zusammenhang mit dem Auftreten plötzlicher Todesfälle hergestellt worden.[4]

Pathologie[Bearbeiten]

Histologisch handelt es sich um einen pseudozystischen Hohlraum, dessen Wand von Astrozyten mit zahlreichen Rosenthal-Fasern gebildet wird; eine epitheliale Auskleidung besteht nicht.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Pu et al.:High prevalence of pineal cysts in healthy adults demonstrated by high-resolution, noncontrast brain MR imaging. AJNR Am J Neuroradiol. 2007;28(9):1706-9. PMID 17885233
  2. Fetell et al: Non-neoplastic pineal cysts. Neurology. 1991;41(7):1034-40. PMID 2067630
  3. Men et al.: Nonneoplastic pineal cysts: a clinicopathologic study of twenty-one cases. Ann Diagn Pathol. 1997;1(1):11-8. PMID 9869821
  4. Milroy & Smith: Sudden death due to a glial cyst of the pineal gland. In: J Clin Pathol. 1996;49:267-269. PMID 8675746

Weblinks[Bearbeiten]

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