Porta Westfalica
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| Wappen | Deutschlandkarte | ||||
|---|---|---|---|---|---|
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| Basisdaten | |||||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | ||||
| Regierungsbezirk: | Detmold | ||||
| Kreis: | Minden-Lübbecke | ||||
| Höhe: | 39–303 m ü. NN | ||||
| Fläche: | 105 km² | ||||
| Einwohner: | 35.660 (31. Dez. 2007)[1] | ||||
| Bevölkerungsdichte: | 340 Einwohner je km² | ||||
| Postleitzahl: | 32457 | ||||
| Vorwahlen: | 0571, 05722, 05731, 05733, 05751, 05706 | ||||
| Kfz-Kennzeichen: | MI | ||||
| Gemeindeschlüssel: | 05 7 70 032
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| Stadtgliederung: | 15 Stadtteile | ||||
| Adresse der Stadtverwaltung: | Kempstraße 1 32457 Porta Westfalica |
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| Webpräsenz: | |||||
| Bürgermeister: | Stephan Böhme (SPD) | ||||
| Lage der Stadt Porta Westfalica im Kreis Minden-Lübbecke | |||||
Porta Westfalica ist eine Mittelstadt mit ca. 36.000 Einwohnern im Kreis Minden-Lübbecke. Sie liegt im nordöstlichen Nordrhein-Westfalen, in der Region Ostwestfalen-Lippe zwischen Minden und Bielefeld an der Weser.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
[Bearbeiten] Geografische Lage
Die Stadt Porta Westfalica liegt im Nordosten Nordrhein-Westfalens, im Südosten des Kreises Minden-Lübbecke und an der namensgebenden Porta Westfalica.
Die Porta Westfalica ist ein Durchbruchstal der von Süden kommenden Weser durch das in west-östlicher Richtung verlaufende Weser- und Wiehengebirge, die im Stadtgebiet Gipfelhöhen zwischen 200 und knapp über 300 Meter aufweisen. Das Stadtgebiet liegt nördlich und südlich des Wiehen- und Wesergebirges, sowie östlich und westlich der Weser. Der südlich der Gebirge gelegene Teil der Stadt liegt am Großen Weserbogen. Am Weserbogen (siehe auch Weserlied) liegen mehrere große Seen. Die Weser begrenzt das südliche Stadtgebiet auf weiten Strecken westlich und südlich. Naturräumlich liegt das Stadtgebiet im Übergangsbereich von Mittelgebirgen (Unteres Weserbergland) und Norddeutscher Tiefebene. Der in der Norddeutschen Tiefebene gelegene Teil des Stadtgebietes beidseitig der Weser im Mittleren Wesertal wird landschaftlich zum Mindener Land gezählt. Der südlich gelegene etwas hügeligere Teil abseits des Oberen Wesertals wird teilweise dem Ravensberger Hügelland zugerechnet.
Die nächst gelegenen Großstädte sind Bielefeld (35 Kilometer südwestlich Porta Westfalicas gelegen), Osnabrück (60 km westlich) und Hannover (60 km nordöstlich).
[Bearbeiten] Flächennutzung
Das Gebiet der Stadt wird überwiegend landwirtschaftlich genutzt und ist dementsprechend ländlich geprägt. Im Wesentlichen sind nur das Wiehengebirge und das Wesergebirge bewaldet. Für Minden-Ravensberg relativ dicht bewaldet, liegt der Waldanteil aber deutlich unter dem Landesdurchschnitt. Eine Übersicht über die Flächennutzung gibt folgende Tabelle:
| Fläche nach Nutzungsart |
Landwirt- schaftsfläche |
Wald- fläche |
Siedlungs- und Verkehrsfläche |
Wasser- fläche |
sonstige Nutzung |
|---|---|---|---|---|---|
| Fläche in ha | 5.555 | 1.713 | 2.498 | 400 | 352 |
| Anteil an Gesamtfläche | 52,8 % | 16,3 % | 23,8% | 3,8 % | 3,4 % |
Quelle: LDS[2]
[Bearbeiten] Geologie und Böden
Der Untergrund an der Porta Westfalica besteht aus bis zu 4000 m mächtigen Sedimenten des Trias, des Juras, und der Unteren Kreide. Darunter Gesteine des Erdaltertums (Devon, Karbon, Perm).
An der Oberfläche besteht das Gestein hauptsächlich aus Ton-, Mergel-, Kalk-- und Sandsteinen des mittleren Erdmittelalters (Jura). Überregionale Bedeutung hatte der Portasandstein, der seit dem 11. Jahrhundert verwendet wurde. Am Nordhang der Mittelgebirge treten aber auch Ton- und Mergelsteine des späten Erdmittelalters (Untere Kreide) zutage. Um Holtrup treten auch Ton-, Schluff- und Sandsteine des frühen Erdmittelalters (Oberer Keuper) zutage. Im Kammbereich des Wiehen-/Wesergebirges, das in geologischer Sicht identisch ist, dominieren ebenfalls Gesteine des Jura. Im Bergvorland dominieren Lockergesteine (Kiese, Sande und Schluffe), die während des Eiszeitalters und in der Nacheiszeit abgelagert wurden.
Im Gebiet finden sich großflächig fruchtbare, zum Ackerbau geeignete, Lössböden im Gebirgsvorland. Sie sind als Parabraunerden oder bei Staunässe als Pseudoglye ausgebildet. Bei zutage tretenden Festgesteinen des Erdmittelalters (Holtrup, Kammlagen) sind die Lössdicken stark reduziert. Hier finden sich Braunerden aus steinigem tonigem Lehm. In den exponierten Höenlagen der Gebirge ist die Mächtigkeit diese Schichte stark reduziert; auf Kalkgesteinen finden sich daher auch Rendzinen. In der Wesertalung und ihren Auen finden sich weniger fruchtige, teils feuchte, sandige oder kiesige Braunerden, die der Fluss abgelagert hat. Landwirtschaftlich werden diese Böden nur extensiv genutzt. Teilweise entstanden hier auch Torfschichten, die Niedermoore bilden. [3]
[Bearbeiten] Ausdehnung des Stadtgebiets
Das rund 105 Quadratkilometer große Stadtgebiet dehnt sich von Süden nach Norden etwa 9 Kilometer aus. Die maximale Ausdehnung von Osten nach Westen beträgt rund 14 Kilometer. Höchster Punkt ist der Papenbrink auf der Grenze zu Niedersachsen im Osten des Stadtgebietes und im Wesergebirge mit 303 m ü. NN. Der tiefste Punkt liegt im Wesertal bei Neesen mit rund 39 m ü. NN.
[Bearbeiten] Nachbargemeinden
Porta Westfalica grenzt im Uhrzeigersinn an folgende Kommunen: Im Westen an die Stadt Bad Oeynhausen, im Norden an die Stadt Minden (beide Kreis Minden-Lübbecke, Nordrhein-Westfalen). Im Norden, Osten und Südosten an die Städte Bückeburg und Rinteln im niedersächsischen Landkreis Schaumburg. Im Südwesten grenzt sie an die Stadt Vlotho im Kreis Herford und im Süden an Kalletal im Kreis Lippe (beide Nordrhein-Westfalen).
[Bearbeiten] Stadtgliederung
Nach § 3 der Hauptsatzung werden die 15 Stadtteile von Porta Westfalica durch 8 Bezirksausschüsse organisiert, um anfallende Probleme in den einzelnen Ortsteilen aufzugreifen und zu lösen.
(Einwohnerzahl Stand 31. Mai 2003):
- Bezirksausschuss I Hausberge (5255), Lohfeld (1487)
- Bezirksausschuss II: Barkhausen (4143)
- Bezirksausschuss III: Neesen (2455), Lerbeck (3724)
- Bezirksausschuss IV: Nammen (2398)
- Bezirksausschuss V: Wülpke (664), Kleinenbremen (2691)
- Bezirksausschuss VI: Eisbergen (3673), Veltheim (2838)
- Bezirksausschuss VII: Möllbergen (1706), Holtrup (1089), Vennebeck (1064), Costedt (494)
- Bezirksausschuss VIII: Holzhausen (4287)
[Bearbeiten] Klima
Das Klima in Porta Westfalica wird durch die Lage im ozeanisch-kontinentalen Übergangsbereich Mitteleuropas und durch seine naturräumliche Lage in der Ravensberger Mulde im Süden und im Mindener Land im Norden bestimmt. Das Gebiet liegt überwiegend im Bereich des subatlantischen Seeklimas, weist aber temporäre kontinentale Einflüsse auf. Die Winter sind unter atlantischem Einfluss meist mild, die Sommer mäßig-warm, die Niederschläge relativ gleichmäßig verteilt. Die Jahresmitteltemperatur liegt bei etwa 8,5° Celsius, wobei die Höhenlage diese beeinflusst. Die Höhenlagen des Wiehen- und Wesergebirges sind rund 0,5°C kühler. Die Wesertalung und der Bereich der Norddeutschen Tiefebene um bis zu 0,5° Celsius wärmer. Die Niederschläge in der Ravensberger Mulde sind maßgeblich durch die geschützte Beckenlage beeinflusst. Der Teutoburger Wald, das Eggegebirge und Lipper Bergland schirmen die Ravensberger Mulde gegen die vom Atlantik kommenden, feuchten Wetterfronten aus Vorzugswindrichtung Süd-West ab. Die mittlere Jahresniederschlagsmenge liegt hier bei rund 750 mm. Der in der Norddeutschen Tiefebene gelegene Teil weist niedrigere Jahresniederschlagssummen von rund 700 mm auf. [4]
Siehe auch: Klima in Ostwestfalen-Lippe, Klima in Bad Oeynhausen
[Bearbeiten] Geschichte
Im Jahr 2008 wurden im Ortsteil Barkhausen ein römischer Mühlstein, eine Münze, ein Bleilot und Teile einer Gewandspange gefunden, die wohl auf das erste Jahrzehnt n. Chr. zu datieren sind. Darauf gründet sich die Vermutung, dass in Porta Westfalica das Sommerlager des Varus zu suchen ist, von dem aus er in die Schlacht zog[5]. Es ist auch möglich, dass Germanicus im Jahre 16 an der hier gelegenen Weserfurt die Schlacht am Weserübergang focht. Die bisherigen Funde lassen noch keine abschließende Beurteilung zu.
Die erste bekannte Ansiedlung an diesem Ort datiert man auf das Jahr 1098, als erstmalig die Schalksburg urkundlich erwähnt wurde. Sie war damals im Besitz der Herren vom Berge. Um diese herum entwickelte sich der heutige Stadtkern von Porta Westfalica. Erstmalig im Jahre 1353 wurden auch Burgleute bekundet, welche in der nunmehr „Haus zum Berge“ genannten Burg residierten. Die umgebende Siedlung wurde mit der Zeit nach der Burg „Hausberge“ genannt.
Die Marktrechte wurden 1618, die Stadtrechte 1720 vergeben. Der Ort lag abseits der Hauptverkehrswege und entwickelte sich daher in der Folgezeit nur langsam. Ein größeres Wachstum setzte erst mit dem Bau der Stammstrecke der Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft im 19. Jahrhundert ein.
Der Name Porta Westfalica stammt aus dem 18. Jahrhundert, als die lateinische und französische Sprache bei den Adeligen in Mode war. Mit dem Namen Porta Westfalica („Westfälische Pforte“) wollte man das Durchbruchstal der Weser zwischen Weser- und Wiehengebirge bezeichnen.
Im Rahmen der Gebietsreform von 2. Oktober 1972 wurde am 1. Januar 1973 die Stadt Porta Westfalica gegründet und amtlich als solche benannt. Damit wurde ein Begriff, der sonst nur als Landschaft bekannt war, auf eine Stadt übertragen.
[Bearbeiten] Religionen
Die Bevölkerung ist ganz überwiegend evangelisch-lutherisch, nachdem das Fürstbistum Minden die evangelische Lehre annahm und spätestens seitdem es 1648 säkularisiert wurde und als Fürstentum Minden dem protestantischen Preußen zugeschlagen wurde. Kleinere Verschiebungen in der Konfessionslandschaften waren die Folge der allgemeinen Binnemmigration und Säkularisierung, dem Zuzug von osteuropäischen Spätaussiedlern und dem Zuzug von südeuropäischen Gastarbeitern nach dem Zweiten Weltkrieg.
Ein Indiz für die Verteilung kann die Angabe der konfessionellen Zugehörigkeit der Schüler der Stadt Porta Westfalica sein. Demnach sind rund 70% der Schüler evangelisch, 6% katholisch, 2% islamisch. 11% geben an, einer sonstigen Konfession anzugehören, und 11% rechnen sich keiner Konfession zu.[6]
[Bearbeiten] Eingemeindungen
Die heutige Stadt Porta Westfalica entstand in einer Gebietsreform nach dem Bielefeld-Gesetz vom 24. Oktober 1972 zum 1. Januar 1973. Dazu wurden 14 der 16 rechtlich selbstständigen Gemeinden des Amtes Hausberge a. d. Porta im Kreis Minden zusammengefasst; zwei Gemeinden wechselten zu anderen Kommunen: Die Gemeinde Uffeln (Amt Hausberge) wechselte zum 1. Januar 1973 als Ortsteil zur Stadt Vlotho im Kreis Herford. Zeitgleich wechselte außerdem Meißen (Amt Hausberge) zur Kreisstadt Minden. Außerdem wurde nach Porta Westfalica die Gemeinde Barkhausen, bis dahin im gleichzeitig aufgelösten Amt Dützen (ebenfalls Kreis Minden) gelegen, eingemeindet. Die 15 zusammengefassten ehemaligen Gemeinden bilden die heutigen Ortsteile von Porta Westfalica. Nach dem 1. Januar 1973 gab es keine weiteren Umgliederungen bzw. Eingemeindungen in das Stadtgebiet.
[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
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¹ Volkszählungsergebnis (Angabe für jeweils aktuellen Gebietsstand)
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Bürgermeister
Hilmar Wohlgemuth (CDU) wurde am 26.9.1999 im zweiten Wahlgang (Stichwahl) mit 53,5 Prozent der gültigen Stimmen zum ersten hauptamtlichen Bürgermeister gewählt worden.[7] Das Amt des Stadtdirektors wurde mit der Einführung eines hauptamtlichen Bürgermeisters abgeschafft. Seitdem übernimmt der Bürgermeister die auch die Aufgaben als Verwaltungschef. Bei der der Wahl am 10.10.2004 wurde Stephan Böhme (SPD) mit 54,3 Prozent der gültigen Stimmen im zweiten Wahlgang (Stichwahl gegen Karl-Erich Schmeding, CDU) zum Nachfolger von Wohlgemuth gewählt.[8] Liste der bisherigen Bürgermeister:
| 1973–1983 | Willi Watermann (SPD) |
| 1983–1999 | Heinrich Schäfer (SPD) |
| 1999–2004 | Hilmar Wohlgemuth (CDU) |
| 2004–heute | Stephan Böhme (SPD) |
[Bearbeiten] Stadtrat
Der Stadtrat besteht zurzeit aus 40 Abgeordneten. Die aktuelle Sitzverteilung und Stimmenanteile der Parteien nach der Kommunalwahl am 26. September 2004 sowie die Sitzverteilungen nach den Kommunalwahlen 1999, 1994, 1989 und 1984 zeigt die folgende Tabelle:
| Partei | 2004 | 1999 | 1994 | 1989 | 1984 |
|---|---|---|---|---|---|
| CDU | 15 | 17 | 13 | 11 | 12 |
| SPD | 17 | 17 | 20 | 22 | 20 |
| Grüne | 3 | 2 | 4 | 3 | 4 |
| FDP | 5 | 4 | 4 | 5 | 5 |
| Gesamt | 40 | 40 | 40 | 41 | 41 |
Quelle (bis 1994): Landeswahlleiterin NRW[9] [10]
[Bearbeiten] Wappen
Der Stadt Porta Westfalica ist mit Urkunde des Regierungspräsidenten in Detmold vom 12. November 1973 das Recht zur Führung eines Wappens verliehen worden.
Beschreibung lt. Hauptsatzung §2:
Durch Zinnenschnitt in rot und silber (weiß) geteilt. Oben drei silberne (weiße) Zinnentürme, unten ein roter balkenweise gelegter Adlerflügel mit goldenem (gelbem) Kleestengel.
Der untere Teil des Wappens geht auf den unteren Teil des 1939 verliehenen Wappen der Stadt Hausberge zurück. Die Schwinge war wiederum den Wappen der Herren vom Berge entlehnt, deren Stammsitz die Schalksburg bei Hausberge war. Der rote Untergrund des Wappenschilds steht für das Fürstentum Minden bzw. Fürstbistum Minden, zu dem das Gebiet der heutigen Stadt jahrhundertelang gehörte.[11]
Die zeitgleich verliehene Flagge ist von rot und weiß längs gestreift mit dem von der Mitte zur Stange verschobenen Stadtwappen.
[Bearbeiten] Städtepartnerschaften
Hansestadt Demmin (Mecklenburg-Vorpommern), seit 17. Dezember 1990
Waterloo (Illinois/USA), seit 01. Oktober 1980, viele der Bürger Waterloos sind Auswanderer aus der Region des heutigen Porta Westfalicas
Berlin-Kreuzberg, seit 30. August 1968 vereinbart mit dem Amt Hausberge
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
Auf dem Wittekindsberg (276 m ü. NN), der noch zum Stadtgebiet gehört, befindet sich das Kaiser-Wilhelm-Denkmal. Sehenswert ist auch die Altstadt im zentralen Stadtteil Hausberge sowie das Besucherbergwerk Kleinenbremen, eines Ortsteils direkt am Jakobsberg (238m ü. NN) und an der A 2.
Auf dem Jakobsberg befindet sich ein 142 Meter hoher Fernmeldeturm (Typenturm) mit Aussichtsplattform.
[Bearbeiten] Theater
Im Ortsteil Barkhausen befindet sich in einem ehemaligen Steinbruch, direkt unterhalb des Kaiser-Wilhelm-Denkmals, die Goethe-Freilichtbühne. In den Sommermonaten wird dort je ein Erwachsenen- und ein Kinderstück aufgeführt. Weiterhin führt die Theater-AG des städt. Gymnasium Porta Westfalica jedes Jahr Stücke im Schulzentrum Süd auf.
[Bearbeiten] Bauwerke
Sehenswert ist die Wittekindsburg auf dem Kamm des Wiehengebirges. Die Burg wurde im 10. Jahrhundert erbaut und wird heute als Café und Restaurant genutzt. Auf der Anlage befinden sich auch die Fundamente der alten Kreuzkirche.
In Porta Westfalica befindet sich parallel zur Weser der ca. 1,7 km lange, zweiröhrige Weserauentunnel. Der Tunnel, der am 6. Dezember 2002 eingeweiht wurde, soll den Stadtteil Barkhausen vom Durchgangsverkehr entlasten.
[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen
- Trachtenfest am Kaiser-Wilhelm-Denkmal (am Pfingstwochenende)
- Stadtfest im September
- Weihnachtsmarkt in Hausberge (am 1. Adventswochenende)
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
In Porta Westfalica befindet sich das von E.ON betriebene Kohlekraftwerk „Gemeinschaftskraftwerk Weser“. Seit dem 6. Januar 2006 wird in dem Kraftwerk auch Müll verbrannt (Kunststoffe, Textilien, Filme und fotografische Papiere sowie Farb- und Lackabfälle). Gegen diese Müllverbrennung bestehen beträchtliche Widerstände der Bürgerinnen und Bürger aus Porta Westfalica und den Kommunen in der Umgebung.
Die Freizeitanlage Großer Weserbogen bietet umgeben von viel Natur und Wasser eine schöne Camping- und Freibadeanlage. Der Campingplatz ist ganzjährig geöffnet.
[Bearbeiten] Ansässige Unternehmen
- Bernstein AG, Schaltertechnik, Gehäusetechnik, Sensortechnik und Sicherheitstechnik
- Grohe, Sanitärsysteme
- Henkel AG & Co. KGaA, Standort Porta Westfalica, Wasserbasierte Klebstoffe
- Knickmeier Gruppe, Holding, Stahl- und Holzverarbeitende Industrie, Pflegebetten
- Porta Möbel Handelsgesellschaft mbH & Co. KG, Möbelhaus mit derzeit 20 Filialen in Deutschland
- ROSE Systemtechnik, industrielle Gehäusesysteme
- SB Möbel Boss, Möbeldiscounter mit derzeit 74 Filialen in Deutschland
- Schäfers Brot, Backwarenhersteller für Edeka-Gruppe
[Bearbeiten] Verkehr
In Porta Westfalica-Vennebeck befindet sich der Flugplatz Porta Westfalica für Kleinflugzeuge. Der nächste internationale Flughafen liegt im etwa 70 Kilometer entfernten Hannover. Porta Westfalica liegt an der Autobahn A2 und an den Bahnlinien Hannover - Amsterdam und Hannover - Köln.
Der Bahnhof Porta Westfalica wird stündlich von RE-Zügen Düsseldorf - Bielefeld - Minden (Westfalen-Express) und RE-Zügen Bielefeld/Rheine - Osnabrück - Hannover - Braunschweig bedient. Direkte Busverbindungen bestehen nach Minden. Die Stadt gehört dem Verkehrsverbund OstWestfalenLippe (Der Sechser) an.
Siehe auch: Mindener Straßenbahn
Der europäische Fernwanderweg E11 von Den Haag nach Masuren (geplant bis Russland) verläuft durch Porta Westfalica.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
In Porta Westfalica geboren wurden;
- 1835: Marie Schmalenbach (geb. in Holtrup), Dichterin
- 1841: Sophie Henschel (geb. in Costedt), Unternehmerin
- 1894: Dr. Martin Hutze (geb. in Barkhausen), Kommunalpolitiker
- 1939: Manfred Dammeyer (geb. in Hausberge), Politiker
- 1947: Ulrich Daldrup (geb. in Hausberge), Politiker
- 1955: Dierk Homeyer (geb. in Möllbergen), Politiker
[Bearbeiten] Literatur
- Heinz-Peter Mielke: Minden und die Porta Westfalica in alten Ansichtskarten, Flechsig Verlag (1979), ISBN 3-88189-084-X
- Rainer Pape: Reizvolles Werretal. Zwischen Teutoburger Wald und Porta Westfalica, Heka Verlag (1995), ISBN 3-928700-15-4
- Jochen Bergmann: Der unterirdische Krieg an der Porta Westfalica. Untertage-Produktion im Dritten Reich. Kopp Verlag. Rottenburg 2002. ISBN 3-930219-82-4
- Hans-Martin Polte, Hans Münstermann: Hausberge - damals und heute. Eine Stadt ändert ihr Gesicht - Geschichten und Hintergründe aus vier Jahrzehnten, Porta Westfalica, 2008.
[Bearbeiten] Siehe auch
Katastrophen im Schienenverkehr
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen: Amtliche Bevölkerungszahlen
- ↑ Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik NRW: Kommunalprofil Porta Westfalica, Stadt
- ↑ Geologischer Dienst NRW: Geologie, Grundwasser, Lagerstätten, Böden, Baugrund der Gemeinden in NRW. Porta Westfalica.
- ↑ Stadt Detmold. Wetterkarten
- ↑ Spiegel Online vom 7.8.2008 http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,570701,00.html Abrufdatum 7.8.2008
- ↑ Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik: Schüler an allgemein bildenden Schulen in NRW nach der Religionszugehörigkeit
- ↑ Landeswahlleiterin NRW: Das Innenministerium informiert: Endgültiges Ergebnis für Rahden 1999
- ↑ Landeswahlleiterin NRW: Das Innenministerium informiert: Endgültiges Ergebnis für Rahden 2004
- ↑ Landeswahlleiterin NRW: Das Innenministerium informiert: Endgültiges Ergebnis für Porta Westfalica 2004
- ↑ Landeswahlleiterin NRW: Das Innenministerium informiert: Endgültiges Ergebnis für Porta Westfalica 1999
- ↑ Heraldry of the World: Wappen von Hausberge an der Porta
[Bearbeiten] Weblinks
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