Prachtelfe

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Prachtelfe
Prachtelfe

Prachtelfe

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Seglervögel (Apodiformes)
Familie: Kolibris (Trochilidae)
Unterfamilie: Eigentliche Kolibris (Trochilinae)
Gattung: Lophornis
Art: Prachtelfe
Wissenschaftlicher Name
Lophornis magnifius
(Vieillot, 1817)

Die Prachtelfe (Lophornis magnificus) ist eine Vogelart aus der Familie der Kolibris (Trochilidae). Die Art hat ein großes Verbreitungsgebiet, das den Osten, Südosten und Mittel-Brasilien umfasst.

Merkmale[Bearbeiten]

Die Prachtelfe erreicht eine Körperlänge von etwa 7 Zentimeter, bei einem Gewicht von nur 3 Gramm. Die Stirn und die Kehle des Männchens glitzern grün, wobei die Haube rotbraun gefärbt ist. Der Rücken, die Flügeldecken, die Flanken und die mittleren Steuerfedern sind bronzegrün. Dabei weisen sie eine weiße Hinterrückenbinde auf. Die seitlichen verlängerten Halsfedern sind weiß mit einer schwarzgrünen Endbinde und rotbrauner Wurzel. Der Bürzel ist kupferrot gefärbt. Das verwaschene Brustquerband ist bräunlichweiß. Die rotbraunen Unterschwanzdecken haben einen braunen glänzenden Stich. Die Flügel sind schwärzlichpurpurn, die Bauchmitte graubraun. Die seitlichen Schwanzfedern sind rotbraun mit goldbronzefarbenem Saum. Der rote Schnabel ist an der Spitze schwarz, die Füße braun. Bei den Weibchen sind der Hinterkopf, Rücken und die Flügeldecken bronzegrün gefärbt. Der Hinterrücken wird von einer weißlichockerfarbenen Querbinde durchzogen. Der Bürzel ist rötlichbronzegrün, die Stirn und Kehle rostfarben. Die Unterseite wirkt schmutzig graubraun. Die Kehle, die Brust und die Flanken werden von bronzegrünen Flecken durchzogen. Die Unterschwanzdecken sind rotbraun. Die Flügel sind wie beim Männchen schwärzlichpurpurn. Die rotbraunen Schwanzfedern werden nahe dem Ende von eine breiten schwärzlichen Binde durchzogen. Der Oberschnabel ist schwärzlichrot, der Unterschnabel rot mit schwarzer Spitze. Die Beine sind dunkelbraun.[1]

Verbreitung und Lebensweise[Bearbeiten]

Diese Art kommt in Ost- und Zentralbrasilien vor, wo sie in Wäldern und niedriger Vegetation vorkommt. Zu seiner Nahrung zählen Pflanzennektare und Insekten.

Verbreitungskarte der Prachtelfe

Fortpflanzung[Bearbeiten]

In der Balzzeit verfolgen die Männchen, die Weibchen so lange bis diese ihren Flug verlangsamt. Danach stehen sich beide Vögel gegenüber und schlagen mit den Flügeln auf und ab. Das napfförmige Nest, welches sich in Nahe dem Erdboden befindet wird aus Pflanzenteilen und mit Rinde, Spinnfäden u.ä. getarnt. Weitere Angaben zur Brut sind bisher nicht bekannt.

Gefährdung[Bearbeiten]

Obwohl keine Bestandsangaben zur Art vorliegen listet die IUCN diese Art als gering gefährdet (Least Concern) ein.

Etymologie und Forschungsgeschichte[Bearbeiten]

Louis Jean Pierre Vieillot beschrieb die Prachtelfe unter dem Namen Trochilus magnificus. Das Typusexemplar stammte aus Brasilien.[2] Erst später wurde sie der Gattung Lophornis zugeschlagen. Dieser Name leitet sich aus den griechischen Worten »lophos λοφος« für »Mähne, Schopf« und »ornis ορνις« für »Vogel« ab.[3] »Magnificus« ist das lateinische Wort für »prächtig, prunkvoll«.[4]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Rolf Karl Heinz Grantsau: Die Kolibris Brasiliens. Expressão e Cultura, Rio de Janeiro 1988, ISBN 978-8-5208-0101-7.
  • Das große Weltreich der Tiere. Übersetzung aus dem Englischen, S. 278, 279, Hrsg. Philip Withfield, Verlag: Planet Medien AG, Zug 1992, ISBN 3-8247-8614-1
  •  James A. Jobling: Helm Dictionary of Scientific Bird Names. Christopher Helm, London 2010, ISBN 978-1-4081-2501-4.
  •  Louis Jean Pierre Vieillot: Nouveau dictionnaire d'histoire naturelle, appliquée aux arts, à l'agriculture, à l'économie rurale et domestique, à la médecine, etc. Par une société de naturalistes et d'agriculteurs. Bd. 7, Deterville, Paris 1817 (online, abgerufen am 14. Mai 2013).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lophornis magnificus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Prachtelfe – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Rolf Karl Heinz Grantsau, S. 73
  2. Louis Jean Pierre Vieillot, S. 367
  3. James A. Jobling, S. 230
  4. James A. Jobling, S. 237