Lebenszeichen – Proof of Life
| Filmdaten | |
|---|---|
| Deutscher Titel | Lebenszeichen – Proof of Life |
| Originaltitel | Proof of Life |
| Produktionsland | USA |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 2000 |
| Länge | 135 Minuten |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Stab | |
| Regie | Taylor Hackford |
| Drehbuch | Tony Gilroy |
| Produktion | Charles Mulvehill Taylor Hackford |
| Musik | Danny Elfman |
| Kamera | Slawomir Idziak |
| Schnitt | Sheldon Kahn John Smith |
| Besetzung | |
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Lebenszeichen – Proof of Life (Originaltitel: Proof of Life) ist ein Thriller-Drama aus dem Jahr 2000 von Regisseur Taylor Hackford mit Russell Crowe und Meg Ryan in den Hauptrollen.
Inhaltsverzeichnis |
Handlung [Bearbeiten]
Peter Bowman arbeitet als Projektleiter im Auftrag einer Ölfördergesellschaft im fiktiven südamerikanischen Land Tecala an einem Staudamm. Für ihn stehen die humanitären Vorteile des Projekts im Vordergrund, während für die Firma nur der finanzielle Gewinn wichtig ist. Doch die Gesellschaft gerät in Finanznot und wird von einem großen Ölkonzern aufgekauft. Der weitere Bau des Staudamms ist in Gefahr. Von diesem beruflichen Rückschlag belastet gerät Peter auch noch mit seiner Frau Alice in Streit. Während Alice in die Heimat zurückkehren und zudem noch eine frühere Fehlgeburt verarbeiten möchte, bleibt Peter und will um das Staudammprojekt kämpfen. Auf der Fahrt zum Büro gerät er zufällig in einen Hinterhalt der ELT, der „Armee zur Befreiung von Tecala“. Die Gruppierung von Rebellen, die in ihrer Gründungszeit noch marxistische Ziele verfolgte, verdient inzwischen Geld mit dem Drogenanbau, sowie Entführungen und Erpressungen.
Terry Thorne, ein ehemaliger Soldat und inzwischen professioneller Vermittler der internationalen Beratungsfirma Luthan Risk, soll im Auftrag der Versicherung die Verhandlungen mit den Entführern aufnehmen. Als sich herausstellt, dass Peters Firma die Versicherungsbeiträge für Entführungsfälle nicht gezahlt hat, wird Terry von dieser Aufgabe abgezogen.
Terry jedoch fühlt sich Peters Frau verpflichtet, da er ihr schon seine Hilfe versprochen hat, und übernimmt die Verhandlungen auf eigene Faust. Durch zähe Verhandlungen über Funk einigt er sich mit den Entführern auf eine Lösegeldsumme von 650.000 US-Dollar. Währenddessen wird Peter durch die Anden in das Lager der Entführer verschleppt. Dort lernt er den ebenfalls entführten deutschen Missionar Erich Kessler kennen, einen ehemaligen Fremdenlegionär. Von diesem erfährt er auch, dass eine weitere Geisel, ein Italiener, in der Nähe festgehalten wird. Peter und Erich unternehmen einen Fluchtversuch. Erich kann entkommen, Peter wird jedoch verletzt eingeholt und wieder ins Lager zurückgebracht.
Vom geflüchteten Erich erfährt Terry, wo Peter sich aufhält. Zudem erhält er von ihm eine von Peter gezeichnete Lagekarte des Lagers. Dino, ein anderer Profi-Ermittler, der beauftragt ist, die Freilassung des Italieners zu erreichen, will das Lager mit Hilfe von Söldnern erstürmen. Als die Verhandlungen mit den Entführern scheitern, schließt sich Terry diesem Plan an und nimmt selbst an der Befreiungsaktion teil.Alice anfangs misstrauisch Terry gegenüber, lernt diesen von einer anderen Seite kennen, als er eines abends von seinem Sohn erzählt und sich Alice öffnet. Der sonst eher zurückhaltende Terry fühlt sich immer mehr zu Alice hingezogen und sie zu ihm. Beide kommen sich näher, kurz bevor Terry aufbricht um Alice Mann Peter zu befreien. Terrys Mitkämpfer warnt ihn vor einer Bindung mit einer Mandantin, die zudem noch verheiratet ist. Es gelingt ihnen, die Gefangenen gewaltsam zu befreien.Obwohl Alice glücklich ist, ihren Mann heil wieder zu bekommen, fühlt sie sich immer noch sehr zu Terry hingezogen und gesteht ihm ihre Gefühle, kurz bevor sie dabei ist, das Land mit ihrem Mann zu verlassen. Terry versucht stark zu sein und unterdrückt seine Gefühle für sie. Alice verlässt im Auto mit Peter den Flugplatz.
Hintergrund [Bearbeiten]
- Der Film wurde inspiriert vom Artikel „Adventures in the Ransom Trade“ des Journalisten William Prochnau in der Zeitschrift Vanity Fair über Vermittler von Entführungsfällen, sowie vom Buch „Long March to Freedom“ von Thomas Hargrove, einer autobiographischen Erzählung seiner eigenen Entführung in Kolumbien.[1]
- Der Film wurde hauptsächlich in Ecuador gedreht, in dessen Hauptstadt Quito, sowie in London und einige Szenen in Polen.[2]
- Der Abspann endet mit der Zeile „in memory of Will Gaffney“. Gaffney war ein Lichtdouble von David Morse und kam während der Dreharbeiten in Ecuador bei einem Autounfall ums Leben.
- In der Entführungsszene sieht man einen Schulbus, dessen Schulkinder kommen aus der Deutschen Schule in Quito, dem Colegio Alemán Quito.[3]
- Kinostart in den USA war am 8. Dezember 2000, in Deutschland am 22. März 2001.
- Die Produktionskosten betrugen schätzungsweise 65 Millionen US-Dollar. Der Film spielte in den Kinos weltweit rund 63 Millionen US-Dollar ein, davon rund 32 Millionen US-Dollar in den USA.[4]
- Für das schwache Einspielergebnis machte Regisseur Taylor Hackford unter anderem seine beiden Hauptdarsteller Meg Ryan und Russell Crowe verantwortlich, da diese sich geweigert haben sollen, Werbung für den Film zu machen. Außerdem führte Hackford die Berichterstattung über die Liebesaffäre zwischen den Hauptdarstellern ebenso als Grund für die mäßigen Zuschauerzahlen an. Die Presseberichte hätten sich nur auf deren Liebesaffäre konzentriert und den Film in den Hintergrund gedrängt. Ryan und Crowe verliebten sich während der Dreharbeiten ineinander, daraufhin trennte sich Meg Ryan auch von ihrem bisherigen Partner Dennis Quaid.
Kritiken [Bearbeiten]
- Das Lexikon des internationalen Films schrieb 2007, der Film verbinde „eine Fülle an (Genre-)Zutaten zu einer unausgegorenen Mischung“. Er kranke vorwiegend „an seiner blassen Hauptdarstellerin, die kein Profil“ gewinne.[5]
- Die Zeitschrift Gong schrieb 2010: Top besetzter, geradliniger Film, der trotz der vielen Action den Charakteren noch genug Raum zur Entfaltung gibt. Russell Crowes und Meg Ryans glaubwürdiges Spiel des Gewissenskonflikts rundet den stimmigen Mix aus spannendem Thrill und Romantik sehr gut ab.[6]
Auszeichnungen [Bearbeiten]
- Danny Elfman wurde für die Filmmusik für einen Golden Satellite Award 2001 nominiert.
- Russell Crowe, Meg Ryan, David Caruso und Pamela Reed wurden für einen Blockbuster Entertainment Award 2001 als beliebteste Schauspieler nominiert.
Quellen [Bearbeiten]
- ↑ Text-Einblendung am Ende des Films
- ↑ http://www.imdb.de/title/tt0228750/locations
- ↑ http://www.caq.edu.ec/index.php?id=120&L=1
- ↑ http://www.boxofficemojo.com/movies/?id=proofoflife.htm
- ↑ Lebenszeichen – Proof of Life im Lexikon des Internationalen Films, abgerufen am 19. Juli 2007
- ↑ Kritik des Films in Gong Nr. 15, 2010, S. 77
Weblinks [Bearbeiten]
- Lebenszeichen – Proof of Life in der Internet Movie Database (englisch)
- Sammlung von Kritiken zu Lebenszeichen – Proof of Life bei Rotten Tomatoes (englisch)
- Zeitungskritiken zu Lebenszeichen – Proof of Life auf Metacritic.com (englisch)