Proportionale Schriftart

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Proportionalschrift

Als Proportionale Schriftart, auch Proportionalschrift, werden Schriftarten bezeichnet, bei denen jedes Zeichen die Breite einnimmt, die es optisch benötigt. Sie stehen im Gegensatz zu nichtproportionalen Schriftarten, auch Festbreitenschriften genannt, bei denen alle Zeichen gleich breit sind.

Beschreibung[Bearbeiten]

Beispiel für eine Proportionale Schrift

Proportionalschriften sind in der Regel besser lesbar als Festbreitenschriften, da die Buchstaben nur den Platz bekommen, den sie von ihrer Grundform her brauchen und ein i zum Beispiel nicht übermäßig verbreitert wird.[1] Die proportionale Schriftart wird heute wieder überwiegend eingesetzt, nachdem der Computer die Rolle der Schreibmaschine, die mit einer Festbreitenschrift arbeitet, übernommen hat. Eine Ausnahme hiervon sind Programm-Quelltexte in Texteditorprogrammen. Die meisten typographischen Regeln sind nur bei Verwendung von proportionalen Schriftarten sinnvoll.

Definition[Bearbeiten]

Als Proportionalschrift gelten alle Schriftarten mit einer variablen Teilung. Hierzu gehören beispielsweise die Computerschrifarten Arial und Times New Roman. Bei der Proportionalschrift ist der Abstand vom Ende eines Buchstaben bis zum Anfang des folgenden Buchstaben oder Zeichen identisch.[2]

Literatur[Bearbeiten]

 Torsten Stapelkamp: Informationsvisualisierung. Web – Print – Signaletik. Erfolgreiches Informationsdesign: Leitsysteme, Wissensvermittlung und Informationsarchitektur. Springer Verlag, ISBN 9783642020766, S. 221 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche, abgerufen am 6. September 2014).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Liste verfügbarer Schriftarten. Microsoft, abgerufen am 6. September 2014 (Bei proportionalen Schriftarten wird berücksichtigt, wie sich die Form der Zeichen auf die visuelle Darstellung auswirkt, wenn die Zeichen kombiniert werden.).
  2. Lutz Hering, Heike Hering: Technische Berichte. Verständlich gliedern, gut gestalten, überzeugend vortragen. Vieweg & Teubner, Wiesbaden 2012, ISBN 978-3-834-81586-6. S. 267.