Quia nonnunquam

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Quia nonnumquam ist eine Päpstliche Bulle vom 26. März 1322, mit ihr greift Papst Johannes XXII. erneut in den Armutsstreit der Franziskaner ein.

Diskussionsfreiheit[Bearbeiten]

Mit dieser Bulle ging er gegen die vermeintliche Häresie der Spiritualen und somit gegen die fundamentalen Entwicklungen des Franziskanerordens vor. Der Papst hob das von seinem Vorgänger Nikolaus III., in dessen Bulle Exiit qui seminat (1279), angeordnete Diskussionsverbot auf und eröffnete damit einen neuen Streit über das Armutsideal der Franziskaner.

Folge[Bearbeiten]

Die Ordensoberen reagierte auf dem Generalkapitel, welches über Pfingsten 1322 in Perugia abgehalten wurde. Sie erhoben beim Papst Einspruch und sandten ihm einen Brief, sie forderten die Aufhebung dieser Anordnung und verlangten die Wiederherstellung der von Nikolaus III. aufgestellten Regeln. Darüber hinaus stellten sie den Antrag gegen den Orden keine weiteren Bullen oder Dekretalen zu richten. Der Papst seinerseits reagierte mit der nächsten Bulle Ad conditorem canonum und bekräftigte darin seine Anweisungen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Michael von Cesena; Armutsstreit

Weblinks[Bearbeiten]