Quoted-printable

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Die Quoted-Printable-Kodierung ist ein Verfahren, bei dem Bytes außerhalb des ASCII-Zeichensatzes speziell kodiert werden. Sie ist ein Proposed Standard und im RFC 2045 definiert. Sie wird vor allem als zusätzliche Kodierung bei E-Mails verwendet, da bis heute nicht sichergestellt ist, dass alle Zwischenstellen beim E-Mail-Versand sämtliche 8-Bit-Zeichen (entspricht 256 Möglichkeiten pro Byte) verarbeiten können; die ursprüngliche E-Mail-Spezifikation sah nur 7 Bit vor (128 Möglichkeiten pro Byte).

Um trotzdem Zeichen aus dem Bereich 128–255 verwenden zu können, ohne dabei die Kompatibilität zu älteren Systemen zu gefährden, werden diese Zeichen zusätzlich kodiert. Dabei werden sämtliche Bytes außerhalb der dezimalen Bereiche 9, 32–60 und 62–126 durch ein =-Zeichen (ASCII-Wert 61), gefolgt vom Hexadezimalwert des Bytes, ersetzt.

Um die Länge der Zeilen auf 76 Zeichen zu begrenzen, wird bei längeren Zeilen nach meist 75 Zeichen ein = an das Zeilenende gesetzt und der Text in der nächsten Zeile fortgesetzt. Der auf diese Weise erzwungene Zeilenumbruch wird beim Dekodieren wieder entfernt.

Beispiel[Bearbeiten]

Hätten Hüte ein ß im Namen, wären sie möglicherweise keine Hüte mehr,
sondern Hüße.

Dieser Text im Zeichensatz ISO 8859-1 als quoted-printable kodiert:

H=E4tten H=FCte ein =DF im Namen, w=E4ren sie m=F6glicherweise keine H=FCte=
 mehr, 
sondern H=FC=DFe.

Man erkennt die kodierten Umlaute sowie den erzwungenen Zeilenumbruch nach dem Wort „Hüte“, bei dem das Leerzeichen in die nächste Zeile verschoben wird. Der ursprünglich vorhandene Zeilenumbruch hinter „mehr,“ ist noch ohne ein = am Ende vorhanden und wird beim Dekodieren beibehalten.

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Weblinks[Bearbeiten]