Regalecus glesne

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Regalecus glesne
Ein 1996 an der Pazifikküste der USA angespülter Riemenfisch

Ein 1996 an der Pazifikküste der USA angespülter Riemenfisch

Systematik
Ctenosquamata
Acanthomorphata
Ordnung: Glanzfischartige (Lampriformes)
Familie: Riemenfische (Regalecidae)
Gattung: Regalecus
Art: Regalecus glesne
Wissenschaftlicher Name
Regalecus glesne
Ascanius, 1772

Der Riemenfisch Regalecus glesne ist ein bandförmiger, sehr langer Meeresfisch aus der Ordnung der Glanzfischartigen (Lampriformes). Im Guinness-Buch der Rekorde wird er als längster Knochenfisch geführt.

Er kommt weltweit in allen Ozeanen zwischen 72° nördlicher Breite und 52° südlicher Breite vor, auch im Mittelmeer. Sein Lebensraum reicht von 200 bis 1500 Meter Tiefe.

Merkmale[Bearbeiten]

Junger Riemenfisch

Diese Riemenfische können 17 Meter lang werden, bleiben aber normalerweise bei einer Länge von fünf bis acht Metern.[1] Das maximale veröffentlichte Gewicht liegt bei 272 kg. Ihr Körper ist bandartig schmal und lang, mit Punkten sowie blauen und schwarzen Streifen auf silbrigem Grund. Der Kopf ist bläulich, die sich fast über die ganze Körperlänge erstreckende Rückenflosse dagegen leuchtend rot. Sie wird von etwa 400 Weichstrahlen gestützt. Die zehn bis zwölf Hartstrahlen bilden einen roten Dorsalkamm auf dem Kopf. Bei Erregung werden diese an den Enden verdickten und nur an der Basis durch eine Flossenmembran verbundenen Strahlen gespreizt. Die Bauchflossen bestehen nur aus einem einzigen, sehr langen, riemenartigen Flossenstrahl. Regalecus glesne hat 40 bis 58 Kiemenreusenstrahlen.[2]

Aufgrund ihrer Größe und ihres Aussehens wird vermutet, dass Riemenfische den Ursprung für viele Legenden von Seeschlangen darstellen. Der rote Dorsalkamm entspricht dabei der feuerroten Mähne, die viele Seeschlangen haben sollen.

Lebensweise[Bearbeiten]

Riemenfische ernähren sich vor allem von Krill, außerdem fressen sie kleine Fische und Kopffüßer. Laichzeit ist von Juli bis Dezember. Die Larven leben nahe der Meeresoberfläche.

Literatur[Bearbeiten]

  • Fiedler, Kurt: Lehrbuch der Speziellen Zoologie, Band II, Teil 2: Fische. S. 329, Gustav Fischer Verlag, Jena 1991, ISBN 3-334-00339-6
  • Paxton, J. R., und Eschmeyer, W. N. (hrsg.): Encyclopedia of Fishes. Academic Press, San Diego 1998, ISBN 0-12-547665-5

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Regalecus glesne in der Encyclopedia of Life. Dort belegt mit Paxton u. Eschmeyer 1998. Abgerufen am 22. Mai 2013.
  2. Joseph S. Nelson: Fishes of the World, John Wiley & Sons, 2006, ISBN 0-471-25031-7

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Regalecus glesne – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien