Remastering

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Unter Remastering versteht man in der Audio- und auch in der Videonachbearbeitung in der Regel ein nochmaliges Durchführen des Masterings. Meistens wird dieser Begriff im Zusammenhang mit älteren Audio- und Videoaufnahmen verwendet, die für eine Wiederveröffentlichung auf Audio-CD oder DVD neu gemastert wurden („digitally remastered“).

Audio-Remastering[Bearbeiten]

Der Remaster-Prozess kann sich dabei von einem normalen Masteringvorgang bis hin zu einer kompletten Restaurierung des vorhandenen Materials erstrecken. Durch Remastering können bei älteren monauralen oder stereofonen Klangquellen unerwünschte Störgeräusche und Rauschen entfernt oder zumindest minimiert werden und somit eine bestmögliche Klangqualität erreicht werden.

Weiterhin kann beim Remastering aus noch vorhandenen Mehrspuraufnahmen eine völlig neue Abmischung vorgenommen werden; damit entsteht ein so genannter Remix. Somit können selbst aus älteren Quellen heute Versionen mit zeitgemäßer geringerer Dynamik und sogar Dolby-Digital-Mehrspurversionen hergestellt werden. Dieses Verfahren wird z. B. bei vielen älteren Filmen angewendet, die neu auf DVD erscheinen. Auch wenn keine Mehrspuraufnahmen mehr vorhanden sind und nur ein Mono- oder Stereo-Master vorliegt, ist eine mehrspurige Raumklang-Bearbeitung vielfach möglich (Upmix). Eine Variante ist z. B. das Ambient Surround Imaging (AMSI).

Grundsätzlich können beim Remastering die gleichen Bearbeitungsmöglichkeiten wie beim Mastering angewendet werden.

Video-Remastering[Bearbeiten]

Auch bei Video und Filmmaterial wird der Begriff des „Remastern“ verwendet. Hier versteht man unter diesem Begriff das Abtasten von Film- und Videomaterial für die DVD- bzw. Blu-ray-Herstellung. Nach der Abtastung kann das digitalisierte Videomaterial dann nachbearbeitet werden, in dem man Kratzer oder Beschädigungen der Filmkopie digital entfernt oder eine Farbkorrektur durchführt. Sofern ein Film restauriert wird und dafür ein neues Negativ erstellt wird, spricht man in Abgrenzung zum Remastern von Filmrestaurierung.

Verwendung in der Werbung[Bearbeiten]

Problematisch ist zuweilen die Verwendung des Begriffs „digitally remastered“ in der Werbung. Da bereits das technische Bereitstellen einer älteren Klangquelle für die Veröffentlichung auf einem digitalen Speichermedium ein Re-Master im eigentlichen Sinn darstellt, sichert der Begriff keineswegs immer auch die Optimierung des Materials für heutige Hi-Fi-Anforderungen zu. Gerade im unteren Preissegment finden sich so viele Neuveröffentlichungen von älteren, meistens urheberrechtsfreien Audio- und Videomaterialien, die zwar remastered wurden, aber trotzdem Mängel aufweisen oder „remastered“ Alben durch Komprimieren des Dynamikumfangs so verändert werden, dass sie klanglich große Differenzen gegenüber dem Original aufweisen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Hubert Henle: Das Tonstudio Handbuch. 5. Auflage, GC Carstensen Verlag, München 2001, ISBN 3-910098-19-3.

Siehe auch[Bearbeiten]