Riedelbach

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50.3013888888898.3936111111111435Koordinaten: 50° 18′ 5″ N, 8° 23′ 37″ O

Riedelbach
Gemeinde Weilrod
Wappen von Riedelbach
Höhe: 435 m
Einwohner: 1046 (31. Dez. 2011)
Eingemeindung: 1. Dezember 1970
Eingemeindet nach: Weilnau
Postleitzahl: 61276
Vorwahl: 06083
Karte

Lage von Riedelbach in Weilrod

Luftbild Riedelbach

Riedelbach ist ein Ortsteil der Gemeinde Weilrod im Hochtaunuskreis, Hessen.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Riedelbach liegt im östlichen Hintertaunus im Naturpark Taunus, nordwestlich des Großen Feldberg. Das Dorf liegt in einer nach Nordosten öffnenden Talmulde, die den gleichnamigen Bach zum Weiltal hin abfließen lässt, wo er bei Neuweilnau in die Weil mündet. Die Bundesstraße 275 führt am Ort vorbei. Die Gemarkung liegt in einer Höhenlage von 380 Meter bis 545 Meter über NN. Die höchste Erhebung in der Gemarkung ist der Wolfsküppel mit einer Höhe von 545 m ü. NN. Nachbarorte sind Cratzenbach (nördlich), Neuweilnau (nordöstlich), Finsternthal (südöstlich), Mauloff (südlich), Reichenbach (südwestlich) und Steinfischbach (südwestlich).

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort wurde 1316 erstmals schriftlich erwähnt, vermutlich dürfte es nach seiner Namensform in der Zeit des Hochmittelalters (etwa zwischen 900 und 1200) entstanden sein. 1394 wurde es „Rodylnbach“ genannt. 1520 hieß der Ort „Rottelbach“. Der Dreißigjährige Krieg machte dem Dorf, wie auch vielen umliegenden Dörfern, schwer zu schaffen. Im Jahre 1615 lebten 170 Menschen im Ort, 25 Jahre später waren es nur noch 30 Personen. Im Jahre 1835 wurde im alten Rathaus vom ersten Riedelbacher Schullehrer unterrichtet. 1842 wurde das neue Schulgebäude, das heute den Kindergarten beheimatet, eingeweiht.

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen schlossen sich die Gemeinden Riedelbach sowie weitere Gemeinden am 1. Dezember 1970 auf freiwilliger Basis zur Gemeinde Weilnau zusammen, bevor diese Gemeinde am 1. August 1972 mit mehreren bis dahin selbstständigen Gemeinden durch ein Landesgesetz zur Gemeinde Weilrod zusammengeschlossen wurde.[1][2]

Riedelbacher Heide[Bearbeiten]

Oberhalb des Dorfes, in der Nähe des Riedelbacher Segelflugplatzes und der Rennstraße, hat sich die bedeutsame Riedelbacher Heide mit dem größten Wacholderbestand im Hintertaunus erhalten. Von dort hat man einen guten Fernblick auf den Pferdskopf. Die Riedelbacher Heide dient im Sommer sowie im Winter als Treffpunkt der Riedelbacher Jugend.

Bildung[Bearbeiten]

Max-Ernst-Schule[Bearbeiten]

Max-Ernst-Schule
Dorfgemeinschaft

Im Nordwesten von Riedelbach befindet sich die Max-Ernst-Schule der Gemeinde Weilrod. Diese ist eine Haupt- und Realschule mit angeschlossener Nachmittagsbetreuung. Im Jahr 1967 wurde das Schulzentrum „Weil-Ems“ mit einer Grund-, Hauptschule mit Förderstufe und einer Turnhalle gebaut. Von 2005 bis 2008 wurden umfangreiche Erweiterungs- und Umbauten am Gebäudekomplex durchgeführt. Am 6. September 2008 fand die offizielle Einweihungsfeier der neuen Schule und die Namensänderung der Haupt- und Realschule in „Max-Ernst-Schule“ statt.

Grundschule "Am Sommerberg"[Bearbeiten]

Die Grundschule wurde im Jahr 1967 als Schulzentrum „Weil-Ems“ gebaut. Im Jahr 1972 wurde diese selbständig. 1995 wurde mit dem Erweiterungsbau begonnen und 1997 erfolgte die Einweihung und neue Namensgebung für die Mittelpunktgrundschule Riedelbach. 2000 wurde die neue Sporthalle eingeweiht und seit 2007 wurde ein pädagogisches Nachmittagsprogramm eingeführt. Das Einzugsgebiet der Grundschüler reicht von den Orten Altweilnau, Finsternthal, Mauloff, Neuweilnau, Riedelbach (alle Gemeinde Weilrod), Hunoldstal, Brombach, Treisberg (alle Gemeinde Schmitten) und aus dem angrenzenden Rheingau-Taunus-Kreis mit den Orten Niederems, Reichenbach, Steinfischbach und Wüstems (alle Gemeinde Waldems).

Segelflug[Bearbeiten]

Nördlich des Ortes befindet sich das Segelfluggelände Riedelbach (514 m MSL). Das Gelände ist damit eines der am höchsten gelegenen Fluggelände Hessens. Der Platz wird betrieben vom Sportfliegerclub Riedelbach e.V.[3] Dort findet in der Mehrheit Segelflugbetrieb mit den vereinseigenen Segelflugzeugen sowie dem vereinseigenen Motorsegler statt. Der Platz hat zum Windenstart eine Seilwinde vom Typ "Tost" die über rund 1000 m Seilauszug verfügt.

Quellen[Bearbeiten]

  • Weilrod Ortsteil Info: Riedelbach

(Martha und Rudi Kaethner, Eugen Ernst)

  • Schulbildungseinrichtungen in der Gemeinde Weilrod
  • Mittlere Höhe von Riedelbach: TK Kompass - Östlicher Taunus 840 - 1:50.000

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gesetz zur Neugliederung des Obertaunuskreises und des Landkreises Usingen vom 11. Juli 1972 In: GVBl. I 1972, 227
  2. Gerstenmeier, K.-H. (1977): Hessen. Gemeinden und Landkreise nach der Gebietsreform. Eine Dokumentation. Melsungen. S. 276
  3. Sportfliegerclub Riedelbach im Internet

Weblinks[Bearbeiten]