Rindenmulch

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Rindenmulch (10 bis 40 mm; Kiefer)

Rindenmulch ist zerkleinerte, unfermentierte Baumrinde ohne weitere Zusätze. Sie findet insbesondere als Bodenabdeckung Anwendung.

Durch die Rindenmulchauflage wird das Wachstum unerwünschter Beikräuter deutlich erschwert, der Mulch ist daher sehr gut für Ecken des Gartens oder der Anlage geeignet, an die man als Gärtner schlecht oder fast nicht herankommt. Der Boden unter dem Rindenmulch trocknet nicht so schnell aus und bleibt länger feucht. Zudem siedeln sich vermehrt Kleinstlebewesen an, die die Fruchtbarkeit des Bodens auf Dauer erhöhen.

Da bei der Verrottung dem Boden Stickstoff entzogen wird, sollte man Hornspäne mit dem Substrat vermischen. Außerdem sind nur Sträucher, Hecken und Ähnliches zu mulchen, nicht Gemüse- oder Blumenbeete. Ideal ist er unter Tannen oder an Lebensbaumhecken.

Des Weiteren findet Rindenmulch auch in der Terraristik Verwendung. Dort wird er bevorzugt unbehandelt als Bodensubstrat verwendet.

Mögliche Probleme[Bearbeiten]

Es gibt keine gesetzliche Regelung woraus Rindenmulch bestehen muss. Er muss nicht einmal aus Rinde bestehen, sondern kann sich auch vollständig aus Fremdstoffen zusammensetzen, solange diese pflanzlichen Ursprunges sind.

Ein weiteres Problem ist Cadmium, welches in Rindenmulch enthalten ist. Dieses sehr giftige Schwermetall ist im Gestein und in Böden natürlicherweise vorhanden, jedoch führt die zunehmende Versauerung deutscher Waldböden, vor allem von Fichtenholzbeständen dazu, dass die Säure das fest gebundene Cadmium aus dem Gestein löst und dadurch für die Pflanzen verfügbar wird. Diese nehmen das Cadmium über die Wurzeln auf und lagern es in der Rinde ein.[1]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Rindenmulch – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. ndr: Augen auf beim Rindenmulch-Kauf. Abgerufen am 17. Juli 2013.