Thaddäus Rinderle

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Geographisch-astronomische Uhr (1787)
Deutsches Uhrenmuseum
Grabmal von Thaddäus Rinderle auf dem Friedhof von Staufen

Thaddäus Rinderle (eigentlich: Mathias Rinderle) (* 3. Februar 1748 in Staufen; † 7. Oktober 1824 in Freiburg im Breisgau) war ein deutscher Mathematiker.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Rinderle stammte aus einfachen Verhältnissen; er war der Sohn eines Landpächters. Im Alter von 19 Jahren trat er in den Benediktinerorden in St. Peter im Schwarzwald ein und nahm seinen Mönchsnamen Thaddäus an. Später wurde er Mathematikprofessor an der Universität Freiburg im Breisgau. Er sollte der letzte Professor dieser Universität sein, der noch im Mönchshabit lehrte.

[Bearbeiten] Der Uhrenpater

Rinderle, der sich seit jeher für Technik und speziell für den Uhrenbau interessiert hatte, konstruierte 1787 eine geographisch-astronomische Uhr, die 1859 als erstes nachweislich käuflich erworbenes Objekt in den Besitz der Uhrmacherschule Furtwangen, der Vorgängerinstitution des Deutschen Uhrenmuseums überging. Rinderle wird im Tagebuch seines Abtes Speckle oft als Uhrenpater bezeichnet. Er gab sein Wissen an die Bevölkerung der umliegenden Dörfer weiter.

[Bearbeiten] Grabstein

Rinderle wurde auf dem Alten Friedhof in Freiburg begraben. Sein Grabstein blieb erhalten und befindet sich heute unter dem Dach der Einsegnungshalle des Friedhofs in Staufen. Die von Rinderle selbst verfasste Inschrift lautet:

Vieles hat er bestimmt mathematisch mit Ziffer und Buchstab. Aber die Stunde des Tods bleibt unbekannter als x.

Nach Thaddäus Rinderle ist seit 1978 eine Grund- und Hauptschule in Staufen benannt.

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Thaddaeus Rinderle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Literatur

  • Johann Wenzel: Die astronomisch-geographische Uhr von Pater Thaddäus Rinderle. Furtwangen: Deutsches Uhrenmuseum, 2007. ISBN 3-922-67320-1, EAN 978-3-922-67320-0.
  • Kurt Schmidt: Thaddäus Rinderle (1748-1824), Mönch und Mathematiker. München: Bayerische Benediktinerakademie; St. Ottilien: EOS-Verlag, 1981. ISBN 3-88096-625-7
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