Ross-Lenkung

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Die Ross-Lenkung (oft auch Einfingerlenkung genannt) ist ein Lenkgetriebe, das der US-amerikanischen „Ross Gear and Tool Company Inc.“ patentiert wurde. Am Ende der Lenksäule sitzt eine Schnecke, in die ein an der Fingerhebelwelle befindlicher fester oder rollengelagerter Lenkfinger eingreift. Die Drehung des Lenkrades bzw. der Lenksäule wird zunächst in eine Schwenkbewegung der Fingerhebelwelle umgesetzt. An deren anderem Ende ist der Lenkstockhebel befestigt, der die Bewegung über das Lenkgestänge und die Spurstangen weiter an die Achsschenkel überträgt.

Die Ross-Lenkung ist günstig herzustellen und leicht und erschütterungsfrei zu handhaben. Sie besitzt wenig Spiel, einen selbsttätigen Rücklauf und kann leicht eingestellt werden. Die Konstruktion wurde zum Beispiel im bis 1967 gebauten VW Transporter T1 verwendet.

Mit einer Lizenz von Ross Gear & Tool produzierte ab 1932 die Zahnradfabrik Friedrichshafen diese Lenkgetriebe.

Die der Gemmer Manufacturing Co. patentierte Gemmer-Lenkung ist eine Weiterentwicklung, ohne die Ross-Patente zu verletzen. Statt eines Lenkfingers greift eine Rolle mit umlaufenden Zähnen in die Lenkschnecke ein, was Lenkkräfte und Verschleiß verringert. Sie ist daher auch unter dem Namen Rollenlenkung bekannt.

Weblinks[Bearbeiten]

Die ZF-Ross-Lenkung auf zf.com/media, abgerufen am 19. November 2014