Round-up

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Dieser Artikel behandelt ein Karussell; zu anderen Bedeutungen siehe Roundup (Begriffsklärung).
Round-up
Antrieb eines Round-up

Das Round-up respektive Roundup ist ein klassischer Karusselltyp, bei dem die Fahrgäste wie in einer Zentrifuge mithilfe der Fliehkraft an die Außenwand gedrückt werden.

Aufbau[Bearbeiten]

Gitterkäfige mit Bodenplatten sind am Ende von um einen zentralen Drehkranz angebrachten Auslegern montiert. In jedem Gitterkäfig gibt es drei Stehplätze für die Mitfahrer. Durch die von schneller Drehung erzeugten Fliehkräfte „kleben“ die Fahrgäste an der Wand. Das Karussell wird dabei von Reibrädern, die an einen umlaufenden Ring drücken in Bewegung gesetzt. Die rotierende Konstruktion wird durch einen hydraulisch angetriebenen Arm auf bis zu rund 75° angehoben.

Geschichte[Bearbeiten]

Das erste Round-up wurde 1954 von Frank Hrubetz in den USA gebaut. Gustav Emde war 1957 der Erste, der ein solches Karussell aus US-amerikanischer Produktion importierte und damit auf Volksfesten in Deutschland reiste. Eine Innovation bei Fahrgeschäften stellte zu dieser Zeit der hydraulische Antrieb des Armes dar. Da sich das Konzept großer Beliebtheit bei den Kirmesbesuchern erfreute, wurden um die Nachfrage zu erfüllen, ab 1958 auch bei der deutschen „Maschinenfabrik Klaus“ Round-ups gefertigt.

Dank ihrer spektakulären Fahrweise und des kompakten Stellplatzes gehörten Round Ups bis Anfang der 1980er Jahre zu den häufigsten und beliebtesten Fahrgeschäften auf deutschen Festplätzen. Heute sieht man die Anlagen nur noch selten. Mittlerweile sind jedoch wieder einige renovierte Anlagen in Deutschland auf Reise.

Seit dem Jahr 2006 hat das Fort Fun Abenteuerland ein eingehaustes Round-up mit Licht- und Soundeffekten als Dark Raver in Betrieb. Auch der Heide-Park betreibt eine Anlage, die 2009 generalüberholt wurde und seitdem als Huracan ein Teil des Mayatals ist.

Literatur[Bearbeiten]

  • Karl Ruisinger: Kirmes Special. Gemi Verlags GmbH, Reichertshausen 2006, ISBN 3-9808913-3-X