Safeword

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Das Safeword ist ein bei Praktiken im Bereich des BDSM verwendetes Signalwort, mit dem der empfangende Partner anzeigen kann, dass er die Handlung nicht fortsetzen möchte.

Im Rahmen einvernehmlich ausgeführter Praktiken gilt ein ausgesprochenes Safeword (auch aus rechtlichen Gründen) als unbedingte Verpflichtung zum sofortigen Aufhören. Es werden zwei Arten von Safewords unterschieden: Das erste Safeword wird zwischen den Partnern vereinbart und soll die Intensität der momentan ausgeführten Aktion verringern („Slowword“), während das zweite Safeword den Abbruch der gesamten Session zur Folge haben sollte.

Als Safewords werden üblicherweise Begriffe verwendet, die in der teilweise ritualisierten Interaktion fremd und auffällig wirken, um ein verlässlicheres „Stopp“-Signal abzugeben. Sehr weit verbreitet als zweites Safeword ist Mayday.[1] Ursprünglich stammt dies wohl von dem französischen „M'aidez!“ (deutsch: „Helft Mir!“). Als nonverbaler Abbruchcode wird oft ein dreimaliges (notfalls wiederholtes) Klopfen vereinbart, wie es auch bei diversen Kampfsportarten üblich ist. Gerne wird auch die „Ampel“ als „Safeword“ verwendet:[2] Grün = alles okay / Gelb = Vorsicht, nicht stärker oder weiter / Rot = STOPP, aufhören!

Andere Vereinbarungen, wie beispielsweise abgestufte Handzeichenkombinationen, sind situationsabhängig ebenfalls möglich. Von gleichzeitigem Knebeln des Mundes und dem Verbinden der Augen wird abgeraten, da Handzeichen gerade im Rahmen einer Session leicht übersehen werden können und deswegen Blickkontakt generell empfehlenswert ist.

Darüber hinaus gibt es auch Okay-Codes, deren Ausbleiben zu einem sofortigen Abbruch des Spiels führen würden.[1] Beispiele hierfür können unter anderem direkter Augenkontakt oder das Verschränken der Arme hinter dem Kopf sein. Solche Gestiken sind vor allem bei Spielen von existenzieller Bedeutung, die unter Wasser stattfinden.

Der effiziente und vertrauensvolle Umgang mit Safewords ist eine der absolut notwendigen Voraussetzungen für BDSM.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Matthias T. J. Grimme: Das Bondage-Handbuch. Charon-Verlag, 2005, ISBN 3-931406-16-4, S. 76.
  2. Matthias T. J. Grimme: Das Bondage-Handbuch. Charon-Verlag, 2005, ISBN 3-931406-16-4, S. 77.

Literatur[Bearbeiten]

  • Matthias T. J. Grimme: Das SM-Handbuch. Charon-Verlag 2002, ISBN 3-931406-01-6. (Ein eher technisches Handbuch mit Schwerpunkten bei der Erklärung von Praktiken und Sicherheitshinweisen)
  • Jay Wiseman: SM 101: A Realistic Introduction. Greenery Press (CA), 1998, ISBN 0-9639763-8-9.
  • Phillip Miller, Molly Devon, William A. Granzig (Vorwort): Screw the Roses, Send Me the Thorns: The Romance and Sexual Sorcery of Sadomasochism. Mystic Rose Books, 1995, ISBN 0-9645960-0-8.
  • Dossie Easton, Janet W. Hardy: The New Topping Book. Greenery Press (CA), 2002, ISBN 1-890159-36-0.
  • Dossie Easton, Janet W. Hardy: The New Bottoming Book. Greenery Press (CA), 1998, ISBN 1-890159-35-2.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]