Samantha Smith

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.

Samantha Reed Smith (* 29. Juni 1972 in Houlton, Maine; † 25. August 1985 in Auburn, Maine) war eine US-amerikanische Schülerin, Friedensaktivistin und Schauspielerin.

Leben[Bearbeiten]

Samantha Smith wurde 1972 in der Kleinstadt Houlton im Neuengland-Staat Maine geboren. Ihr Vater Arthur Smith arbeitete als Literaturdozent an der Universität von Maine in Augusta und Mutter Jane Reed als Sozialarbeiterin. Ab 1980 besuchte sie die Manchester Elementary School.

Im November 1982 schrieb die damals Zehnjährige Samantha Smith einen Brief an den damals frisch gewählten KPdSU-Generalsekretär Juri Andropow, in dem sie ihm zu seinem neuen Amt gratulierte und ihre Sorge vor einem Nuklearkrieg zwischen den Weltmächten ausdrückte.[1] Ihr Brief wurde in der damals bedeutendsten russischen Tageszeitung Prawda veröffentlicht. Dass ihr Brief zur Kenntnis genommen wurde, erfreute Samantha Smith, jedoch vermisste sie eine Antwort und wandte sich deshalb an den sowjetischen Botschafter in Washington, D.C..

Samantha Smith (mitte) besucht das Pioniercamp Artek in der UdSSR (Juli 1983)

Im April 1983 erhielt sie tatsächlich einen Antwortbrief von Juri Andropow,[2] in dem er seine Sicht der Dinge äußerte und sie zu einem Besuch in der Sowjetunion einlud.[3] Die zweiwöchige Reise von Samantha Smith im Juli 1983 nach Moskau verursachte in der internationalen Presse großes Aufsehen. Besuche im damaligen Leningrad, einem sowjetischen Pioniercamp und der Krim, sowie Treffen mit gleichaltrigen Schülern führten bei ihr zur Schlussfolgerung, dass die Russen „wie wir sind”. Ihre Medienpräsenz hatte zur Folge, dass sie neben Einladung ins Ausland auch Schauspielangebote erhielt. 1985 stand sie neben Robert Wagner in acht Folgen der Fernsehserie Lime Street vor der Kamera.[4]

Am 25. August 1985 stürzte beim Rückflug von Dreharbeiten zu der Fernsehserie Lime Street das Flugzeug des Typs Beechcraft 99 mit Samantha Smith, ihrem Vater, vier weiteren Passagieren und zwei Crewmitgliedern beim Landeanflug unweit der Landebahn des Lewiston-Auburn Regional Airport ab, nachdem sie noch Bäume gestreift hatte. Alle acht Bordinsassen kamen dabei ums Leben.[5]

5 Kopeken-Briefmarke der UdSSR mit Samant(h)a Smit(h) in Kyrillischer Schrift

Gedenken[Bearbeiten]

  • Nach ihrem Tod gab die Sowjetunion eine Briefmarke mit dem Konterfei von Samantha Smith heraus.
  • Ein 1986 von der russischen Astronomin Ljudmila Iwanowna Tschernych entdeckter Asteroid erhielt Smith zu Ehren den Namen (3147) Samantha.
  • Die Sowjetunion benannte einen 3300 m hohen Berg (Pik Samantha), sowie eine Rose und einen in Sibirien gefundenen Diamanten nach ihr.
  • Nach ihrem Tod wurde Samantha Smith mit dem ersten Preis des Children's Peace Award ausgezeichnet.
  • In ihrem Heimatstaat Maine wurde eine Grundschule nach ihr benannt
  • Eine Statue, die sie beim Freilassen einer Taube mit einem Bärenjungen zu ihren Füßen zeigt (eine Anspielung auf Maine und Russland) steht vor dem Maine State House, dem Sitz des Parlaments des US-Bundesstaates Maine in Augusta.

Filmografie[Bearbeiten]

  • 1984: Charles in Charge (Fernsehserie, eine Folge)
  • 1985: Lime Street (Fernsehserie, drei Folgen)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Samantha Smith – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Inhalt des Briefes von Samantha Smith
  2. Antwortschreiben von Juri Andropow
  3. http://www.samanthasmith.info/timeline.htm
  4. http://www.samanthasmith.info/lime_street_show.htm
  5. http://www.samanthasmith.info/crash.htm