Schachtelmorphem

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Ein Schachtelmorphem, auch Portmanteaumorphem oder Portemanteaumorphem genannt, ist eine phonologisch-morphemische Einheit, in der die Eigenschaften von mehreren Morphemen so verschmelzen, dass diese Einheit nicht mehr in Morphe zerlegt werden kann. Beispiele hierfür sind:

  • im Deutschen: sind (Verbstamm von sein + 1./3. Person Plural); bei den anderen Verben können diese Formen zerlegt werden: geh-en, spiel-en. Die in der Literatur oft genannten Beispiele am und im sind weniger optimal; man kann sie ggfs. in 2 Morphe zerlegen: a + m, i + m, wobei m ein Allomorph zu dem sonst üblichen em (Dativ Singular Maskulinum/ Neutrum) ist.
  • du (de + le) und au (à + le) im Französischen.

Statt Portmanteaumorphem wird gelegentlich auch der Terminus Portmanteau-Allomorph verwendet. [1] [2]

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Henning Bergenholtz, Joachim Mugdan: Einführung in die Morphologie. Kohlhammer, Stuttgart/ Berlin/ Köln/ Mainz 1979, S. 71f. ISBN 3-17-005095-8
  2. Wilfried Kürschner: Grammatisches Kompendium. Systematisches Verzeichnis grammatischer Grundbegriffe. 3., verm. und bearb. Aufl. Francke, Tübingen/Basel 1997, S. 85. ISBN 3-8252-1526-1

[Bearbeiten] Weblinks

Wiktionary Wiktionary: Portmanteau-Morphem – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
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