Schloss Marienburg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem Schloss Marienburg in Pattensen (Region Hannover). Zu dem Schloss Marienburg in Leutesdorf siehe Schloss Marienburg (Leutesdorf).
Blick von Norden auf das Schloss Marienburg.
Der Marienberg mit dem Schloss Marienburg im Herbst.
Blick bei Raureif auf den Marienberg und auf das Schloss Marienburg.

Das Schloss Marienburg ist eine Schlossanlage, die König Georg V. von Hannover von 1857 bis 1867 als Sommerresidenz, Jagdschloss und späteren Witwensitz erbauen ließ. Es war ein Geschenk an seine Ehefrau, Königin Marie, zu ihrem 39. Geburtstag. Königin Marie und ihre Tochter Mary bewohnten das Schloss in den Jahren 1866 bis 1867. Nach ihrer Abreise ins Exil wurde das Schloss für fast 80 Jahre nur vom Hausmeister und ab 1945 vorübergehend von Flüchtlingen und der Familie von Ernst August (III.) bewohnt. Heute ist es im Privatbesitz vom Erbprinz Ernst August von Hannover. Es befindet sich in der Region Hannover auf dem Marienberg südwestlich von Schulenburg, einem Ortsteil von Pattensen. Südlich vom Marienberg liegt die Gemeinde Nordstemmen, die zum Landkreis Hildesheim gehört. Das Schloss bildet zusammen mit dem Bahnhof von Nordstemmen, der als königlicher Bahnhof für das Schloss ausgebaut wurde, ein Ensemble. Die Hofstelle des benachbarten Hausguts Calenberg in Schulenburg wurde 2011 vom Haus Hannover verkauft, die Ländereien werden jedoch zusammen mit der Marienburg weiter bewirtschaftet.

Lage[Bearbeiten]

Hauptartikel: Marienberg (Nordstemmen)

Das Schloss befindet sich mit 130 Räumen auf 135 Metern Höhe am Südwesthang des aus Sandstein der unteren Trias bestehenden Marienbergs, der den südöstlichen Teil des Schulenburger Bergs darstellt. Der Marienberg wird westlich vom Adenser Berg begrenzt und südöstlich von dem Fluss Leine und der Kreisstraße K 505 berührt. Die K 505 überquert die Leine auf der Marienbergbrücke. Vom Schlossturm und von der Südseite des Schlossgebäudes aus hat man einen weiten Blick über das Leinetal. Die Nordhänge des Adenser Berges, des Schulenburger Berges und des Marienbergs gehören seit 1997 zum Landschaftsschutzgebiet Calenberger Leinetal.

Beim Bau von Schloss Marienburg wurde der Marienberg zum romantischen Schlosspark umgestaltet, und es wurden Fußwege angelegt, die zum Wandern auf dem Marienberg und dem benachbarten Adenser Berg einladen. Die mittelalterlichen Wallanlagen um die Marienburg und am ehemaligen Wartturm sind begehbar. Von den Wegen am Waldrand des Adenser Berges ergeben sich Ausblicke in das Hallertal und das Calenberger Land.

Name[Bearbeiten]

Blick vom Süden auf das Schloss Marienburg
Südseite zum Abhang

Die Namen Marienberg und Marienburg gehen auf den blinden König Georg V. von Hannover zurück, der Burg und Berg seiner Frau Marie zu ihrem 39. Geburtstag schenkte. Georg V. gab dem Rehberg als angekauftem Teil des Schulenburger Berges in der Schenkungsurkunde den neuen Namen Marienberg. Die geplante Burg nannte er Marienburg. Beide Namen enthalten den Rufnamen seiner Frau Marie.

Erbauer und Eigentümer[Bearbeiten]

Das Schloss gehörte der Königin Marie und wurde in den Jahren 1857 bis 1867 von den Architekten der Hannoverschen Architekturschule Conrad Wilhelm Hase und Edwin Oppler erbaut. Marie lebte dort nur ein Jahr, bis sie 1867 ihrem Mann König Georg V. von Hannover nach Wien ins Exil folgte. Als Privatbesitz der Königin wurde das Schloss von Preußen nach der Annexion des Königreiches Hannover nicht enteignet; es blieb im Besitz der Welfen.

Im Jahr 2004 übertrug Ernst August von Hannover sen. den land- und forstwirtschaftlichen Besitz des Hauses Hannover in Deutschland und Österreich, darunter auch das Schloss Marienburg und das Fürstenhaus in Hannover-Herrenhausen sowie den Exilsitz der Familie in Gmunden, seinem damals 21-jährigen Sohn und Londoner Investmentbanker Ernst August Erbprinz von Hannover[1] (* 1983), der seit 2012 die Verwaltung selbst leitet und auch zunehmend die Repräsentation des Welfenhauses wahrnimmt.

Am 1. August 2012 übernahm Ernst August Erbprinz von Hannover selbst die Führung des Schlosses Marienburg. Bisher ist die Stadt London sein Lebensmittelpunkt. In seinem Fürstenhaus befindet sich seit 2011 sein privater Wohnsitz in Niedersachsen. Er hat das Hausgut der Welfen, die Domäne Schulenburg, verkauft, die ihm 2004 von seinem Vater überschrieben worden war. Der Welfenprinz besitzt im Schloss Marienburg ein Büro, von dem aus er das Familienvermögen des Hauses Hannover verwaltet (Stand: 18. März 2014). Er ist in London zweisprachig aufgewachsen und hat dort eine deutsche Schule besucht, aber die Ferien verbrachte er im Schloss Marienburg. „Ich bin wirklich gerne auf Schloss Marienburg“, sagte er in einem Interview. „Als ich Kind war, sind wir immer in den Ferien hierher gekommen – Weihnachten, Ostern, Pfingsten. Hier war immer Heimat für mich, und daran hat sich bis heute nichts geändert.“[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Baugeschichte[Bearbeiten]

Blick auf den Südflügel von Schloss Marienburg. Die Postkarte entstand um 1920 in dem "Verlag Albert Alves". Die dafür verwendete kolorierte Radierung könnte aber am Anfang des letzten Drittel des 19. Jahrhunderts entstanden sein.
Der Salon der Hofdamen in der Marienburg, der 1862–1863 von Conrad Wilhelm Hase ausgeführt und 1865 von Edwin Oppler wieder abgerissen wurde.

Das für den Bau des Schlosses vorgesehene rund 30 Morgen große Waldgrundstück am Südwesthang des Schulenburger Berges wurde von dem Ingenieurmajor Eduard Julius Hugo Witte vom Gut Hoyersum ausgewählt und Anfang des Jahres 1857 von dem Ackermann Rössing und dem Höfling Ziesenitz angekauft. Zum Geburtstag am 14. April 1857 übertrug König Georg V. von Hannover den Schulenburger Berg und das darauf zu erbauende Schloss in einer Schenkungsurkunde seiner Gemahlin, der Königin Marie, als Privateigentum. Das Schloss sollte als ländliche Sommerresidenz, Jagdschloss und späterer Witwensitz dienen. Dabei bestimmte Georg V., dass dieser Berg hinfüro den Namen Marienberg führe und dass auf diesem Platze für Ihre Majestät die Königin eine Burg, genannt Marienburg, zum Sommersitz erbaut werde.[3] Er ernannte in dieser Urkunde den Ingenieurmajor Witte, der zum Freundeskreis der königlichen Familie zählte, zum Oberbauleiter und erklärte das zukünftige Schloss zum uneingeschränkten persönlichen Eigentum der Königin. Dies wurde später nach der Annexion Hannovers wichtig, denn es sicherte Grundstück und Gebäude auch in preußischer Zeit dem Welfenhaus.

Die Königin Marie plante ihr Eldorado in Form einer mittelalterlichen, gotischen Höhenburg in romantischer Lage weit über dem Leinetal. Dafür war das in Aussicht genommene Grundstück bestens geeignet. Es lag in der Nähe des ehemaligen Stammhauses der hannoverschen Welfen, der Burg Calenberg, und befand sich dicht bei dem kurz zuvor gebauten Bahnhof Nordstemmen, in dem der königliche Salonwagen nach der Bahnfahrt untergestellt werden durfte. Außerdem bot es sich an, die Höhenburg in die bereits vorhandene Ringwallanlage hineinzubauen, deren Innenraum dazu planiert und durch Aufschüttungen angehoben werden musste. Der Abhang zur Leine hin konnte dank einem Steinbruch so schroff abgetragen werden, dass die Marienburg vom Leinetal aus wie eine mittelalterliche Festung aussehen musste. In dem zu einer wilden Schlucht vertieften Steinbruch sollte schließlich ein romantischer Wasserfall unter einer Zugbrücke in die Leine hinabstürzen. Günstig war auch, dass der Marienberg ein sagenumwobener Ort war, der – wie es hieß – von Zwergen bewohnt war, denen die Königin an den Zufahrten und Ausfahrten des Schlosses kleine Denkmale setzte.

Am 9. Oktober 1858 erfolgte die Grundsteinlegung in Anwesenheit der königlichen Familie. Dabei führten die drei Kinder nacheinander einen Hammerschlag aus.

Königin Marie ernannte als Bauherrin unglücklicherweise den dafür nicht geeigneten Ingenieurmajor Witte zum Verantwortlichen für die Finanzen des Bauwerkes. Das führte dazu, dass Witte mehrmals die ihm anvertrauten Gelder veruntreute. Unter seiner Aufsicht wurde das Schloss in den Jahren 1857 bis 1864 durch den Architekten Conrad Wilhelm Hase unter Mitwirkung des Bauleiters Ludwig Frühling im deutschen neugotischen Stil errichtet. Conrad Wilhelm Hase war an die Vorgaben der Königin gebunden, die den Bau einer mittelalterlichen, wehrhaften Burg wünschte. Ihre Vorbilder waren dabei die zeitgenössischen Neubauten von Schloss Babelsberg, Burg Hohenzollern, Schloss Stolzenfels und Burg Sooneck. Eine wehrhafte Burg, in die man sich für einige Monate mit der Familie vom offiziellen Hofleben zurückziehen und hinter der hochgezogenen Zugbrücke einschließen konnte, entsprach dem königlichen Wunsch nach Privatsphäre und Abgeschiedenheit.

Conrad Wilhelm Hase verwendete einen in der Tradition des barocken Residenzbaus stehenden, achsensymmetrischen Grundriss, bei dem vier Gebäudeflügel um einen geschlossenen Innenhof stehen, der von einem hohen Bergfried überragt wird. Den Eindruck einer historischen Burg weckte er durch Türme mit Schießscharten, durch zinnenbewehrte Mauern und mächtige Torbauten und im Nordosten durch einen Burggraben mit Zugbrücke und Fallgitter. Trotz des martialischen Aussehens hatten die Wehranlagen ganz profane Aufgaben: Beispielsweise dienten mächtige Bastionen als Eiskeller und hohe Wachttürme als Volieren und als Stall für die Lieblingsziegen der Prinzessin Mary. Ein Korkmodell von der Burg gab dem blinden König die Möglichkeit, die Marienburg in allen Einzelheiten zu erfühlen. Der Architekt Justus Heinrich Jakob Molthan lieferte Möbel und kunstgewerbliche Arbeiten für die Inneneinrichtung des Schlosses.

Da die Bauarbeiten schnell vorangingen, war der Rohbau des Südflügels bereits im Sommer 1859 weitgehend fertiggestellt. Am 3. Dezember 1860 wurde das Richtfest gefeiert. Conrad Wilhelm Hase sorgte beim Innenausbau für Innovationen: Die Außentüren des Rittersaales ließen sich in den Boden versenken, es gab eine Warmwasserheizung, und neugotische Säulen aus Gusseisen dienten als Stützen in den Räumen. Conrad Wilhelm Hase gestaltete fast alle repräsentativen Wohnräume des Schlosses samt Inneneinrichtung. Unglücklicherweise hatte er zahlreiche Auseinandersetzungen mit dem Oberbauleiter Witte, die im Juli 1864 zu seiner Entlassung führten. Nachfolger wurde sein Schüler Edwin Oppler, der in den Jahren 1862/1863 die Villa Solms in Hannover in der Jägerstraße am Georgengarten für Wilhelm zu Solms-Braunfeld, den Halbbruder von Georg V, im Stil der englischen Neogotik gebaut und eingerichtet hatte. Die Ausstattung der Villa begeisterte die Königin Marie so sehr, dass sie Edwin Oppler den Auftrag für die Weiterführung der Arbeiten in der Marienburg erteilen wollte. Am 17. Oktober 1864 wurde Edwin Oppler zum Architekten der Marienburg ernannt. Hermann Narten arbeitete 1865/66 unter ihm an der Innenausstattung der Marienburg mit.

Die von Conrad Wilhelm Hase vorgenommene Inneneinrichtung des Schlosses wurde von Oktober 1864 bis in das Jahr 1869 von Edwin Oppler beispielsweise im Rittersaal, in den angrenzenden Räumen der Königin Marie, im Salon der Hofdamen und im Billardzimmer entfernt und im Stil der englischen Neogotik umgestaltet, weil Edwin Oppler den deutschen neugotischen Stil von Conrad Wilhelm Hase und dessen Materialien Gips und Gusseisen ablehnte.

Erhalten blieb die Innenausstattung von Conrad Wilhelm Hase jedoch in der Bibliothek, im Fremdenzimmer, in der Halle des Hauptturms und im Nebenzimmer; auch Teile seines Gestühls im Rittersaal blieben vorhanden. Edwin Oppler nahm folgende bauliche Änderungen vor: Anstelle der kleinen Räume neben dem Speisesaal legte er die morning hall an, erhöhte den Südwestturm um ein Geschoss, gab ihm ein Kegeldach, fügte einen Anbau zwischen dem Südostturm und der Stirnseite des Ostflügels an und begann einen fragmentarisch gebliebenen Wintergarten in der Form einer gotischen Basilika.

Im nördlichen Flügel des Schlosses befand sich der Marstall mit zwei Pferdeställen und der dazwischenliegenden Kutschenremise; er dient jetzt als Restaurant. Der Verwendung der Kutschenremise als Restaurant lässt vermuten, dass sich die früher dort eingestellten Kutschen nicht mehr im Besitz des Welfenhauses befinden. Neun Wagen (Berlinen, Coupés, Landauer, Feuerwehrwagen und ein sechssitziger Wagen, einige mit den Wappen Georgs V.), wurden vom Welfenhaus 1967 an das Red Barn Carriage Museum in Houston in Texas verkauft. Das Museum besteht nicht mehr; die Kutschen wurden im November 1975 während einer Auktion weiterverkauft.[4]

Der Hofgarteninspektor Schaumburg legte die Außenanlagen von Schloss Marienburg im Stil eines englischen Landschaftsgartens an. Innerhalb des Ringwalls entstanden verschlungene Wege, künstliche Felsformationen, Steintreppen und ein künstlicher Wasserfall, der die Schlucht hinabstürzen sollte. Die Gartenanlagen wie der Prinzessinnengarten vor dem Westflügel und der Garten unterhalb der Terrasse besaßen Blumengärten mit Beeten, die von der schlosseigenen Gärtnerei gepflegt wurden.

Die Pferde erhielten einen runden Reitplatz im südlichen Bereich des vorderen Parkplatzes. In der Nähe des Reitplatzes befand sich auf dem Gelände des hinteren Parkplatzes eine Gärtnerei mit dem Gärtnerhaus. Der Förster bewohnte das Schweizerhaus südwestlich des Schlosses. Diese beiden Gebäude waren bis etwa 1970 bewohnt. Danach standen sie einige Zeit leer, bis sie abgerissen wurden. Die Fundamente und ein Stück der Mauer des Schweizerhauses waren im Jahr 2008 noch erhalten.

Im Sommer 1865 waren die Bauarbeiten so weit fortgeschritten, dass Georg V. mit seiner Familie das Schloss Marienburg am 1. Juni 1865 beziehen und einige Wochen lang genießen konnte.

Bilder aus den Jahren 1866 bis 1867
Königin Marie und ihre Tochter Mary 1866 bis 1867 im Schloss Marienburg. Gemälde von Wilhelm von Kaulbach.
Denkmal an der Ernst-August-Eiche.
Salon der Königin Marie im Jahr 1867. Höhepunkte der Auktion von 2005 waren die Versteigerung der Porzellansammlung, des Meißner Porzellankronleuchters von 1860 und der Meißner Dreibein-Tafel mit Backgammon-Spielern von 1860, die sich 1867 im Salon der Königin befanden.
Salon der Prinzessinnen Mary und Friederike im Schloss Marienburg im Jahr 1867. Im Erker stand seinerzeit der von dem Papst Pius IX geschenkte vergoldete und mit Mikromosaik versehene Bronzetisch, der bei der Auktion 2005 versteigert wurde. Als keineswegs gleichwertiger Ersatz befinden sich jetzt stattdessen zwei Holztische und zwei gedrechselte Spinnräder im Erker.
Die chinesischen Zimmer in der Marienburg im Jahr 1867. Damals gingen Besucher der Königin Marie durch diese Zimmer zu den königlichen Empfangsräumen. Das wertvolle chinesische Porzellan wurde 2005 versteigert.

Die Annexion des Königreiches Hannover und das Exil von Georg V. in Österreich[Bearbeiten]

Im deutschen Krieg um die Vorherrschaft Preußens lehnte König Georg V. von Hannover das mehrfache Bündnisangebot von Preußen ab und verbündete sich stattdessen mit Österreich, da er hoffte, dass Österreich die Preußen im Krieg besiegen würde. Am 17. Juni 1866 gab Georg V. eine Proklamation ab, die mit den Worten begann:

  • An Mein getreues Volk! Seine Majestät der König von Preußen hat Mir den Krieg erklärt. Das ist geschehen, weil Ich ein Bündniß nicht eingehen wollte, welches die Unabhängigkeit Meiner Krone und die Selbständigkeit Meines Königreichs antastete, die Ehre und das Recht Meiner Krone demüthigte und die Wohlfahrt Meines getreuen Volkes erheblich zu verletzen geeignet war.[5]

In der Schlacht bei Langensalza am 27. Juni 1866 war zwar die hannoversche Armee einen Tag lang überlegen, aber ihre Munitionen waren verbraucht, und Georg V. musste am 29. Juni 1866 kapitulieren, als sich der zweite Angriff der weit überlegenen Preußen abzeichnete.

Georg V. ging nach dieser Kapitulation mit seinem Sohn Ernst August ins österreichische Exil. Doch bereits am 3. Juli 1866 besiegte Preußen das Land Österreich in der Schlacht bei Königgrätz, und Österreich war anschließend nicht in der Lage, den Bestand des Königreiches Hannover zu sichern. Das Königreich Hannover wurde nach der Kapitulation von preußischen Truppen besetzt. Durch das preußische Gesetz vom 20. September 1866 wurde die formelle Annexion des Königreiches Hannover vollzogen. Nun war das ehemalige Königreich Hannover nur noch die preußische Provinz Hannover.

Die Königin Marie blieb nach der Schlacht bei Langensalza zunächst mit ihren Töchtern Friederike und Mary im Schloss Herrenhausen, das zum Privatbesitz der Welfen gehörte. Dorthin ließ sie auch die Schätze der Welfen bringen, um sie vor dem Zugriff Preußens zu sichern. Auf Wunsch von Georg V. zog die älteste Tochter Prinzessin Friederike am 21. September 1866 zu ihrem Vater in die Villa Hügel in Hietzing bei Wien.

Während des deutsch-deutschen Krieges gegen Preußen im Jahr 1866 wurde am Innenausbau der Marienburg weiter gearbeitet, weil das Königspaar gehofft hatte, auch nach dem Krieg in der Marienburg residieren zu können. Nach den Ereignissen von 1866 führte Edwin Oppler die Bauarbeiten am Schloss Marienburg bis zum Dezember 1869 weiter, um die Schlosskapelle und die morning hall zu vollenden. Bis zum Frühjahr 1867 waren die meisten Räume fertig, die restlichen Räume sind bis in die Gegenwart hinein unbewohnbar.

Die Königin Marie zog am 27. September 1866 mit ihrer jüngsten Tochter, der Prinzessin Mary, und ihrem hannoverschen Hofstaat, der etwa vierzig Personen umfasste, vom Schloss Herrenhausen aus in ihr Schloss Marienburg, das damals noch eine Baustelle war. Dorthin ließ sie auch die Schätze der Welfen bringen, um sie vor dem Zugriff Preußens zu sichern. Die wichtigste Aufgabe der Königin bestand darin, die Kronjuwelen der Welfen an der preußischen Bewachung des Schlosses Marienburg vorbei nach England und äußerst wertvolle Schätze in das preußische Ausland schmuggeln zu lassen.

Wie die Kronjuwelen der Welfen vom Schloss Marienburg nach Wien kamen[Bearbeiten]

Die Kronen und Kronjuwelen vom Herzogtum Braunschweig-Lüneburg[6] und die Krone, das Zepter und die Prinzessinnenkrone des Königreiches von Hannover befanden sich 1866 unter dem Schutz der Königin Marie in ihrem Schloss Marienburg. Als Befürchtungen aufkamen, dass die Besatzungsmacht Preußen die Kronjuwelen der Welfen beschlagnahmen könnten, entschloss sich Georg V, sie 1867 zunächst heimlich nach England und später in sein Exil nach Österreich bringen zu lassen. Wie das geschah, berichtete W. von Hassell im Jahr 1901 in seiner "Geschichte des Königreichs Hannover":

Wappen Georg V. mit der Krone des Königreiches Hannover von 1843 am Eingang zu der Welfengruft.
Im Februar erschien demnach der Geheimrat von Stockhausen bei dem Minister a. D. Grafen Kielmannsegge in Blumenau mit der Anfrage, ob er, resp. seine Gemahlin es übernehmen wolle, die Wertgegenstände nach England in die Obhut des Herzogs von Cambridge zu bringen. Als treue Diener des Königs erklärten Beide sich mit Freuden zur Übernahme dieses gefährlichen Auftrages bereit. Es wurde verabredet, dass am nächsten Abend eine Kammerfrau der Königin den Kronschatz in einem Reisewagen von der Marienburg über Linden und Herrenhausen der Hannover-Wunstorfer Chaussee zuführen sollte. Dort sollte eine Kielmannnseggesche von dem Minister selbst geführte Equipage dem königlichen Wagen entgegen kommen und die Sachen in Empfang nehmen. Alles gelang nach Wunsch, und am Abend lag der Schatz sicher im Keller von Blumenau.
Vierzehn Tage vergingen mit der Überlegung, wie die zahllosen Schmuckgegenstände am sichersten fortgepackt werden könnten. Es blieb schließlich nichts anderes übrig, wie einen Teil der Diamanten aus der Fassung zu nehmen und, in kleine Säckchen verpackt, in den Reiseanzug der Gräfin einzunähen. In einer Handtasche führte die kluge Frau die kleine englische Juwelenkrone, in einem Wollknäuel verborgen, als Strickzeug mit sich, ein Strahlendiadem flach eingenäht als Ohrenwärmer unter dem Hut, mehrere Perlen-Halsbänder um den Nacken, Armbänder an den Armen. "Ich war so schwer mit Diamanten bepanzert", schreibt sie selber[7], "allein acht Rivieren von Solitärs um mich herum, dass ich nicht bequem sitzen konnte." Der Graf nahm die großen Juwelen-Schleifen und die Steine aus der englischen Tiara an sich. Nur das Szepter und drei mit Edelsteinen besetzte Kronen ließ man aus Vorsicht zurück. Sie wurden aber im Sommer der Prinzessin Louise von Hessen in Rumpenheim übergeben, die sie später ihrer Schwester, der Herzogin von Cambridge, auslieferte. Mit den übrigen Gegenständen kam das gräfliche Paar glücklich ohne Fährlichkeiten nach London, und übergab die Juwelen dem Herzog von Cambridge, der sie im Tresorgewölbe von Coutts deponierte. Dort lagen sie bis zum Jahr 1869. Dann wurden sie auf Wunsch der Königin aus ihrem Gewahrsam genommen und abermals durch die Gräfin Kielmannsegge nach Wien gebracht, wobei ihr dieses Mal ihr Sohn, der österreichische Marineattaché in London, hilfreiche Hand leistete und namentlich die Schwierigkeiten der vielen Zollrevisionen geschickt zu beseitigen wusste.[8]

Ausstellung der Kronjuwelen in Schloss Marienburg[Bearbeiten]

Bis zum 23. Dezember 2015 zeigt das Welfenhaus im Schloss Marienburg die Ausstellung „Der Weg zur Krone“. Eine Hauptattraktion in der Schau sind die Insignien des Königreiches Hannover mit der Krone von 1842 mit Zepter und die Brautkrone, die König Ernst August anfertigen ließ und später an seinen Sohn Georg V. vererbte. Hannovers Krone war zuletzt 1997 in einer Ausstellung im Deutschen Historischen Museum in Berlin öffentlich zu sehen. 2014 bis 2015 wird sie erstmals seit dem Ende des Königreiches Hannover wieder auf ehemals welfischem Gebiet gezeigt.

Die Marienburg 1867–1965[Bearbeiten]

Exil von Georg V. in der Villa Hügel
Der türkische Salon in der Villa Hügel in Hietzing. Zeichnung von Rudolf von Alt.
Der japanische Salon in der Villa Hügel in Hietzing bei Wien. Zeichnung von Rudolf von Alt im Jahr 1855.
Die Villa Hügel in Hietzing bei Wien im Jahr 1867.

Am 24. Juli 1867 hat auch die Königin Marie die nun preußische Provinz Hannover mit ihrer Tochter Mary verlassen, weil sie von den Preußen aufgefordert worden war, ihren hannoverschen Hofstaat zu entlassen und durch preußisches Personal zu ersetzen, was sie für nicht akzeptabel ansah. Außen an dem nordöstlichen Eingangstor der Marienburg hängt seitdem ein Hufeisen; nach einer ätiologischen Ortssage hat eines der Pferde des Sechsspänners bei der Abfahrt der Königin Marie dieses Hufeisen verloren. Vom Bahnhof Nordstemmen aus fuhren die beiden mit der Bahn nach Österreich in das Exil; sie haben das Schloss Marienburg nie wiedergesehen. Dort waren sie wieder vereint: König Georg V. mit Königin Marie, dem Sohn Ernst August und den beiden Töchtern Friederike und Mary in der Villa Hügel im Wiener Vorort Hietzing, die damals Herzog Wilhelm von Braunschweig aus der braunschweigischen Linie der Welfen gehörte.

Im Jahr 1866 hatten Freunde der Welfen die Ernst-August-Eiche gepflanzt. Sie befindet sich inmitten des Buchenwaldes an einem Waldweg im Norden des Marienberges auf einem aufgeschütteten Plateau. Die ursprüngliche Wegführung ist im 20. Jahrhundert südlich der Ernst-August-Eiche verändert worden. Von dem vorderen Parkplatz führt jetzt ein Waldweg unterhalb der ehemaligen Waldgaststätte Marienberg und oberhalb der Autostraße in Richtung Norden zu der Ernst-August-Eiche hin. Auf dem runden bemoosten Gedenkstein vor der mächtigen Eiche steht die verwitterte Inschrift: Kronprinz Ernst-August – Gepflanzt 1866 (siehe Abbildung 2 in der Bildsammlung Bilder aus den Jahren 1866 bis 1867). Reste von alten elektrischen Straßenlampen zeigen, dass bestimmte Waldwege des Marienberges nachts beleuchtet wurden.

Nach 1867 wurde noch jahrelang im Inneren der Marienburg weitergebaut. Die Innenausstattung des Rittersaales und des Speisesaales wurden aber von Edwin Oppler nicht mehr fertiggestellt. Anschließend stand das Schloss – eingezäunt und ab 1869 nur von dem Burgaufseher Henry Hartmann und seinem Nachfolger bewohnt und bewacht – fast 80 Jahre leer. Allerdings befand sich im Schloss schon in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein Schlossmuseum, das die inzwischen verlorene ursprüngliche Pracht des Schlosses zeigte und damals täglich besichtigt werden konnte.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss Marienburg erstmals wieder von den Welfen bewohnt. Ernst August (III.), letzter Herzog von Braunschweig und Enkel von König Georg V. und Königin Marie, bewohnte ab 1945 mit seiner Frau Viktoria Luise und den Kindern die Marienburg. Zuvor hatte die Familie auf Schloss Blankenburg im Harz gewohnt, das nach Kriegsende jedoch zur sowjetischen Besatzungszone kam. Zunächst hielten allerdings noch die britischen Besatzungstruppen den Harz besetzt, so dass der Umzug der Welfenfamilie von der britischen Armee durchgeführt werden konnte. Vier Wochen lang fuhren gut 30 Lkw unter dem Geleitschutz dreier Panzerwagen zwischen Blankenburg und dem Schloss Marienburg hin und her und räumten die Schlösser in Blankenburg fast vollständig leer. Das Umzugsgut ging größtenteils zum Schloss Marienburg, wo schon das Inventar der Schlösser Braunschweig, Hannover und Gmunden sowie die Einrichtung des königlichen Empfangsbahnhofs in Nordstemmen lagerte. Dort befanden sich vor ihrem Verkauf auch das Evangeliar Heinrichs des Löwen (jetzt in der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel) und das rund 44.000 Münzen umfassende Münzkabinett des Hauses Hannover (jetzt im Landesmuseum Hannover).

Seit dem Kriegsende bewohnten auch zahlreiche Flüchtlingsfamilien die Marienburg. Am 30. Januar 1953 starb Ernst August auf Schloss Marienburg bei Hannover. 1954 kam es zum Konflikt zwischen Viktoria Luise und ihrem Sohn Ernst August (IV.) Sie verließ das Schloss und siedelte sich, unterstützt vom „Braunschweiger Freundeskreis“, im Braunschweiger Ortsteil Riddagshausen an.

Die Auktionen zum Verkauf von Inventar und ihre Folgen[Bearbeiten]

Meißner Porzellan ist versteigert
Dieser Kronleuchter aus Meißner Porzellan hing bis zum September 2005 in den Schauräumen von Schloss Marienburg. Dann wurde er bei Sotheby’s versteigert.
Papstgeschenk ist versteigert
Dieses Geschenk von Papst Pius IX für Georg V. stand bis zum September 2005 in den Schauräumen von Schloss Marienburg. Dann wurde es bei Sotheby’s versteigert.

Nach Maueröffnung und Wende 1989 klagte Welfenchef Ernst August von Hannover sen. erfolglos auf Rückgabe der Güter und Schlösser in Blankenburg (Wert 2005: 100 bis 150 Millionen Euro). Sein 22-jährige Sohn Ernst August bekam im Jahr 2005 die ihm offenbar auferlegte Aufgabe, den größten Teil des Schlossinventars zu versteigern. In einem Interview mit der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung im März 2014 sprach er das an:

„Da waren damals verschiedene Leute involviert“, sagt Ernst August vieldeutig, um die Aktion dann doch zu verteidigen. „Ein Großteil der verkauften Stücke ist in der Region geblieben“, sagt er. Und viele Kunstschätze seien vorher in schlechtem Zustand gewesen und durch die Auktion in gute Hände gekommen: „Jeder, der etwas gekauft hat, weiß um dessen Geschichte – so gesehen haben viele Stücke erst durch den Verkauf einen Wert erhalten.“[9]

Zusammen mit seinem Bruder Christian ließ er im Jahr 2005 große Teile des im Schloss Marienburg gelagerten Umzuggutes und des Inventars der Marienburg durch das Auktionshaus Sotheby’s versteigern.[10] Vom 30. September bis zum 3. Oktober 2005 fand im Schloss auf fünf Etagen in 130 Räumen auf 4000 Quadratmetern eine Ausstellung von weit über 20.000 Kunstgegenständen statt, die im Zeitraum vom 5. Oktober bis zum 15. Oktober 2005 in einem Zelt zur Versteigerung angeboten wurden. Unter den angebotenen Gegenständen befand sich neben Rüstungen, Möbelstücken und Gemälden auch das Silberservice der Königin Marie für 200 Gäste.

Zur Auktion kamen Bieter aus 39 Ländern, die 16.000 Gebote abgaben, ferner Vertreter von 12 Fernsehsendern und 20 internationalen Tageszeitungen. 98 Prozent der Lose wurden verkauft, die Hälfte davon ging ins Ausland, nur ein Viertel blieb in Niedersachsen. Auf diese Weise verlor Niedersachsen drei Viertel des auf der Marienburg gelagerten Kulturgutes, das einst für die niedersächsische Geschichte von besonderer Bedeutung war. Die Auktion erbrachte 44 Millionen Euro. Mit einem Teil des Erlöses gründete Ernst August von Hannover sen. eine Stiftung, die dem Erhalt von Schloss Marienburg und vom Fürstenhaus Herrenhausen-Museum dienen soll.

Waldemar R. Röhrbein, der von 1976 bis 1997 Leitender Direktor des Historischen Museums Hannover war, schrieb in seinem Artikel „Ausverkauf. Die Marienburg der Welfen im Brennpunkt der Interessen“:

„Denn es wurde verantwortungslos alles, was gute Einnahmen versprach, angeboten, ohne dass vorher detailliertere Überlegungen zur Ausgestaltung der Schlossräume angestellt oder notwendige Kontakte mit Kennern der welfischen Haus- und der hannoverschen Landesgeschichte aufgenommen worden wären. Man hätte den jungen Prinzen und ihren Beratern gern etwas Ehrfurcht oder Achtung vor der Geschichte ihres Hauses und ihrer Vorfahren, die diese prägten, gewünscht...Alles in allem hat auf der Marienburg ein Ausverkauf der Welfen- wie der Landesgeschichte stattgefunden, den man als Landeshistoriker bedauerlich bis skandalös nennen kann.[11]

Heinrich Prinz von Hannover, ein Bruder von Ernst August von Hannover sen., hatte die Auktion öffentlich scharf kritisiert und wurde daraufhin zum Empfang am 7. April 2006, am Abend vor der Wiedereröffnung des Schlossmuseums, nicht eingeladen.[12] Nach dem Ausscheiden von Mauritz von Reden am 31. Juli 2012 sind Heinrich Prinz von Hannover und Isabel Arends wegen ihrer der Schlossverwaltung inzwischen angenehmen Veröffentlichungen im MatrixMedia Verlag Göttingen zu Schriftstellerlesungen im Schloss Marienburg willkommen. Heinrich Prinz von Hannover ist Verleger des MatrixMedia Verlags und veröffentlicht dort Welfenliteratur.

Der Zugang zum Schloss befindet sich im Osten, der Innenhof des Schlosses kann während der Öffnungszeiten auch ohne Teilnahme an einer Führung betreten werden, da sich dort der Zugang zum Restaurant befindet. Einige Räume des Schlosses werden für Feiern vermietet. Zurzeit wird das Schloss von dem Schlossverwalter bewohnt, durch Stacheldrahtzäune bewehrt und von Hunden bewacht. Durch das Fällen von Bäumen wurde der Blick auf die Marienburg von Süden (von der Kreisstraße 505 aus) und vom Norden (von dem Parkplatz aus) freigestellt. Die Fußwege und Treppen rings um die Marienburg, die von der Königin Marie angelegt wurden und die für ihren Gesamtentwurf wichtig waren, verfallen und sind noch nicht in ein Pflegekonzept aufgenommen worden.

Probleme der Bauunterhaltung von Schloss Marienburg[Bearbeiten]

Bauschäden an der Marienburg
Die Erosion an den steilen Hängen der künstlichen Schlucht bedroht die Standfestigkeit der vorstehenden Umfassungsmauern des Gartens von Schloss Marienburg.
Am steilen Hang neben dem Schloss Marienburg rutschen gelöste Sandsteinplatten abwärts.
Südostansicht von Schloss Marienburg mit künstlicher Schlucht zwischen der roten Sandsteinwand und dem Ende des mittelalterlichen Erdwalls an der rechten Bildhälfte. Die rote Sandsteinwand ist mit den aufgesetzten Außenmauern des Schlosses absturzgefährdet. Aquarell von H. Kretschmer um 1864.
Der Ostflügel der Marienburg über der Sandsteinwand mit Blick hinunter zur Leine und zur Burg Poppenburg als Aquarell um 1864

Als Besitzer trägt Erbprinz Ernst August von Hannover die Kosten für den Unterhalt von Schloss Marienburg. Bei der Eröffnung der Ausstellung Der Weg zur Krone am 30. April 2014 sagte er:

„Es ist keine leichte Aufgabe, so ein historisches Erbe zu erhalten. Ich möchte heute nicht von den hohen Kosten und den vielen vielen Sorgen sprechen, die mich ständig bewegen, wenn es darum geht, Strukturen zu finden, die die herrliche Marienburg auch in Zukunft sicher tragen können. Wissen Sie, meine Damen und Herren, was mich in diesen Stunden motiviert? Ich spüre das große Interesse der Hannoveraner an unserem gemeinsamen stolzen Erbe. Das Land Niedersachsen weiß um die Bedeutung seiner Geschichte. Es ist ein geliebtes aber teures Erbe, das wir nur gemeinsam auf breiter Schulter tragen können. Auf Dauer ist die Last seiner Privatperson allein nicht zu tragen.[13]

Im November 2014 wurde durch Zeitungsberichte bekannt, welche gravierenden Probleme für die Bauunterhaltung von Schloss Marienburg entstanden sind und welche enormen Kosten dies verursacht. [14] Der Leiter des Schlossbetriebes Olaf Ahrens äußerte: „Es gibt einen unmittelbaren Sanierungsbedarf an der Außenmauer sowie des Hausschwammes im Mauerwerk des Schlosses.“ [15] Im Einzelnen handelt es sich um:

  • Der Hausschwamm hat Mauern des Schlosses befallen. Bisher wurde nicht bekanntgegeben, um welche Mauern es sich handelt.
  • Die Erosion an den steilen Hängen der künstlichen Schlucht bedroht die Standfestigkeit der unmittelbar darauf stehenden und zuweilen schon vorstehenden Umfassungsmauern. Ursprünglich hatte der Marienberg eine vom Wald bewachsene runde Bergkuppe mit einem Steinbruch an der südwestlichen Seite. Die Königin Marie sehnte sich nach einer Höhenburg, die sich wenigsten auf zwei Seiten hoch über die schroffen Felswände erhebt. So wurde das Schloss Marienburg dicht an den vorhandenen Steinbruch gesetzt und der Steinbruch so ausgeweitet, dass an der Ostseite des Schlosses eine tiefe Schlucht und auf der Südseite ein steiler Abhang entstand. Die aus dem Steinbruch gewonnenen roten Sandsteinplatten wurden nutzbringend an der Fassade des Schlosses angebracht. Die Umfassungsmauern, die die Grünanlagen des Schlosses umgeben, stehen auf dem Rand des steilen Hanges, um dem Felsen eine wild-romantische Anmutung zu geben. Bereits 1860 ergaben sich beim Bau der Umfassungsmauern Bedenken, ob die steil abfallenden Hänge die Last der "Ringmauern" tragen könnten. Isabel Arends schreibt: Den Berichten zufolge gestaltete sich der Bau der Ringmauern an der felsigen Südseite schwieriger als erwartet, da hier weitere Substruktionen notwendig wurden.[16] Über der Schlucht ist seitdem eine große Teilfläche am Südosthang von einem Stützkorsett aus Betonstreben bedeckt, die mit zahlreichen gewaltigen Schrauben befestigt wurden. Unglücklicherweise reicht das Stützkorsett aber nicht hoch bis zu der Umfassungsmauer. Seit Mitte des neunzehnten Jahrhunderts verwittern die steilen Abhänge durch Bewuchs und durch Frostschäden, so dass der Sandstein erodierte und sich von den Abhängen löste. Dadurch ist die Standfestigkeit der Außenmauern gefährdet, die bereits durch den "Zahn der Zeit" und die Verwitterung geschwächt sind.

Die Fachleute befürchten: Unter dem Gewicht der Umfassungsmauern könnte der Sandstein nachgeben, die Standsicherheit der Umfassungsmauern gefährden und zu deren Absturz führen. Der Betriebsleiter Ahrens sagt deshalb: "Es geht darum, die Wand zu sichern und die Verwitterung zu stoppen." Allerdings sei die groß angelegte Hangsanierung nur "ein erster Schritt".

Der erste Schritt zur Sanierung des südöstlichen Hanges wird Mitte 2015 vorgenommen. Die Kosten dafür sollen voraussichtlich 500.000 Euro betragen. Der Schlossbesitzer Erbprinz Ernst August von Hannover und die Bundesrepublik Deutschland teilen sich die Kosten dieser Sanierung im Rahmen des Denkmalschutzes. Frau Dr. Maria Flachsbarth, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesagrarministerium, hat das Projekt unterstützt. Sie begründet das folgendermaßen: "Es geht gar nicht darum, eine bestimmte Familie zu unterstützen. Es geht darum, ein Kulturgut zu erhalten. Die Marienburg ist schließlich kein reines Privathaus. Sie ist ein historisch bedeutendes Baudenkmal, ein Wahrzeichen für das Calenberger Land und ganz Niedersachsen - und daher auch von öffentlichem Interesse."[17]

Besucher und Schlossführung[Bearbeiten]

Details vom Schloss Marienburg
Uhr im Innenhof von Schloss Marienburg.
Brücke und Eingang zum Schloss Marienburg.
Wetterfahne von 1867.
Wetterhahn auf einem Schlossturm.

Das Schloss Marienburg ist Ort offizieller Empfänge der Familie von Hannover. Nach Aussagen der Schlossverwaltung wurden im Jahr 2013 rund 170.000 Besucher gezählt.[18] Olaf Ahrens, der Leiter des Schlossbetriebs, teilte Anfang Oktober 2014 die Zahl der Besucher vom Januar bis September 2014 mit: Bisher verzeichnete das Schloss 130 000 Gäste, 65 000 sahen sich die Sonderausstellung an. Rund 40 000 Bürger besuchten spezielle Veranstaltungen wie Firmenevents oder Hochzeiten.[19]

Nach dem Anschluss der Schlossheizung an die Abwärme der Biogasanlage in Nordstemmen ist das Schloss Marienburg auch an bestimmten Tagen der Winter-Saison geöffnet (Stand: Oktober 2014). In einigen Räume finden gelegentlich Veranstaltungen statt; dann sind nur eingeschränkte Führungen möglich. Die Schlosskapelle steht der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Schulenburg für Konzerte und kirchliche Amtshandlungen wie Trauungen zur Verfügung, da die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Hannovers die Schlosskapelle auf ihre Kosten renoviert hat und ein Nutzungsrecht besitzt. In den Salonräumen des Kronprinzen im Erdgeschoss führt das Standesamt der Stadt Pattensen an bestimmten Tagen Eheschließungen durch. (Stand: September 2014)

Bei der kostenpflichtigen Schlossführung werden schwerpunktmäßig jene Räume gezeigt, die die Königin Marie mit ihrer Tochter Mary in den Jahren 1866 bis 1867 bewohnte. Es sind nur etwa 15 der rund 100 von Edwin Oppler gestalteten Räume, darunter die Eingangshalle, der Rittersaal und der Salon der Königin mit Bibliothek, die Schlosskapelle und die alte historische Schlossküche. Ein Teil der in der Führung enthaltenen Räume (Speisesaal und Räume der Prinzessinnen) darf gesehen, aber nicht betreten werden. In den beiden chinesischen Zimmern fehlt das chinesische Inventar aus der Zeit der Königin Marie (siehe Abbildung 5 in der Bildsammlung Bilder aus den Jahren 1866 bis 1867), das bei der Auktion im Jahr 2005 versteigert wurde. Diese beiden leergeräumten Zimmer werden für jährlich wechselnde Sonderausstellungen genutzt. (Stand: 2014).

Nur Fotografien aus dem Jahr 1867 überliefern noch die ehemalige Pracht der königlichen Räume, die damals mit überaus wertvollem Inventar ausgestattet waren. Aber die Schätze der Königin Marie sind bis auf das ausgestellte Porzellanservice für 14 Personen versteigert. Geblieben ist an diesem historischen Ort nur die Innenarchitektur von Edwin Oppler mit den bleiverglasten Fenstern, die einen weiten Blick auf das Leinetal freigeben, und das von Edwin Oppler entworfene neugotische Mobiliar. Zu besichtigen sind außerdem Familiengemälde sowie Bilder und Teller mit Abbildungen der ehemaligen Besitztümer der Welfen und die erlesene Silbermöbelgarnitur[20] aus dem Beginn des 18. Jahrhunderts, die auf der deutschen Liste nationaler Kulturgüter verzeichnet ist.

Zusätzlich werden zu festgelegten Terminen Sonderführungen mit Voranmeldung zu den Themen Ein neugotischer Traum, Hinter den Kulissen, Theaterführung und Kinderführung angeboten. (Stand: 2014).

Aussicht von dem Bergfried des Schlosses Marienburg
Blick nach Osten in das Leinetal von der Aussichtsplattform des Schlosses Marienburg auf dem Bergfried. Im Vordergrund blickt man auf den bewaldeten Marienberg mit dem Schulenburger Forst, davor auf die Dächer der Burgkapelle und der Marienburg. Im Hintergrund sieht man von links nach rechts den bewaldeten Calenberg mit dem winzigen Ort Lauenstadt, den Fluss Leine, Sarstedt (im Hintergrund), Giften, Barnten, Rössinger Kiesteiche, Rössing, Abraumhalde Wetterberg bei Giesen (im Hintergrund), Zuckerfabrik Nordstemmen, Nordstemmen (angeschnitten), dahinter die Senke von Hildesheim ("Im Potte" genannt) und der Beginn des Bergzuges Hildesheimer Wald in Niedersachsen, Deutschland. Die Vergrößerung des Bildes wird empfohlen.
Blick von der Aussichtsplattform auf dem Bergfried nach Norden in das Leinetal. Man sieht von links nach rechts auf Schulenburg, Pattensen, Vardegötzen, Jeinsen, Schliekum, Calenberger Mühle, Fluss Leine, Calenberg, Burg Calenberg, Lauenstadt, Sarstedt, Giften, Barnten. Die Vergrößerung des Bildes wird empfohlen.
Blick von der Aussichtsplattform auf dem Bergfried nach Süden in das Leinetal. Man sieht von links nach rechts auf Nordstemmen, Mahlerten, Burgstemmen und Poppenburg. Die Vergrößerung des Bildes wird empfohlen.
Blick von der Aussichtsplattform auf dem Bergfried nach Südwesten in das Leinetal. Man sieht von links nach rechts auf Nordstemmen, Burgstemmen, Poppenburg, Elze, Wülfingen und Sorsum. Die Vergrößerung des Bildes wird empfohlen.

Eine eigene begleitete Führung ermöglicht die Turmbesteigung bis zur halben Höhe des Bergfriedes. 160 Stufen führen zur etwa 44 Meter (200 m über NN) hohen Aussichtsplattform. Im Falle eines Schlossbrandes ist eine Evakuierung vom Bergfried mit der Leiter eines Feuerwehrfahrzeuges vorgesehen. Darauf weist schon während der Turmbesteigung ein Schild "Notausgang" am Fenster zum Innenhof hin, das für eine Evakuierung vorgesehen ist. Die Rundumsicht von der Aussichtsplattform in Richtung Osten, Süden und Westen in den westlichen Teil des Landkreises Hildesheim ist insbesondere bei klarem Hochdruckwetter exzellent. Die Aussicht nach Nordwesten und Norden wird durch den höheren Marienberg verdeckt; deshalb kann die Region Hannover nicht eingesehen werden. Das Fotografieren mit Stativ ist kaum möglich, da die Aussichtsplattform bei jedem Schritt vibriert. Oben auf dem Bergfried befindet sich eine Mobilfunksendeanlage; Träger medizinischer Geräte sollten deshalb abklären, ob eine Turmbesteigung für sie in Frage kommt. (Stand: 2010).

Isabel Arends hat in ihrem 2005 erschienenen Buch Gothische Träume die ursprüngliche Ausstattung sämtlicher Räume des Schlosses untersucht und dokumentiert. Sie weist darauf hin, dass bei der Auktion auch wertvolle Teile des Inventars vom Schloss Marienburg versteigert wurden und dass ein guter Teil der versteigerten Gegenstände den Rechnungen zufolge eigens für die Einrichtung des Schlosses im Sinne eines Gesamtkunstwerks angeschafft wurden. Über die Neugestaltung der Schauräume schreibt sie:

Die hierfür bereits durchgeführte Neudekoration einiger Räume kennzeichnet eine romantische Durchmischung mit Ausstattungsgegenständen unterschiedlicher Provenienz, welche in keiner Weise dem ursprünglichen Bestand entsprechen und weder die königliche Pracht noch die Intention ihres Schöpfers widerspiegeln. Hier wird nun aus dem Restbestand ein Zeugnis des heutigen Verständnisses einer neugotischen Raumkunst zusammengebastelt.[21]

Dieser Darstellung zufolge ist die neu zusammengestellte Ausstattung der Schauräume nicht mehr authentisch. Isabel Arends grundlegendes Buch über die Marienburg wird im Buchladen des Schlosses nicht angeboten.

Nutzungskonzept vom Jahr 2006[Bearbeiten]

Mauritz von Reden war vom Jahr 2003 bis zum 31. Juli 2012 Generalbevollmächtigter des Hauses Hannover in Deutschland und in Österreich. Er hatte für das Schloss ein neues Nutzungskonzept erarbeitet und beschrieb es im Frühjahr 2006 so:

Es gibt vier Säulen, auf denen unsere Arbeit steht: erstens ein Museumskonzept mit Dauerausstellung und Sonderausstellungen; zweitens die Gastronomie, das Restaurant in den alten Pferdeställen und der Kutschenremise ...; drittens die Vermietung der Kapelle und anderer Räumlichkeiten für Hochzeiten, Empfänge und Feste; und viertens die Veranstaltungen im Innenhof: Jazzkonzerte, Frühschoppen und eine Klassikreihe ...[22]

Das neue Nutzungskonzept brachte wesentliche Einschränkungen[23] für das Grundstück, das sich im Eigentum von Prinz Ernst August VI. befindet[24] und sowohl die Wege und Parkplätze wie auch das umgebende Waldgebiet mit den vorgeschichtlichen Fundplätzen umfasst. Der Parkplatz wird zum Privatparkplatz erklärt. Er ist nur für Besucher des Schlossmuseums offen; widerrechtlich abgestellte Fahrzeuge werden kostenpflichtig auf Gefahr des Halters abgeschleppt. Die Zufahrt für Motorradfahrer ist verboten. Damit ist das Abstellen von Fahrzeugen durch Wanderer, die das Schloss nicht besuchen, untersagt. Auch die traditionellen Motorrad- und Oldtimertreffen dürfen hier nicht mehr stattfinden. Für presserelevante Foto-, Film- oder andere Aufzeichnungen ist die schriftliche Drehgenehmigung der Verwaltung Schloss Marienburg Voraussetzung. Das Aufstellen von Verkaufsflächen und Verkaufsfahrzeugen ist nur mit schriftlicher Genehmigung der Verwaltung gestattet. Diese Regelung bekam der Schlachtermeister und Imbissbudenbesitzer Friedrich-Karl Bordt zu spüren, der mit einer mündlichen Genehmigung des 1987 verstorbenen Welfenchefs Ernst August IV. 26 Jahre lang Würstchen auf dem Parkplatz des Schlosses Marienburg verkaufte und am 9. Mai 2007 den Parkplatz mit seiner Imbissbude für immer verlassen musste. Die dabei aufgenommenen Pressefotos durften nicht veröffentlicht werden.[25]

Im Februar 2008 wurde die Arbeitsgemeinschaft Faszination Schlösser im Leine- und Weserbergland gegründet, der die Schlösser Bevern, Bückeburg, Corvey, Fürstenberg, Hämelschenburg und Marienburg sowie die Hamelner Marketing- und Tourismusgesellschaft angehören. Ziel der Kooperation ist eine gemeinsame Vermarktung mit Reisearrangements für Touristen aus dem In- und Ausland. Gegründet wurde dazu die Reisegesellschaft EAC GmbH Schloss Marienburg, die sich auf das südliche Niedersachsen spezialisiert hat.[26]

Schloss Marienburg als Filmkulisse[Bearbeiten]

Seit dem Jahr 2012 dient das Schloss als Filmkulisse. Vom Juli 2014 an gibt es im Schloss Marienburg eigene Führungen, bei denen die Drehorte der Fernsehserie "In Your Dreams - Sommer deines Lebens" gezeigt und erklärt werden (Stand: 17. Oktober 2013). Folgende Filme entstanden im Schloss Marienburg:

Die Marienbergbrücke[Bearbeiten]

Schloss Marienburg um 1865 und die im Jahr 1859 als hölzerne Jochbrücke erbaute Marienbergbrücke.

Im Jahr 1859 baute das Hannoversche Königshaus zum Preis von 16.500 Reichstalern eine hölzerne Jochbrücke über die Leine. Von dort aus führte ein Waldweg durch das Nordstemmer Holz zum Nordstemmer Bahnhof. Die Jochbrücke wurde gegen 1900 durch eine Steinbrücke ersetzt. Auf der Ostseite der Brücke befand sich 1911 auch eine Fähre. Bis 1935 war die Brücke mit einer Schranke versehen und ist von einem Schrankenwärter bewacht worden, um unbefugten Kraftfahrzeugverkehr zur Marienburg zu verhindern. Erst nach dem Bau der Kreisstraße K 505 im Jahr 1935 bekamen die Kraftfahrzeuge freie Fahrt.

Die beiden Adenser Bürger Conrad Kösel und Rudolf Ohlmer wollten am Ende des Zweiten Weltkrieges die Sprengung der Marienbergbrücke und der Calenberger Brücke durch deutsche Soldaten verhindern. Als sie am 6. April 1945 zur Marienbergbrücke kamen, hatten Angehörige des Volkssturms die Brücke bereits gesprengt. Gemeinsam mit Hans Bremer, dem Besitzer der Calenberger Mühle, konnten Kösel und Ohlmer aber noch die Sprengung der Calenberger Brücke verhindern.

Während der Rückfahrt auf der K 506 kurz vor Adensen wurden Kösel und Ohlmer von heranrückenden Panzern der US-Army in ihrem Fahrzeug erschossen. Bei der Sprengung der Marienbergbrücke wurden durch die Detonationswelle auch die Glasfenster der Schlosskapelle zerstört. Die Britische Rheinarmee ersetzte die gesprengte Marienbergbrücke zunächst durch eine Pontonbrücke und dann im Jahr 1948 durch eine Stahlbrücke, die mit Holzbohlen belegt war. Im Jahr 1955 wurde schließlich die jetzige Marienbergbrücke errichtet.

Die Kreisstraße K 505[Bearbeiten]

Beschrifteter Findling an der Kreisstraße K 505[27]

An der Stelle der jetzigen Kreisstraße K 505 befand sich bis 1935 zwischen der Leine und dem Marienberg ein schmaler Feldweg. Er war ebenso wie die steinerne Marienbergbrücke durch eine Schranke für den Kraftfahrzeugverkehr zur Marienburg gesperrt; es gab nur einen schmalen Durchlass für Fußgänger und Radfahrer. Im Jahr 1935 wurde der Feldweg von dem Reichsarbeitsdienst zur Kreisstraße K 505 ausgebaut und mit Platanen bepflanzt. Da seinerzeit die Leine dicht an dem Feldweg vorbeiführte, mussten am Marienberg Felsen weggesprengt werden. Bei den Bauarbeiten wurde ein Findling[28] gefunden, der jetzt am Straßenrand unterhalb der Sachsenschlucht auf den Bau der K 505 hinweist. Er dient der Erinnerung an den Straßenbau von 1935. Über der Inschrift befand sich ursprünglich ein Hakenkreuz, das nach 1945 entfernt wurde. 1935 durfte die Straße zum Schloss von Fahrzeugen befahren werden. Die Leine wurde erst Jahrzehnte später in ihr jetziges Flussbett verlegt; dabei wurde ein Teil des ehemaligen Flussarmes als Löschwasserteich für das Schloss Marienburg belassen. Seitlich der Leine entstanden später zahlreiche Kiesteiche.

An der Marienbergbrücke beginnt ein Wanderweg, der unterhalb des Marienberges durch das Leinetal nach Schulenburg führt. An der Marienbergbrücke zweigt von der K 505 die Bergstraße K 210 (Marienbergstraße) ab, die über den Marienberg zum Parkplatz des Schlosses Marienburg und von da aus inmitten einer Allee weiter zur Kreisstraße K 506 führt.

Der königliche Empfangsbahnhof in Nordstemmen[Bearbeiten]

Der Bahnhof Nordstemmen im Jahr 1861
Stirnfront des leerstehenden Empfangsgebäudes 2007
Hauptartikel: Bahnhof Nordstemmen

Das Empfangsgebäude im Bahnhof Nordstemmen wurde 1853 bis 1854 von den Architekten Conrad Wilhelm Hase und Julius Rasch gebaut. Hase plante das Empfangsgebäude in Anlehnung an die mittelalterliche Backsteinromanik und Backsteingotik im Stil des romantischen Historismus.

Das Empfangsgebäude ist ein breiter eingeschossiger Mittelbau mit Satteldach auf rechteckigem Grundriss und wird im Norden und Süden von größeren mehrgeschossigen Eckpavillons mit Zeltdach auf quadratischem Grundriss begrenzt. Die beiden Eckpavillons haben als Schaufassade an ihrer Frontseite hervorstehende zwölf Meter hohe Blendgiebel, die von Eckpfeilern umgeben sind und turmartig über die Giebel hinausragen. Insgesamt besitzt das Bahnhofsgebäude eine Länge von 63,38 Metern, eine Breite von 15,80 Metern und eine Grundfläche von 1080 Quadratmeter.

Als das Empfangsgebäude gebaut wurde, gab es noch keine Pläne für den Bau der Marienburg. Nach der Fertigstellung des Gebäudes gestaltete Conrad Wilhelm Hase in den Jahren 1858 bis 1860 im Inneren des Empfangsgebäudes Räume für die königliche Familie und im Wartesaal der ersten und zweiten Klasse ein Büffet für den Hofstaat. Dadurch wurde der Bahnhof zu einem königlichen Empfangsbahnhof. Er bildet mit dem Schloss Marienburg ein architektonisches Ensemble.

Wenn König Georg V. zur Marienburg fahren wollte, verließ er mit seinem Hofstaat in Nordstemmen den Zug. Er reiste in einem von E. J. H. Witte im Jahr 1853 entworfenen dreiachsigen Eisenbahnsalonwagen an, der außen mit Wappen, Orden, Initialen und Königskronen reich geschmückt war. Die Werkstatträume der Bahnmeisterei dienten als Abstellhalle für diesen Eisenbahnsalonwagen der königlichen Familie. Die Bahnhofsgebäude in Hannover und in Salzderhelden enthielten ebenfalls Räume für die königliche Familie, die in späterer Zeit dem Kaiser zur Verfügung standen, wenn er in seinem Eisenbahnsalonwagen anreiste.

Den hannoverschen Eisenbahnsalonwagen für König Georg V. entwarf Eduard J. H. Witte für den König Georg V. im Jahr 1853, und er dokumentierte ihn in diesem Aquarell.
Eisenbahnsalonwagen des Königs Georg V. von Hannover, 1853 entworfen von Eduard J. H. Witte.

Die Deutsche Bahn AG benötigt das Empfangsgebäude nicht mehr. In den Jahren 2011 bis 2013 bemühte sich der Hildesheimer Bauunternehmer Dirk Bettels vergeblich, das Empfangsgebäude mit zugesagten öffentlichen Mitteln von der Deutschen Bahn AG zu erwerben und originalgetreu zu sanieren. Das Projektteam für die Restaurierung des Empfangsgebäudes, dem auch ein Angehöriger des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege und der Architekt Holger Heise angehören, plante, den Gebäudezustand von 1854 wiederherzustellen. Diese Bauarbeiten können erst begonnen werden, wenn die Eigentumsübertragung an die gemeinnützige GmbH mit dem Namen Perron erfolgt ist, weil vorher keine Bauanträge gestellt und keine Bauaufträge an Firmen erteilt werden können. Die Bahn AG hat die Verhandlungen darüber beendet. Nach der Aufforderung des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege hat die Deutsche Bahn das Empfangsgebäude im Winter 2012/2013 einrüsten lassen, um beschädigte Stellen am Dach zu beseitigen. (Stand: 9. März 2014)

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Die Literaturangaben sind nach Jahren geordnet.
Weitere Literaturangaben finden sich in den Einzelnachweisen.
Bei der Eingabe von Schloss Marienburg in das Suchfeld der Niedersächsischen Bibliographie erscheinen mehr Literaturangaben.

Gesamtdarstellungen[Bearbeiten]

  • Gottfried Kiesow: Schloss Marienburg. Deutscher Kunstverlag, München 1963. 11. Auflage, Deutscher Kunstverlag, München 1990.
  • Margret Zimmermann, Hans Kensche: Burgen und Schlösser im Hildesheimer Land. Verlag Lax, Hildesheim 1998.
  • Jan Brinkmann: Geschichten aus Niedersachsen. Land-&-Forst-Edition, Landbuch Verlagsgesellschaft, Hannover 2004, ISBN 3-7842-0670-0.
  • Prinz Ernst August von Hannover (Hrsg.): Schloss Marienburg. Schulenburg an der Leine 2005. (farbig bebilderte Broschüre, im Schloss Marienburg erhältlich)
  • Isabel Arends: „Niemals zurück“. Geschichte und Schicksal von Schloss Marienburg. In: Förderverein für die Stadtgeschichte von Springe e.V. (Hrsg.): Springer Jahrbuch 2006. S. 47-66, S. 119-124.

Baugeschichte des Schlosses Marienburg[Bearbeiten]

  • Conrad Wilhelm Hase. Baumeister des Historismus. Ausstellungskatalog, Historisches Museum am Hohen Ufer, Hannover 1968, S. 17-22. (Baugeschichte der Marienburg, Quellenangabe für Bauzeichnungen und Abbildungen)
  • Dehio-Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler: Bremen, Niedersachsen. Deutscher Kunstverlag, München 1977, S. 767–768. (Grundriss des Schlosses S. 769)
  • Günther Kokkelink, Monika Lemke-Kokkelink: Baukunst in Norddeutschland. Architektur und Kunsthandwerk der Hannoverschen Schule 1850-1900. Schlütersche, Hannover 1998.
  • Werner Wagener: Er konnte sein Werk nicht vollenden. Der Architektenstreit Hase – Oppler beim Bau der Marienburg 1864. Hase – der eigentliche Schöpfer. In: Hildesheimer Heimat-Kalender 2000. Verlag Gebrüder Gerstenberg, Hildesheim 2000, S. 110–114.
  • Werner Wagener: Aufstieg und Fall des Eduard Julius Hugo Witte. Vom Salinenbesitzer zum Burghauptmann der Marienburg. In: Hildesheimer Heimat-Kalender. Kalender für Familie und Haus. Jahrbuch für Kunst und Wissenschaft im Hildesheimer Land. Gerstenberg, Hildesheim 2002, S. 99-104. ISSN 0340-8477.
  • Isabel Arends: Gothische Träume. Die Raumkunst Edwin Opplers auf Schloss Marienburg. (= Hannoversche Studien, Band 11.) Hannover 2005, ISBN 3-7752-4961-3.
  • Isabel Maria Arends: „Niemals zurück“. Geschichte und Schicksal von Schloss Marienburg. In: Förderverein für die Stadtgeschichte von Springe e.V. (Hrsg.): Springer Jahrbuch 2006, S. 47-65.
  • Nadine Pflüger, Werner Beermann: Der Architekt Conrad Wilhelm Hase und seine Bauten aus früher Zeit. Schriftenreihe des Heimat- und Geschichtsvereins Elze und seiner Ortsteile e.V., Heft 7. Hrsg.: Heimat- und Geschichtsverein Elze, Elze 2007.
  • Alexander Dylong: Hannovers letzter Herrscher. König Georg V. zwischen welfischer Tradition und politischer Realität. MatrixMedia, Göttingen 2012, ISBN 978-3-932313-49-3.
  • Ronald Clark: Exkurs zum projektierten Park an der Marienburg von Christian Schaumburg. In: Sommerakademie Herrenhausen 2012 "Schlösser und ihre Gärten": Kurzfassungen von Vorträgen. Hannover, 14. Juni bis 16. August 2012. Hrsg.: Freunde der Herrenhäuser Gärten ..., Hannover 2013. Seite 61-63.
  • Mauritz von Reden: Schloss Marienburg - Vision und Wirklichkeit. dgl. Seite 53 - 60.

Die Furtwängler-Orgel in der Schloßkapelle[Bearbeiten]

  • Christian Eickhoff: Die Orgel der Marienburg. In: Bericht über die Fachtagung Frühromantischer Orgelbau in Niedersachsen. Hildesheim, 16.-18.9.1976. Veröffentlichung der Gesellschaft der Orgelfreunde Nr. 60. Hrsg.: Uwe Pape. Pape, Berlin 1977. Seite 113-115. ISBN 3-921140-15-3
  • Werner Wagener: Ohne Schlosskapelle geht es nicht. Königin Marie liebte die Musik. In: Hildesheimer Heimat-Kalender. Kalender für Familie und Haus. Jahrbuch für Kunst und Wissenschaft im Hildesheimer Land. - Hildesheim: Gerstenberg. - ISSN 0340-8477. 2004, S. 37-42.
  • Werner Wagener: Die Furtwängler-Orgel in der Marienburg. In: Förderverein für die Stadtgeschichte von Springe e.V. (Hrsg.): Springer Jahrbuch 2007, S. 92-97.

Schloss Marienburg in den Jahren 1866–1867[Bearbeiten]

  • G. M. Willis (Hrsg.): Hannovers Schicksalsjahr 1866 im Briefwechsel König Georgs V. mit der Königin Marie. Hildesheim 1966.
  • Werner Wagener: Die letzten Tage auf Schloß Marienburg. Königin Marie geht ins Exil. In: Hildesheimer Heimat-Kalender. Kalender für Familie und Haus. Jahrbuch für Kunst und Wissenschaft im Hildesheimer Land. - Hildesheim: Gerstenberg. 1997, S. 57-59. - ISSN 0340-8477
  • Werner Wagener: Sie kamen sogar aus dem Wendland. Landwirte besuchten Königin Marie auf der Marienburg bei Nordstemmen. In: Heimatkalender 2003 für die Lüneburger Heide. Celle 2002, S. 87 f.
  • Isabel Arends: Ausflug „ohne Nebelkappe“ zu Schloss Marienburg. In: Hannoversche Geschichtsblätter, Neue Folge, Band 59. Hannover 2005, S. 189-192.
  • Die Marienburg und ihre Herrin. (Nachdruck aus: Die Gartenlaube, Jahrgang 1867, S. 421-424.) In: Hannoversche Geschichtsblätter, Neue Folge, Band 59. Hannover 2005, S. 193-199. (Dieser von der preußischen Regierung lancierte Artikel soll beim Leser den Eindruck erwecken, dass das von preußischen Gendarmen streng bewachte Schloss Marienburg im Sommer 1867 für die Königin Marie keineswegs ein Internierungslager war, in dem sie unter Hausarrest stand.)
  • Ernst Gottfried Mahrenholz: Ein Königreich wird Provinz. Über Hannovers Schicksalsjahr 1866. MatrixMedia, Göttingen 2011.

Auktionen und ihre Folgen[Bearbeiten]

Auktionskatalog von Sotheby's zur Versteigerung von Kunstwerken aus dem königlichen Hause Hannover im Oktober 2005.
  • Sotheby's: Works of art from the Royal House of Hanover: Schloss Marienburg, 5-15 October 2005. Sotheby's, Amsterdam u.a. 2005. (Kunstwerke des Königlichen Hauses Hannover bei der Versteigerung im Schloss Marienburg am 5.-15. Oktober 2005.)
Vol. 1: The history of the House of Hanover and the highlights of the auction = Die Geschichte des Hauses Hannover und die Höhepunkte der Auktion. - 2005. - 342 S. : überw. Ill., graph. Darst.
Vol. 2: Illustrated handbook & index : lots 1 - 1916 = Illustriertes Handbuch und Register. - 2005. - 318 S. : überw. Ill.
Vol. 3: Illustrated handbook & index : lots 2001 - 4740 = Illustriertes Handbuch und Register. - 2005. - 342 S. : überw. Ill.
Vol. 4: Additional lots = Zusätzliche Lose. - 2005. - 88 S.
DVD: Volumes I, II & III on DVD = Band I, II und III on DVD. - 2005
Sammlungen im Schloss Marienburg (Verbleib unbekannt)
  • Christof Boehringer (Verfasser der Textbeiträge) und Archäologisches Institut der Universität Göttingen: Die Skulpturen der Sammlung Wallmoden. Ausstellung zum Gedenken an Christian Gottlob Heyne (1729-1812). Göttingen 1979. - Die Sammlung befand sich seit 1978 auf Schloss Marienburg.
  • Das Mobiliar der Empfangsräume der königlichen Familie im Empfangsgebäude vom Bahnhof Nordstemmen wurde seit 1867 im Schloss Marienburg aufbewahrt.
  • Archäologischen Funde auf der Baustelle vom Schloss Marienburg befanden sich in Schloss Marienburg und wurden vor der Auktion von Sotheby's in der Ausstellung des Schlosses gezeigt.
Literatur zur Auktion von Sotheby's
  • Friedrich-Wilhelm Busse: Kunstwerke des Königlichen Hauses Hannover. Zur Auktion auf der Marienburg. In: Der Bund: Niedersachsen, Deutschland, Europa. Zeitschrift des Welfenbundes, Hannover. Jg. 53 (2005) Nr. 150, S. 10-11.
  • Axel Wermelskirchen: Schätzpreis 40.000, Hammerpreis 540.000. Die Auktion der Welfenschätze auf Schloß Marienburg bringt Rekorderlöse. In: Frankfurter Allgemeine: Zeitung für Deutschland Ausgabe D. - Verlag Frankfurter Allgemeine Zeitung, Frankfurt am Main 2005, 7. Oktober, S. 7.
  • Waldemar R. Röhrbein: Ausverkauf. Die Marienburg der Welfen im Brennpunkt der Interessen. Zu einem "norddeutschen Neuschwanstein" fehlt es an Erinnerung und Exponaten. In: Niedersachsen, Zeitschrift für Kultur, Geschichte, Heimat und Natur seit 1859, Heft 2/2006, S. 34 f. (Derselbe Text findet sich mit kleinen Änderungen unter dem Titel: Im Brennpunkt. Die Marienburg. In: Förderverein für die Stadtgeschichte von Springe e.V. (Hrsg.): Springer Jahrbuch 2006, S. 67-73, S. 125 f.)
  • Gisela Bungarten, Jochen Luckhardt (Hrsg.): Welfenschätze gesammelt, verkauft, durch Museen bewahrt. Ausstellung in der Burg Dankwarderode, Braunschweig, 7. Juni bis 2. September 2007 / Herzog-Anton-Ulrich-Museum, Kunstmuseum des Landes Niedersachsen, Niedersächsische Museen Braunschweig. Michael Imhof Verlag, Petersberg 2007, ISBN 978-3-86568-262-8.
  • Gisela Bungarten: Große Versteigerung auf der Marienburg dgl. Seite 20-23.

Märchen und Sagen vom Schloss Marienburg[Bearbeiten]

  • Wilhelm Barner: Hoike. Sagen und Erzählungen aus dem Land zwischen Hildesheimer Wald und Ith. (= Schriftenreihe des Heimatmuseums Alfeld, Nr. 7.) Alfeld o. J. (1960), S. 24 f., S. 119 und S. 162.
  • Isabel Arends, Ernst August Prinz von Hannover (Hrsg.): Märchen für die Königin. Zauberhaftes aus Kunst und Geschichte im Schloss Marienburg. MatrixMedia Verlag, Göttingen 2013, ISBN 978-3-932313-50-9.

Varia[Bearbeiten]

  • Marienburg-Kreis: Informationen des Marienburg-Kreises. - Harbansen über Alfeld/Leine: Selbstverlag, 1958-1975. Nr. 1.1958 - 29.1975[?].

Archive[Bearbeiten]

  • Niedersächsisches Hauptstaatsarchiv Dep. 103 (historische Dokumente zum Bau der Marienburg) im Staatsarchiv in Pattensen
  • Archiv der Marienburg (fast 2000 Bauzeichnungen mit Vorskizzen, Entwürfen und Werkzeichnungen)
  • Stadtarchiv Hannover (Nachlass des Architekten Edwin Oppler mit über 100 Zeichnungen zum Ausbau der Marienburg, Fotografien und seinen Veröffentlichungen während der Bauzeit der Marienburg)

Quellen[Bearbeiten]

  1. Im Jahresprogramm 2014 nannte er sich so: Ernst August Erbprinz von Hannover Herzog zu Braunschweig und Lüneburg. Mit vollem Namen heißt er Ernst August Andreas Philipp Constantin Maximilian Rolf Stephan Ludwig Rudolph Prinz von Hannover Herzog zu Braunschweig und Lüneburg Königlicher Prinz von Großbritannien und Irland. Der Adelstitel lautet: Erbprinz Ernst August von Hannover Herzog zu Braunschweig und Lüneburg Königlicher Prinz von Großbritannien und Irland. Die Höflichkeitsanrede beginnt mit Seine Königliche Hoheit. Hier ist ein Beispiel im Genetiv "Verwaltung SR. K. H. Des Prinzen von Hannover Herzogs zu Braunschweig und Lüneburg" aus seiner Veröffentlichung Schloss Marienburg, Schulenburg/Leine 2005, Seite 60. In Ländern wie Deutschland, Österreich und der Schweiz kommt diesem Titel und dieser Anrede nur ein Höflichkeitscharakter zu, da der Titel in diesen Ländern keine staatsrechtliche Geltung hat. Englischsprachige Informationen zur Person finden sich hier.
  2. Hannoverschen Allgemeinen Zeitung vom 15. März 2014.
  3. Zitiert nach: Isabel Arends: Gothische Träume. Die Raumkunst Edwin Opplers auf Schloss Marienburg. Hannover 2005. Seite 51.
  4. Alheidis von Rohr: Staats- und Stadtwagen aus dem hannoverschen Marstall. Historisches Museum am Hohen Ufer, Hannover 1980. S. 15 und Anm. 65 auf S. 47.
  5. Stadtarchiv Uelzen, Nr. 1274 pr 22/6 66. Zitiert nach: Ernst Gottfried Mahrenholz: Ein Königreich wird Provinz. Über Hannovers Schicksalsjahr 1866. MatrixMedia, Göttingen 2011. Seite 64, Anmerkung 77.
  6. Walther Kabel: Der Kronschatz der Cumberlander. In: Das Buch für Alle. Illustrierte Familienzeitung. Chronik der Gegenwart. 49. Jahrgang 1914. Heft 9. Union Deutsche Verlagsgesellschaft Stuttgart.
  7. Erich Graf von Kielmannsegg (Hrsg.), Familien-Chronik der Herren, Freiherren und Grafen von Kielmannsegg. Wien 1910. Zweite, ergänzte und verbesserte Auflage, Beilage Nr. III, 22, S. 792 ff.
  8. Wörtliches Zitat aus dem Buch: W. von Hassell: "Geschichte des Königreichs Hannover." Zweiter Teil. Zweite Abteilung: Von 1863 bis 1866. Leipzig. Verlag von M. Heinsius Nachfolger. 1901. Seite 657-658.
  9. Hannoverschen Allgemeinen Zeitung vom 15. März 2014.
  10. Die Auktionskataloge werden hier angegeben.
  11. Waldemar R. Röhrbein: Ausverkauf. Die Marienburg der Welfen im Brennpunkt der Interessen. In: Niedersachsen (Zeitschrift für Kultur, Geschichte, Heimat und Natur seit 1859), 2/2006, S. 34f.
  12. Hannoversche Allgemeine Zeitung Nr. 84, S. 19 vom 8. April 2006.
  13. NDR: "Die Ausstellungseröffnung in voller Länge".
  14. Teure Stehhilfe für die Marienburg bei ndr.de vom 14. November 2014
  15. Quelle: Leine-Deister-Zeitung vom 12. November 2014.
  16. Isabel Arends: Gothische Träume. Die Raumkunst Edwin Opplers auf Schloss Marienburg. Hannover 2005, Seite 54
  17. Simon Benne: "Marodes Märchenschloss" und Interview "Erhalt ist von öffentlichem Interesse. In: Hannoversche Allgemeine Zeitung Nr. 266 vom Freitag, 14. November 2014 Seite 15.
  18. Siehe Leine-Deister Zeitung vom 5. März 2014.
  19. Quelle: Leine Nachrichten der Hannoverschen Allgemeine Zeitung vom 8. Oktober 2014 auf Seite 6.
  20. vgl. Reinhold Baumstark (Hrsg.): Silber und Gold. Augsburger Goldschmiedekunst für die Höfe Europas. Ausstellungskatalog, Bayerisches Nationalmuseum München, München 1994. Band 2, S. 354-373.
  21. Isabel Arends: Gothische Träume. Die Raumkunst Edwin Opplers auf Schloss Marienburg. Hannover 2005, S.93–94
  22. Mauritz von Reden: Welfen-Pläne. Der Bevollmächtigte des Prinzen von Hannover zur Umgestaltung von Schloss Marienburg. In: Niedersachsen (Zeitschrift für Kultur, Geschichte, Heimat und Natur seit 1859), 2/2006, S. 36 f.
  23. Die Einschränkungen fanden sich auf den Verbotsschildern, die Anfang Mai 2007 am Parkplatz aufgestellt wurden. Siehe Leine-Nachrichten der Hannoverschen Allgemeine, Ausgabe 108 vom 10. Mai 2007, S. 1.
  24. Die Grundstücksgrenzen sind oben in der Karte von A. Umlauff vom Herbst 1895 eingetragen.
  25. Der Imbissbudenbesitzer Friedrich-Karl Bordt, der seit 26 Jahren Würstchen auf dem Parkplatz von Schloss Marienburg verkaufte, räumt seinen Standplatz. (Nicht mehr online verfügbar.) Hannoversche Allgemeine Zeitung, 2007, ehemals im Original, abgerufen am 2007. (Seite nicht mehr abrufbar; Suche im Webarchiv)[1] [2] Vorlage:Toter Link/www.haz.de
  26. Details finden sich hier. Aufruf am 16. August 2012.
  27. Inschrift des Findlings: "Zur Erinnerung an den Strassenbau Adensen - Nordstemmen 1935"
  28. Foto-Informationen zu dem Findling.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Marienberg und Schloss Marienburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

(Aufgerufen am 15. November 2014)

52.1727777777789.7661111111111Koordinaten: 52° 10′ 22″ N, 9° 45′ 58″ O