Schwalbenschwanzverbindung

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Schematische Darstellung der Schwalbenschwanzverbindung
Darstellung von 1904 aus dem Lexikon der gesamten Technik

Eine Schwalbenschwanzverbindung ist eine Verbindung ähnlich einer Spundung, bei der die Form des Spunds (auch: Feder, Zinken oder Zapfen) entfernt an die gegabelte Form des Schwanzes einer Schwalbe erinnert. Im Gegensatz zu einer Spundung ist die Schwalbenschwanzverbindung in höherem Maße formschlüssig, nicht nur quer zum Schwalbenschwanz, sondern auch in dessen Längsrichtung. Die Schwalbenschwanzverbindung wird in der dritten Richtung, die auch quer zum Schwalbenschwanz liegt, gefügt.

Bei einer Schwalbenschwanzverbindung mit mehrfach "gezackten" Schwalbenschwanz spricht man auch von einer "Tannenbaumverbindung". Diese platzsparende Form ist vor allem zur Befestigung von Laufschaufeln von Strömungsmaschinen verbreitet. Die hohen Fliehkräfte werden in der Verbindung auf mehrere Kontaktflächen verteilt.

Anwendungen[Bearbeiten]

Schwalbenschwanzverbindungen werden in vielen Bereichen der Technik eingesetzt, u.a.:

Auch bei Werkzeugmaschinen verwendet man Schwalbenschwanzverbindungen, wobei im Maschinentisch eine trapezförmige Nut (siehe Bild oben) zur Aufnahme von Spanneisen mit entsprechender, negativer Trapezform eingearbeitet sind, in die die Spannpratzen von der Seite eingeschoben und dann durch Verklemmmen mit dem Werkstück kraftschlüssig verbunden werden.

Nach fast identischem Prinzip funktionieren sogenannte Schwalbenschwanzführungen, mit dem Unterschied, dass dabei nicht auf starre, kraftschlüssige Verbindung, sondern auf eine formschlüssige, die Translation erlaubende Gleitführung Wert gelegt wird. Diese Art von Schwalbenschwanzführung kann durch eine spezielle Anordnung von Nadelkäfigschienenführungen auch als Wälzführung realisiert werden.