Schwarzer Moderkäfer

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Schwarzer Moderkäfer
Schwarzer Moderkäfer (Ocypus olens)

Schwarzer Moderkäfer (Ocypus olens)

Systematik
Ordnung: Käfer (Coleoptera)
Unterordnung: Polyphaga
Familie: Kurzflügler (Staphylinidae)
Unterfamilie: Staphylininae
Gattung: Ocypus
Art: Schwarzer Moderkäfer
Wissenschaftlicher Name
Ocypus olens
(Müller, 1764)
Larve beim Angriff auf einen Regenwurm

Der Schwarze Moderkäfer (Ocypus olens) ist ein Käfer aus der Familie der Kurzflügler (Staphylinidae).

Merkmale[Bearbeiten]

Schwarze Moderkäfer sind mit 22 bis 32 Millimetern Länge die größte Kurzflüglerart Mitteleuropas. Der Käfer ist komplett mattschwarz gefärbt, der Körper ist sehr dicht punktförmig strukturiert und schwarz behaart. Der Hinterrand des fünften freiliegenden Hinterleibssegmentes hat auf der Oberseite einen feinen hellen Hautsaum. Die Schienen (Tibien) der Vorderbeine tragen am Außenrand vor der Spitze Dornen. Die häutigen Flügel (Alae) sind ausgebildet.

Ähnliche Arten[Bearbeiten]

Eine ähnliche Art ist der Dunkle Raubkäfer (Ocypus tenebricosus), dessen Halsschild länger ist als die Deckflügel an der Naht. Auch ist die Art ungeflügelt.[1] Man kann die Art mit weiteren Arten der Gattung Ocypus verwechseln, diese sind jedoch alle kleiner.

Synonyme[Bearbeiten]

  • Ocypus fulvopilosus Fiori, 1894[2]
  • Goerius macrocephalus Stephens, 1832 (Homonym)[2]
  • Staphylinus major De Geer, 1774[2]
  • Ocypus meridionalis Fiori, 1894[2]
  • Staphylinus unicolor Herbst, 1784[2]

Vorkommen und Lebensraum[Bearbeiten]

Die Käfer sind in Europa weit verbreitet. Sie treten in verschiedenen Lebensräumen, bevorzugt jedoch in feuchten Wäldern und deren Rändern und Auen, aber auch in Gärten, auf Heiden und manchmal auch an Trockenhängen auf. Sie leben dort unter Totholz, Steinen, in der Bodenstreu und auf Wegen.

Lebensweise[Bearbeiten]

Die Schwarzen Moderkäfer ernähren sich räuberisch. Bei drohender Gefahr spreizen die Tiere ihre Mandibeln, mit denen sie kräftig zubeißen können und strecken den Hinterleib nach vorne, was der Einschüchterung der Angreifer dient. Sie können mit ihren weißen sackförmigen Wehrdrüsen am Hinterleibsende auch ein übelriechendes Sekret absondern. Die Larven führen eine ähnliche Lebensweise wie die adulten Käfer.

Belege[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Jiři Zahradnik, Irmgard Jung, Dieter Jung et al.: Käfer Mittel- und Nordwesteuropas, Parey Berlin 1985, ISBN 3-490-27118-1
  2. a b c d e Ocypus (Ocypus) olens (O. Müller 1764). Fauna Europaea, Version 1.3, 19.04.2007, abgerufen am 18. Juni 2007.

Literatur[Bearbeiten]

  • Karl Wilhelm Harde, Frantisek Severa und Edwin Möhn: Der Kosmos Käferführer: Die mitteleuropäischen Käfer. Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co KG, Stuttgart 2000, ISBN 3-440-06959-1.
  • Georg Möller, Reiner Grube, Ekkehard Wachmann: Der Fauna Käferführer I - Käfer im und am Wald Fauna-Verlag, Nottuln 2006, ISBN 3-935980-25-6.
  • Jiři Zahradnik, Irmgard Jung, Dieter Jung et al.: Käfer Mittel- und Nordwesteuropas, Parey Berlin 1985, ISBN 3-490-27118-1

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schwarzer Moderkäfer – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien