Sean Kelly

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Dieser Artikel behandelt den ehemaligen irischen Radrennfahrer Sean Kelly. Für den Politiker, siehe Seán Kelly.
Sean Kelly als Fernsehkommentator bei der Tour de France 2009

Sean Kelly (* 24. Mai 1956 in Waterford) ist ein ehemaliger irischer Radrennfahrer. Er war einer der erfolgreichsten Klassikerjäger der 1980er und 1990er. Er gehört neben Stephen Roche zu den besten Fahrern Irlands überhaupt.

Karriere[Bearbeiten]

1977 wurde Sean Kelly Rad-Profi, nachdem er vom französischen Sportfunktionär Jean de Gribaldy entdeckt worden war. Seine Sprinterqualitäten brachten ihm fünf Etappensiege sowie viermal das Grüne Trikot bei der Tour de France ein (1982, 1983, 1985 und 1989). Ebenfalls viermal holte er das Punktetrikot bei der Vuelta a España, die der Allrounder 1988 gewinnen konnte. Bei Etappenrennen konnte der Ire außerdem 1983 und 1990 die Tour de Suisse für sich entscheiden sowie rekordträchtige siebenmal in Folge das „Rennen zur Sonne“ Paris–Nizza. Sean Kelly war auch – ungewöhnlich für einen Sprinter – ein sehr starker Zeitfahrer, so gewann er 1986 auch den Grand Prix des Nations.

Seine meisten Triumphe feierte Kelly bei den Eintagesrennen. Er konnte vier der fünf Monumente des Radsports mehrmals für sich entscheiden:

Neben der Flandern-Rundfahrt fehlt ihm ein Sieg bei den Straßenrad-Weltmeisterschaften, wo er 1982 und 1989 Dritter wurde.

Seine beeindruckende Konstanz spiegelte sich nicht zuletzt in der Radsport-Weltrangliste wider, die Kelly seit deren Einführung 1984 über fünf Jahre ununterbrochen anführte.

Doping[Bearbeiten]

1984 wurde Sean Kelly beim Rennen Paris-Brüssel wegen des Dopings mit Pemolin vom belgischen Verband für einen Monat gesperrt und mit einer Geldstrafe von 1000 Schweizer Franken belegt.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ralf Meutgens: Doping im Radsport, Bielefeld 2007, S. 260ff. ISBN 978-3-7688-5245-6

Weblinks[Bearbeiten]