Serratus (Münze)

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Denarius serratus

Der Serratus, eigentlich denarius serratus, ist eine Form der spätrepublikanischen römischen Denarprägung. Sein Name rührt vom vielfach eingeschnittenen, gezackten Rand her (lat. serratus „gesägt“, „gezackt“), der bereits vor der Prägung angebracht wurde – wahrscheinlich um zu zeigen, dass die Münze aus solidem Silber bestand und keinen minderwertigen Kern hatte. Außerdem bot ein derartiger Rand einen Schutz gegen Beschneidung der Münzen. Die ersten Serrati wurden etwa ab 118 v. Chr. geprägt.[1]

Nach Tacitus (Germania, Kap. 5) waren derartige serrati bei den Germanen besonders beliebt.

Die Randgestaltung mit einem Riffelrand, einem Muster oder einer Randschrift wurde erst im 16. Jahrhundert wieder allgemein üblich. Die heutigen 10-, 20- und 50-Cent sowie 1- und 2-Euro-Münzen mit geriffeltem Rand sind Nachfolger des Serratus.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Arthur Suhle: Kulturgeschichte der Münzen. Battenberg, München o. J.
  • Rainer Albert: Die Münzen der Römischen Republik. Battenberg/Gietl Verlag, Regenstauf 2003

Einzelnachweis[Bearbeiten]

  1. Albert, S. 131 ff., Nrn. 1046 ff.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Denarius Serratus – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien