Sosigenes der Peripatetiker

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Sosigenes der Peripatetiker war ein aristotelischer Philosoph (Aristotelismus) des 2. nachchristlichen Jahrhunderts, der im Zusammenhang mit der "Rettung der Phänomene" genannt wird, d.h. wie man die komplizierten Bewegungen der Himmelskörper, insbesondere von Sonne, Mond und Planeten, letztlich auf die Kombination idealer, gleichförmiger Kreisbewegungen um ein Zentrum zurückführen könne. Am 4. September 164 n. Chr. soll er eine ringförmige Sonnenfinsternis beobachtet und aus dem Unterschied zu einer totalen Sonnenfinsternis geschlossen haben, dass die scheinbare Größe von Sonne oder Mond sich ändere und somit sie nicht um ein gemeinsames Zentrum (die Erde) kreisen könnten, sondern dass diese Himmelskörper jeweils eigene Zentren haben müssten. Dadurch wurde er zu einem Anreger des Nikolaus Kopernikus bei der Ausarbeitung seines heliozentrischen Systems. Einer seiner Schüler war Alexander von Aphrodisias.

Literatur[Bearbeiten]

  • Fritz Krafft: Hypothese oder Realität. Der Wandel der Deutung mathematischer Astronomie bei Copernicus. In: Gudrun Wolfschmidt (Hrsg.): Nicolaus Copernicus (1473–1543). Revolutionär wider Willen. GNT-Verlag, Stuttgart 1994, ISBN 3-928186-16-7, S. 103–116.

Hinweis: Sosigenes der Peripapetiker ist nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Astronomen Sosigenes aus Alexandria.