Speed-Badminton

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Speed-Badminton-Spielsituation über zwei Hausdächer hinweg

Speed-Badminton, auch Speedminton genannt, ist ein dem Badminton ähnliches Rückschlagspiel. Das Spiel verbindet Elemente der etablierten Sportarten Badminton, Squash und Tennis und wird mittlerweile rund um den Globus gespielt. Offene Landesmeisterschaften gibt es in Deutschland, Schweden und der Schweiz. Daneben gibt es eine Mastersserie in Deutschland und etliche kleinere Turniere. In Deutschland gibt es mehrere Vereine, die sich zum DSBV (Deutscher Speed Badminton Verband) zusammengeschlossen haben.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Ausrüstung

Ausrüstung
Speeder

Jeder der beiden Spieler benötigt einen Schläger. Diese ähneln denen beim Squash: Alle Schläger haben eine Länge von 58 cm und variieren in Material und Bespannung. Gespielt wird mit Speeder genannten Bällen. Durch ein gegenüber Nylon-Shuttlecocks erhöhtes Gewicht und verkürzten Korb sind diese windstabiler und haben einen geringeren Luftwiderstand. Dadurch fliegen sie schneller und weiter als Bälle beim Badminton.

[Bearbeiten] Geschichte

Der Erfinder, der Berliner Bill Brandes, nannte seine neue Sportart zunächst Shuttleball, in Anlehnung an die Idee, das Spiel ohne das Badminton-typische Netz draußen zu spielen.

[Bearbeiten] Die Spielregeln

Grafik eines Speed Courts

Wettkampfmäßig gespielt wird Speed-Badminton auf einem Speedcourt. Dieser besteht aus zwei Quadraten, die jeweils 5,5m x 5,5m betragen und einen Abstand von 12,8m haben. Es wird ohne Netz gespielt.

Der Spielsatz

Ein Spielsatz endet mit 16 Gewinnpunkten. Bei 15:15 geht der Satz in die Verlängerung, wobei zum Sieg zwei Punkte Vorsprung nötig sind. Ein Match geht über drei Gewinnsätze.

Der Aufschlag

Das Recht des ersten Aufschlags und die Wahl der Seite wird durch das Los entschieden. Aufgeschlagen wird im Block mit drei Aufschlägen pro Spieler. Jeder gespielte Ballwechsel punktet. Beim Gleichstand von 15:15 wechselt das Aufschlagsrecht nach jedem Punkt. Das Service erfolgt in einem gedachten Aufschlagrechteck, das über die gesamte Breite des Courts geht und 2m vor der hinteren Grundlinie beginnt. Hierbei ist die Position in dem Aufschlagfeld egal. Die gedachte Aufschlaggrundline darf nicht mit dem Fuß berührt werden. Beim Aufschlag wird der Ball vor dem Körper in Hüfthöhe aus der Hand fallen gelassen und dann geschlagen. Den ersten Aufschlag des nächsten Satzes hat derjenige, der im vorherigen Satz verloren hat.

Das Punkten

Jeder Ballwechsel wird gezählt, sofern er nicht wiederholt werden muss. Gepunktet wird, wenn

  • kein vorschriftsmäßiger Aufschlag gelingt,
  • der Speeder den Boden berührt,
  • der Speeder im Spielfeld landet und nicht retourniert werden kann (Die Linien werden zum Spielfeld gerechnet),
  • der Speeder im „Aus“ landet,
  • der Speeder zweimal hintereinander geschlagen wird,
  • der Speeder den Körper berührt.

Wird ein Speeder außerhalb des Spielfeldes weitergespielt, gilt er als angenommen.

Seitenwechsel

Nach jedem Satz wird die Seite gewechselt, um die Chancengleichheit (Wind- und Lichtverhältnisse) zu gewährleisten. Sollte es zu einem Entscheidungssatz kommen, werden die Seiten gewechselt, sobald ein Spieler acht Punkte erreicht hat.

Das Doppel

Das Doppel findet auf zwei angrenzenden Courts statt.

Der Aufschlag beim Doppel

Das Los entscheidet, welches Paar den ersten Aufschlag hat. Der Aufschläger hat wie im Einzel drei Aufschläge in Folge, doch stets in das jeweils diagonal gegenüberliegende Feld. Er wechselt dabei für jeden Aufschlag das Feld mit seinem Partner. Der erste der drei Aufschläge erfolgt immer von rechts nach diagonal links. Ist der Aufschlag zurückgeschlagen, können sich die Spielerparteien in ihren beiden Feldern frei bewegen, um den Ball zu spielen. Wenn alle vier Spieler aufgeschlagen haben, schlägt wieder der erste Aufschläger auf. Den ersten Aufschlag des nächsten Satzes hat diejenige Partei, die im vorherigen Satz verloren hat.

Doppelvariante

Es gibt auch eine alternative Doppelvariante, bei der beide Spieler einer Mannschaft in einem Feld agieren. Dabei werden die Spieler in einen Hintermann und einen Vordermann aufgeteilt. Der Hintermann muss sich im Augenblick des Schlages stets hinter dem Vordermann befinden. Bei der Partei, die das Aufschlagrecht hat, wird dieses vom Hintermann ausgeübt. Immer wenn der Aufschlag zu einer Partei wechselt, tauschen deren Spieler ihre Positionen.

[Bearbeiten] Varianten

Schema eines Blackmintonspiels mit 6 Spielern (Aufsicht)

Speed-Badminton kann unter freiem Himmel oder in der Halle gespielt werden. Das Spielfeld kann einfach aufgemalt oder abgesteckt werden. Alternativ kann ein mobiles Spielfeld benutzt werden. „Funplay“ wird eine Variante genannt, bei der es - ähnlich wie beim Federball - nur darum geht, den Ball möglichst lange im Spiel zu halten. Mit spezieller fluoreszierender Ausrüstung kann Speed-Badminton auch bei Dunkelheit gespielt werden. Eine weitere Variante ist Blackminton, bei der im Dunkeln unter Schwarzlicht gespielt wird.

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Speed Badminton – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien
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